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Donald Trump an seinem Sehnsuchtsort: So gerne wäre der abgewählte Ex-Präsident auch einer der ganz Großen der US-Geschichte.
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Donald Trump an seinem Sehnsuchtsort: So gerne wäre der abgewählte Ex-Präsident auch einer der ganz Großen der US-Geschichte.

USA

Donald Trump posiert mit „Mini Mount Rushmore“ - mit seinem Gesicht

  • VonMirko Schmid
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Mount Rushmore National Memorial ist den großen Präsidenten der US-Geschichte vorbehalten. Dazu gehört, wenn es nach Donald Trump geht: Donald Trump.

Palm Beach – Dass es Donald Trump nicht an Selbstbewusstsein mangelt, wird kaum jemand in Zweifel ziehen. Seine vier Jahre im Weißen Haus nennt er reihum „großartig“, „historisch“ oder „herausragend“. Ginge es nach ihm selbst, würde er in einem Atemzug mit den ganz Großen der Geschichte der USA genannt werden: George Washington, Thomas Jefferson, Teddy Roosevelt und Abraham Lincoln.

Doch da gibt es zumindest einen ganz handfesten Unterschied zwischen den Nationalhelden und dem mit aller Deutlichkeit von der US-Wählerschaft aus dem Weißen Haus verbannten Wahlverlierer: Während Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln als überlebensgroße Büsten im Mount Rushmore National Memorial verewigt sind, wird diese Ehre Trump wohl auf alle Zeit verwehrt bleiben.

Ein Unding für den selbsternannten größten US-Präsidenten aller Zeiten. Und so wird sich Trump gedacht haben: Wenn schon nicht Teil des echten Mount Rushmore, dann doch wenigstens im eigenen Büro. Dort nämlich war zuletzt eine Miniatur des Großdenkmals zu sehen – allerdings mit einer klitzekleinen Abweichung vom Original: Ganz rechts außen prangt dort sein eigenes Antlitz. Ein Mount Rushmore National Memorial also ganz nach Trumps Geschmack.

Donald Trump posiert mit Mount Rusmore-Miniatur

Seit ein Bild einer Verleihung des schwarzen Karate-Gürtels ehrenhalber auf Twitter die Runde macht, auf dem die Miniatur zu sehen ist, ergießt sich in den Sozialen Medien Hohn und Spott über Trump. Einige Beispiele: „Ich wünschte es gäbe eine Lach-Option auf Twitter“, „Wir können gar nicht begreifen, wie kaputt und traurig das ist“ und „Nicht, dass der sowas wie ein Narzisst oder so wäre“.

Geschenkt hat sie ihm übrigens die Gouverneurin des Staates South Dakota, Kristi Noem. Noem, in deren Bundesstaat das Denkmal beheimatet ist, übrigens hielt Trumps unbändigen Willen, selbst einmal am echten Mount Rushmore abgebildet zu werden, zunächst für einen Scherz. Trocken habe er sie ihn seinerzeit im Oval Office darauf angesprochen, dass er schon bald zu Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln aufschließen wolle. Sie habe darüber gelacht, verriet die damalige Kongressabgeordnete 2018, Trump hingegen sei „total ernst“ geblieben.

Später, am 3. Juli 2020, stellte sich Trump im Wahlkampf vor das Denkmal am Mount Rushmore und posaunte heraus, eines Tages selbst dort abgebildet zu sein. Außerdem ließ Trump seinen Auftritt dort mit einem großen Feuerwerk abrunden – obwohl Feuerwerk am Mount Rushmore seit 2009 aus Naturschutzgründen verpönt ist. Trump wischte diesen Umstand damals mit den Worten beiseite: „Was soll hier brennen? Das ist Stein, wisst ihr? Stein.“ Offensichtlich verborgen blieb ihm, dass dieser „Stein“ umgeben war von trockenem Gebüsch und Bäumen.

„Mount Trumpmore“: Im eigenen Büro zählt Donald Trump schon zu den ganz Großen

Einige Zeit später behauptete Trump dann, dass seine Ankündigung, eines Tages neben den vier großen Präsidenten abgebildet zu werden, schlicht ein „großer Witz“ gewesen sei. Dagegen sprechen Stimmen aus dem Büro von Gouverneurin Noem. Ein Berater des Weißen Hauses soll während Trumps Amtszeit in South Dakotas Regierungszentrale angerufen und sich ernsthaft erkundigt haben, ob es eine Möglichkeit gebe, Trump doch irgendwie am Mount Rushmore zu verewigen.

So schnell wird es damit wohl nichts. Ganz anderes als in Trumps Büro in Mar-a-Lago. Dort zählt er schon zu den ganz Großen. (Mirko Schmid)

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