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TV-Interview

Sturm auf das Kapitol: Anführer der Proud Boys schockiert mit seinen Aussagen

  • Delia Friess
    VonDelia Friess
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Proud Boy Enrique Tarrio bedauert US-Kongressabgeordnete wegen des Angriffs auf Kapitol nicht. Im Gegenteil: Im TV liefert er heftige Aussagen.

  • Henry „Enrique“ Tarrio schockiert mit Aussagen zur Kapitol-Erstürmung.
  • Tarrio ist Anführer der rechtsextremen Proud Boys und bekennender Unterstützer von Donald Trump.
  • Trump-News: Alle Neuigkeiten zum 45. Präsidenten der USA.

Washington D.C. – Ein führendes Mitglied der rechtsextremen Gruppierung „Proud Boys“, gleichzeitiger Fan von Donald Trump, hat dem US-Nachrichtensender „CNN“ ein Interview über den Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar gegeben. Dabei legte Henry „Enrique“ Tarrio dar, warum auch die Angriffe, bei denen fünf Menschen starben, seine Sichtweise auf die Proud Boys und Trump nicht geändert hätten.

Donald Trump – Proud Boys-Anführer verteidigt Sturm auf US-Kapitol

Nach der Attacke hatte der 36-Jährige auf seinem Social-Media-Kanal einen Post veröffentlicht, der als provozierend und gewaltverherrlichend eingeschätzt wurde. „Wenn das Volk die Regierung fürchtet, ist das Tyrannei. Wenn die Regierung das Volk fürchtet, ist das Freiheit“, schrieb Tarrio unter ein Foto von Abgeordneten, die sich zum Schutz vor den Angreifenden duckten. Der Trump-Anhänger sagte „CNN“, dass es sich dabei um ein Zitat von Thomas Jefferson handeln würde, obwohl es laut der Stiftung des 3. Präsidenten der USA keinen Beleg dafür gebe, dass Jefferson dies je gesagt hat.

Henry „Enrique“ Tarrio wurde am 6. Januar im Vorfeld der Trump-Demo gegen das US-Wahlergebnis zugunsten von Joe Biden verhaftet.

Tarrio fügte hinzu, dass er nie etwas bereue – kategorisch. Auf Empathie bezüglich der Opfer des Kapitol-Sturms angesprochen, sagte der vorbestrafte Tarrio im „CNN“-Interview, dass er die Attacke auf das Kapitol nicht unterstütze, er die Attacken aber auch nicht verurteile. „Verurteilen“ sei ein starkes Wort, betonte er anschließend. Die angegriffenen Abgeordneten täten ihm ebenfalls nicht leid. „Ich weine nicht um Leute, die sich einen Dreck um Wählerstimmen kümmern. Ich sympathisiere nicht mit ihnen“, so Tarrio. Er erklärte die Attacken mit dem Frust der Wähler:innen, die sich um ihre Stimmen betrogen fühlten. Donald Trump hatte nach der US-Wahl 2020 wochenlang behauptet, es sei zu systematischen Wahlbetrug gekommen. Trump und seine Fans hatten allerdings keine Beweise für systematischen Wahlbetrug vorgelegt.

Angriff auf US-Kapitol – Proud Boy gibt bizarres Interview auf „CNN“

Tarrio ist auch ein guter Bekannter von Roger Stone, einem treuen Anhänger von Donald Trump, der im Zuge der Russland-Affäre vor Gericht aussagen musste. Tarrio räumte in der Vergangenheit zudem ein, für Roger Stone die Social-Media-Kanäle betreut zu haben. Stone, ein früherer Berater von Trump, hatte während seines Prozesses ein Bild von Richterin Amy Berman Jackson veröffentlicht, das sie neben einem Fadenkreuz zeigt. Stone hatte damit die Gerichtsanordnungen missachtet.  

Proud Boy Henry „Enrique“ Tarrio im Interview mit dem US-Sender „CNN“. (Screenshot)

Henry „Enrique“ Tarrio wurde am 6. Januar im Vorfeld der Trump-Demo gegen das US-Wahlergebnis zugunsten von Joe Biden verhaftet. Der 36-Jährige wurde verpflichtet, Washington bis zu seinem Gerichtstermin am 8. Juni fernzubleiben. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtete zudem Ende Januar, dass der Trump-Anhänger jahrelang als FBI-Informant tätig war. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © ELIJAH NOUVELAGE

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