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US-Präsident Donald Trump trifft sich im Trump National Golf Club mit ranghohen Regierungsvertretern zu einem Gespräch über Reformen im Strafvollzug.
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Vorwurf von Insidern: Der Konzern von Donald Trump soll sich an Versicherungsauszahlungen bereichert haben.

Trump Organization

Donald Trump: Sein Unternehmen soll auch Versicherungsbetrug begangen haben

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Der Konzern von Donald Trump soll eine Versicherung um mehr als eine Million Dollar betrogen haben, berichten Insider – das Vorgehen sei systematisch.

New York – Dem Unternehmen von Donald Trump droht erneut Ärger. Einem Bericht zufolge soll die Trump Organization eine völlig überzogene Summe bei der Versicherung eingefordert haben – wegen Schäden, die auf einem Golfplatz entstanden sind. Der Verdacht des Versicherungsbetrugs steht im Raum.

Die Vorwürfe beziehen sich auf eine Überschwemmung im Jahr 2011. Damals wurden der Trump-Golfplatz sowie ein nahegelegener Ort in Westchester County im Südosten des Bundesstaats New York überflutet. Die Organization, die neben Golfplätzen auch Luxushotels betreibt und im Immobiliensektor aktiv ist, soll daraufhin eine Schadenssumme von mehr als einer Million Dollar bei der Versicherungsgesellschaft beantragt haben. Dies sagten zwei Insider der Zeitschrift Rolling Stone. Laut ihnen hätten die Reparaturkosten allerdings nur rund 130.000 bis 150.000 Dollar betrugen.

Donald Trump: Versicherung zahlte mehr als eine Million Dollar an Organization

Eine der Quellen, ein früherer Mitarbeiter des Konzerns von Donald Trump, fügte hinzu, dass die in Mitleidenschaft gezogenen Teile des Golfplatzes kaum repariert und die Arbeiten nicht einmal abgeschlossen wurden. „Sie haben es im Grunde nur notdürftig repariert“, sagte er.

Letztendlich habe die Versuchung 1,3 Millionen Dollar an die Trump Organization gezahlt, hieß es. Der Konzern soll nach Angaben der Insider eine noch höhere Summe gefordert haben. Dies habe der Versicherer jedoch abgelehnt, da die erforderlichen Belege nicht erbracht werden konnten.

Eine der Quellen sagte, dass das Unternehmen routinemäßig überhöhte Kostenvoranschläge für Reparaturen einholen würde, um Versicherungsansprüche zu begründen. In einem Gespräch mit hochrangigen Mitarbeitern habe der Insider erfahren, dass die Trump Organization berechnet hatte, dass sie für jeden Dollar, den sie für die Versicherung ausgibt, mehr als zwei Dollar zurückerhält. Sollte dies zutreffen, wäre das eine Rendite von mehr als 100 Prozent. Generell betrachte man innerhalb des Konzerns die Versicherung nicht als Ausgabe, sondern als eine kontinuierliche Gewinnquelle.

Weitere Vorwürfe gegen Konzern von Donald Trump

Ein Sprecher des Unternehmens von Donald Trump teilte mit, dass die Organization „keine Kenntnisse“ von Ermittlungen in dem Fall habe. Untersuchungen seien auch nicht gerechtfertigt. „Der fragliche Versicherungsfall wurde vor mehr als zehn Jahren nach einer Reihe von Stürmen in Westchester County einvernehmlich geklärt“, so der Vertreter in einem Statement. Die durch die Überschwemmung entstandenen Schäden seien „erheblich“ gewesen.

Gegen die Trump Organization stehen seit längerer Zeit Vorwürfe im Raum. Unter anderem hat der Bundesstaat New York das Unternehmen wegen des Verdachts des Steuerbetrugs angeklagt. Mitunter richtet sich die Klage auch gegen Allen Weisselberg, den Finanzchef der Trump Organization, der im Juli 2021 vor die Tür gesetzt wurde.

Donald Trump beim Abschlag auf dem Golfplatz.

„Der Zweck des Systems bestand darin, Weisselberg und andere Führungskräfte der Trump Organization auf eine Art und Weise zu entschädigen, die „nicht in den Büchern“ stand“, hieß es in der Anklage. Die Begünstigten hätten erhebliche Teile ihres Einkommens auf indirekte und verschleierte Weise erhalten, die der Steuerbehörde nicht gemeldet worden seien. Bei den nicht besteuerten Leistungen handelte es sich unter anderem um Zahlungen für Apartments, Autos oder die Schulausbildung von Angehörigen.

Donald Trump bezeichnet Steuer-Anklage als „Hexenjagd“

Donald Trump erklärte die Anklage gegen sein Unternehmen als eine Fortführung der politisch motivierten „Hexenjagd“ gegen seine Person. Diese Vokabel nimmt der 75-Jährige immer wieder in den Mund: Auch das Impeachment-Verfahren nach der Erstürmung des Kapitols bezeichnete er als „Hexenjagd“. Der Ex-Präsident der USA ist wegen der Geschäftspraktiken der Organization persönlich bislang nicht angeklagt. (tvd)

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