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Facebook-Vorstand Thiel verlässt Meta – wegen Donald Trump 

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Von: Marvin Ziegele

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Donald Trump und Peter Thiel während eines Treffens. (Archivbild)
Donald Trump und Peter Thiel während eines Treffens. (Archivbild) © DREW ANGERER/AFP

Peter Thiel wird Meta verlassen. Stattdessen will er sich den kommenden Zwischenwahlen widmen – und Donald Trump unterstützen. 

San Francisco – Der Investor Peter Thiel legt seinen Posten im Verwaltungsrat der Facebook-Muttergesellschaft Meta nieder. Meta gab am Montag (07.02.2022) bekannt, dass Thiel, der seit 2005 dem Gremium angehörte, nicht mehr kandidieren werde. Es wird erwartet, dass er den Verwaltungsrat nach der Aktionärsversammlung im Mai verlassen wird. Thiel trat 2005 in den Vorstand von Facebook ein.

Thiel ist unter anderem Großspender der Republikanischen Partei in den USA*. Laut Informationen der New York Times will er sich nun auf die Unterstützung von Donald Trumps* Verbündeten während der Zwischenwahlen im November* konzentrieren. Zu diesem Zweck spendete Thiel erst kürzlich 10 Millionen Dollar für die Senatskampagnen der Republikaner* Blake Masters, Kandidat in Arizona und JD Vance, der in Ohio zur Wahl antritt.

Spenden für Donald Trump: Peter Thiel verlässt Facebook 

Bereits in der Vergangenheit spendete Thiel Millionen von Dollar für den Wahlkampf von Donald Trump. Er arbeitete auch im Übergangsteam von Trump. Kritiker vermuten, dass die Nähe zu Thiel einer der Gründe ist, warum manche Facebook-Beiträge von Donald Trump nicht entfernt wurden, die gegen die Richtlinien verstießen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zeigte sich „zutiefst dankbar für alles“, was Thiel für das Unternehmen getan habe. „Peter ist ein wirklich origineller Denker, dem man seine schwierigsten Probleme vorlegen kann und einzigartige Vorschläge erhält“, heißt es in einer Erklärung von Zuckerberg.

Donald Trump: Peter Thiel – Der Großspender der Republikaner 

Thiels Abgang kommt für Meta zu einem schwierigen Zeitpunkt. Der Aktienkurs des Unternehmens war nach enttäuschenden Quartalszahlen kürzlich stark eingebrochen - binnen Stunden wurden rund 200 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet. Meta kämpft zudem mit Skandalen um Datenschutz und die mutmaßlich schädlichen Auswirkungen seines Geschäftsmodells auf die Gesellschaft weltweit. (Marvin Ziegele)

Indes schoss Donald Trump während einer Rede ein juristisches Eigentor*. Er sprach über die „größten Proteste, die das Land je gesehen hat.“ *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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