Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Große Spannung, bevor der Film losgeht.
+
Große Spannung, bevor der Film losgeht.

Die Verlegerin

Meryl Streep, exklusiv am Roßmarkt

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
    schließen

200 FR-Leser kommen im Cinéma am Roßmarkt in den Genuss einer exklusiven Kinovorstellung des Historiendramas "Die Verlegerin" - und das vor dem offiziellen Kinostart.

Das Gedränge im Foyer des Cinémas, um Meryl Streep und Tom Hanks zu sehen, ist groß. Nein, die Hollywoodstars sind nicht persönlich nach Frankfurt angereist. Aber drei Tage bevor der Oscar-nominierte Film von Starregisseur Steven Spielberg in die deutschen Kinos kommt, konnten sich am Montagabend 200 Leser eine exklusive FR-Preview von „Die Verlegerin“ anschauen.

FR-Leserin Marita Schubert hatte bei der Verlosung mitgemacht, weil mit Streep und Hanks „super Schauspieler“ garantiert seien und der Trailer sie einfach sehr angesprochen habe. Imke Suckau aus Bad Vilbel findet Spielbergs Filme „sehr reizvoll“ und kannte auch bislang die wahre Geschichte, die Spielberg auf die Leinwand bringt, nicht.

Es ist das Jahr 1971, und die mehr als 7000 Seiten umfassenden geheimen „Pentagon-Papers“ zeigen, dass der Vietnamkrieg nicht nur von langer Hand vorbereitet war, sondern auch katastrophal verlief – und dass gleich mehrere Präsidenten, von John F. Kennedy bis Richard Nixon, der Öffentlichkeit das Gegenteil weismachen wollten. Ein Teil der Papiere war erst der „New York Times“ zugespielt worden, aber auch die „Washington Post“ geriet in einen Rechtsstreit mit der Nixon-Regierung, weil sie Auszüge der Pentagon-Papers veröffentlichen wollte. Innerhalb weniger Tage muss Verlegerin Katharine „Kay“ Graham (Streep) abwägen, ob sie ihre Zeitung, bis dahin noch ein Lokalblatt, aufs Spiel setzt: Es geht um das Schicksal von Millionen von Menschen und nicht zuletzt von Tausenden US-Soldaten, die in Vietnam kämpfen und sterben. Graham und Chefredakteur Ben Bradlee (Hanks) ist bewusst, dass alle Beteiligten wegen Hochverrats angeklagt werden könnten.

Es ist ein Kampf für die Wahrheit und die Pressefreiheit, aber auch für die Rolle der Frau. Kay Graham muss erst lernen, sich in der noch sehr männerdominierten Medienwelt durchzusetzen. „Der Film ist hochaktuell in Zeiten von Donald Trump und den sogenannten Fake News“, sagt Theaterleiterin Christine Hübl am Abend. Ein Leser bestätigt: „Der Film ist eine klare Anspielung und Kritik an Trump.“

Andrea Schumann betont nach dem Film: „Ich dachte, Trump schießt den Vogel ab, aber dass schon damals die Präsidenten so gelogen haben, ist schon krass.“ Sie selbst habe seinerzeit in Frankfurt gegen den Vietnamkrieg demonstriert. Von Streeps Darstellung ist die FR-Leserin begeistert. „Sie hat es geschafft, die Verwandlung der Verlegerin Kay Graham großartig darzustellen. Am Anfang des Films ist sie restlos verunsichert und überfordert, und am Ende stellt sie die Pressefreiheit über ihre Angst, im Knast zu landen. Ich weiß nicht, ob ich so mutig gewesen wäre.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare