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War Donald Trump ein Dorn im Auge: Stabschef Mark Milley (Mitte) und Generälin Laura Richardson (rechts) im Jahr 2016 in Washington D.C.
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War Donald Trump ein Dorn im Auge: Stabschef Mark Milley (Mitte) und Generälin Laura Richardson (rechts) im Jahr 2016 in Washington D.C.

Verteidigungsministerium

Aus Furcht vor Donald Trump: Pentagon verzögerte Beförderung von Frauen

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
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Das Pentagon will gegen Ende von Donald Trumps Amtszeit zwei hochqualifizierte Generalinnen befördern. Der Verteidigungsminister entscheidet, lieber auf Joe Biden zu warten.

  • Zwei Generalinnen in den USA wurden im vergangenen Jahr nicht zur Beförderung vorgeschlagen.
  • Das Pentagon befürchtete, Donald Trump könnte dagegen sein.
  • Kurz nach der Wahl hatte Donald Trump Verteidigungsminister Mark Esper gefeuert.

Washington D.C. – Zwei Generalinnen der US-Armee werden offenbar später befördert, weil sie Frauen sind. Wie die New York Times berichtet, befürchteten Verteidigungsminister Mark Esper und Generalstabschef Mark Milley, dass Donald Trump der Beförderung der beiden Frauen nicht zustimmen würde, weil sie Frauen sind. Außerdem hätten sich die beiden Männer Sorgen gemacht, dass Donald Trump die Generalinnen durch eigene Kandidaten ersetzen könnte, bevor er sein Amt niederlegt.

Die beiden Generalinnen Jaqueline Van Ovost und Laura Richardson sollten eigentlich zu Elite-Generalinnen befördert werden. Eine solche Beförderung muss allerdings vom Weißen Haus bestätigt und vom Senat bestätigt werden. Dem Bericht zufolge hat sich das Pentagon deshalb dazu entschlossen, seine Empfehlung zurückzuhalten. Sie hofften, dass die Frauen im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden bessere Chancen haben würden als unter Donald Trump.

Mark Esper war bei Donald Trump unbeliebt

„Sie wurden ausgesucht weil sie die besten für diese Jobs waren und ich wollte nicht, dass ihre Beförderung behindert wird, weil jemand im Weißen Haus sieht, dass ich sie empfohlen habe, oder dass jemand denkt, das Verteidigungsministerium politische Spiele treibt“, sagte Verteidigungsminister Esper der New York Times zufolge in Anspielung auf Donald Trump. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. „Sie waren am besten qualifiziert. Wir haben das richtige getan.“

Verteidigungsminister Mark Esper hatte allen Grund zu glauben, dass Donald Trump von ihm vorgeschlagene Personalien ablehnen würde. Denn er hatte sich im vergangenen Sommer im Zusammenhang mit den Black-Lives-Matter-Protesten bei Donald Trump unbeliebt gemacht.

Kurz nach der US-Wahl feuerte Donald Trump Mark Esper

So hatte sich Esper genauso wie Generalstabschef Miller gegen Donald Trumps Vorschlag ausgesprochen, das US-Militär gegen die Protestierenden einzusetzen. Esper sagte im Juni, er sei dagegen, in dieser Frage ein entsprechendes Gesetz, den „Insurrection Act“, zu aktivieren. Die Option, aktive Einsatzkräfte des Militärs in einer Strafverfolgungsrolle einzusetzen, „sollte nur als letztes Mittel und nur in den dringendsten und schlimmsten Situationen genutzt werden“, mahnte er und betonte: „Wir sind derzeit nicht in einer solchen Situation.“

Im November, wenige Tage nach der US-Wahl 2020, feuerte Donald Trump schließlich Verteidigungsminister Mark Esper. Anschließend besetzte er wichtige Stellen im Pentagon mit loyalen Personen. Amtierender Verteidigungsminister wurde Christopher Miller.

Nach Donald Trumps Amtszeit: Frauen könnten bald befördert werden

Dieser leugnete laut der New York Times, dass der spätere Vorschlag der Generalinnen etwas damit zu tun hatte, dass sie Frauen sind. „Es ging um das Timing, nicht darum, dass sie Frauen sind“. Der Senat hätte es ohnehin nicht geschafft, den beiden Vorschlägen vor Jahresende und dem Ende von Donald Trumps Amtszeit zuzustimmen.

So oder so könnten die beiden Frauen nun bald befördert werden. Laut der New York Times werden der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin und Generalstabschef Milley die Vorschläge in den nächsten Wochen an das Weiße Haus schicken. (Friederike Meier)

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