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Donald Trump über eigene Vorwürfe: „Entweder sehr dumm oder sehr korrupt“
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Donald Trump über eigene Vorwürfe: „Entweder sehr dumm oder sehr korrupt“

USA

Donald Trump: „Sehr dumm“ oder „sehr korrupt“ – Ex-Präsident entlarvt sich selbst

  • VonMirko Schmid
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Donald Trump hat mittels doppelter Verneinung wohl versehentlich seine eigenen Wahlmanipulations-Vorwürfe ad absurdum geführt.

Palm Beach – Ein Versehen oder doch ein Freudscher Versprecher? Donald Trump, der seit Monaten an unbelegten Wahlmanipulations-Vorwürfen festhält, anstatt einzusehen, dass ihn mehr als sieben Millionen Wahlberechtigte weniger gewählt haben als seinen Konkurrenten Joe Biden, hat sich offensichtlich vergaloppiert.

In einem kurzen Statement sagte der Republikaner: „Jeder, der nicht glaubt, dass es bei den Präsidentschaftswahlen 2020 keinen massiven Wahlbetrug gegeben hat, ist entweder sehr dumm oder sehr korrupt!“ Die doppelte Verneinung lässt sich so auflösen: „Jeder, der glaubt, dass es bei den Präsidentschaftswahlen 2020 Wahlbetrug gegeben hat, ist entweder sehr dumm oder sehr korrupt!“

Donald Trump gibt aus Versehen zu, entweder „sehr dumm“ oder „sehr korrupt“ zu sein

Anders gesagt: Donald Trump, der genau diesen Vorwurf seit Monaten immer wieder ohne einen einzigen Beweis erneuert, stellte sich mit seiner Erklärung selbst das Zeugnis aus, entweder „sehr dumm“ oder „sehr korrupt“ zu sein. Von US-Medien danach befragt, ob der ehemalige US-Präsident das Gegenteil dessen gemeint, was er gesagt hat, wollten Sprecher des Republikaner keine Stellung beziehen.

Es ist eher nicht davon auszugehen, dass Donald Trump, der gerade mit massiver finanzieller Unterstützung privater Investoren eine eigene Social Media-Plattform aufbauen will, wie aus dem Nichts heraus seine Meinung über einen angeblichen Wahlbetrug geändert haben könnte. Dennoch ist seine Aussage ein gefundenes Fressen für seine vielen Kritiker:innen in den USA. Schließlich steht nun ein Satz von Donald Trump im Raum, mit dem dieser sich und seine haltlosen Anschuldigungen selbst zu demaskieren scheint.

Journalist Luke Zaleski etwa, langjähriger Forschungsdirektor beim GQ-Magazin und Faktenchecker, schrieb auf Twitter: „Trump hat unwissentlich ein perfektes Dilemma für die nächsten Präsidentschaftswahlen geschaffen, indem er entweder zugibt, 2020 verloren zu haben (er hat verloren und wird es nie zugeben) oder eben 2024 nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren kann.“ Zaleski weiter: „Ich weiß, es ist bequemer zu vergessen, was Trump getan hat. Zu vergessen, was 2020 passiert ist. Die Berge von Lügen, die er erzählt hat und seine kriminelle, missbräuchliche Herrschaft einfach zu ignorieren. Aber es ist passiert. Hunderttausende Tote. Millionen arbeitslos. Und wenn wir es vergessen, wird es wieder passieren und es wird noch schlimmer.“ (Mirko Schmid)

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