Die Staatsanwaltschaft will eine Aussage von Eric Trump gerichtlich erzwingen. Der Sohn von Donald Trump möchte nämlich keine Fragen der Ermittler beantworten.
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Die Staatsanwaltschaft will eine Aussage von Eric Trump gerichtlich erzwingen. Der Sohn von Donald Trump möchte nämlich keine Fragen der Ermittler beantworten.

Ermittlungen ausgeweitet

Donald Trumps Sohn soll zur Aussage gezwungen werden – Ermittlungen gegen Trump-Konzern

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Ermittler untersuchen, ob US-Präsident Donald Trump den Wert seines Vermögens manipuliert hat. Vertreter der „Trump Organization“ bezeichnen die Ermittlungen als politisch motiviert.

  • Firmengruppe von US-Präsident Donald Trump erneut im Visier der Ermittler
  • Trump-Organization soll falsche Angaben zum Wert ihres Eigentums gemacht haben
  • Generalstaatsanwältin will Aussage von Präsidentensohn Eric Trump gerichtlich erzwingen

New York - Die Staatsanwaltschaft in New York weitet die Ermittlungen gegen die Firmengruppe von US-Präsident Donald Trump aus. Generalstaatsanwältin Letitia James beantragte deshalb gleich mehrere Vorladungen für Ermittlungen bei Gericht. Das geht aus am Montag (24.08.2020) veröffentlichten Unterlagen hervor. Die Trump-Organization soll falsche Angaben zum Wert ihres Eigentums gemacht haben, um Kredite zu bekommen und sich steuerliche Vorteile zu verschaffen.

Ermittlungen gegen Trump-Organization: Eric Trump soll aussagen

Außerdem wollen die Ermittler in dem Verfahren eine Aussage des Präsidentensohns Eric Trump sowie die Herausgabe zahlreicher Dokumente der Trump-Organization erzwingen, wie aus den öffentlich gemachten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Eric Trump habe eine für Juli angesetzte Befragung abgesagt. Inzwischen lehne er es völlig ab, sich den Fragen der Ermittler zu stellen, erklärte die Generalstaatsanwältin. Der Sohn des US-Präsidenten ist der Vizepräsident der Trump-Organization.

Auslöser für die Ermittlungen zu möglicherweise überhöhten Immobilienbewertungen waren Äußerungen von US-Präsident Trumps langjährigem Anwalt Michael Cohen vor dem Kongress im Jahr 2019. Cohen hatte ausgesagt, Trump habe bestimmte Vermögenswerte übertrieben dargestellt, um beispielsweise bei Krediten bessere Konditionen zu erhalten.

Firmengruppe von US-Präsident Donald Trump bezeichnet Ermittlungen als politisch motiviert

Seitdem seien mehrere Vorladungen ergangen und Beweise gesammelt worden, hieß es in dem Antrag der New Yorker Staatsanwaltschaft. Die Ermittler haben aber noch nicht entschieden, ob es womöglich einen Gesetzesverstoß gegeben hat. Cohen hatte sich in seiner Aussage vor dem Kongress unter anderem verschiedener Steuervergehen schuldig bekannt und war zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Die Firmengruppe von Trump bezeichnete die Ermittlungen als politisch motiviert. „Die andauernde Belästigung des Unternehmens während wir uns der Wahl nähern (und das Einreichen dieses Antrags am ersten Tag des republikanischen Nominierungsparteitags)“ bestätige, „dass es bei dieser Untersuchung ganz um Politik geht“, teilte die Trump-Organization laut „Handelsblatt“ per E-Mail mit.

Weiteres Ermittlungsverfahren gegen Trump-Organization

Die aktuellen Ermittlungen sind jedoch nicht die einzigen gegen den Trump-Konzern. Der Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, will die Herausgabe von Steuerunterlagen von US-Präsident Donald Trump und dessen Firmen über einen Zeitraum von acht Jahren erwirken.

Bei diesen Ermittlungen geht es auch um angebliche Schweigegeldzahlungen, die Cohen der Erotikdarstellerin Stormy Daniels und dem ehemaligen Playmate Karen McDougal gezahlt haben soll. Beide Frauen geben an, Affären mit Donald Trump gehabt zu haben. Trump selbst dementiert das.

Trotz der aktuellen Ermittlungen und der Vorwürfe gegen seinen Vater, hält Eric Trump beim Parteitag der Republikaner eine Rede, um Donald Trump bei seiner Präsidentschaftskandidatur zu unterstützen.

Donald Trump und der Mars: US-Präsident will „erste bemannte Mission“ zum roten Planeten schicken. 2019 fährt der US-Präsident völlig unangekündigt in ein Krankenhaus. Gerüchte machen die Runde. Donald Trump soll einen Schlaganfall gehabt haben, Vize Mike Pence bereit gewesen sein, zu übernehmen. (Von Melanie Gottschalk mit dpa)

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