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Allen Weisselberg
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Allen Weisselberg, einst Finanzvorstand der Trump Organization, muss sich nun vor Gericht verantworten. (Archivfoto)

Donald Trumps Konzern vor Gericht

„Eine Vorladung nach der nächsten“ – Ermittlungen gegen Trump Organization fortgesetzt

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Für Donald Trumps Konzern und den Finanzchef Allen Weisselberg wird es vor Gericht ernst. Eric Trump findet das „frustrierend“.

New York - Der Prozess gegen den Konzern von Donald Trump geht weiter. Ab dem heutigen Montag (20.09.2021) werden in New York wieder Zeugen gehört im Verfahren wegen Steuerbetrugs und Finanzfälschung gegen die Trump Organization und ihren langjährigen Finanzvorstand, Allen Weisselberg. Im Lauf der Woche müssen auch die Anwälte des Familienkonzerns vor Gericht erscheinen. Es wäre das erste Mal für die Verteidiger der Trump Organization und Weisselberg.

Drei Monate ist es nun her, dass der Bezirksstaatsanwalt des Stadtteiles Manhattan, Cyrus Vance Jr., und seine Kollegin Letitia James gemeinsam Klage gegen den Konzern und gegen Weisselberg erhoben hatten. Laut der Website des US-Radiosender Natinal Public Radio (NPR) gibt es nun „jede Menge Anzeichen, dass Vance und James aggressiv an dem Fall arbeiten“.

Donald Trumps Konzern vor Gericht - Steuerbetrug und Bilanzfälschung

Verhandelt wird vor dem Gericht in den USA eine 15 Jahre andauernde Praxis der Trump Organization, ihre höchsten Mitarbeiter steuerfrei und illegal entlohnt zu haben. Weisselberg soll einen Dienstwagen, mehrere Wohnungen in Manhattan und die Schulausbildung seines Enkels von Donald Trumps Firma bezahlt bekommen haben - angegeben wurde davon nichts, Steuern auf die Zuwendungen entsprechend auch nicht gezahlt. Die Ermittlungen begannen bereits 2018 und führten dann 2021 zur Klageerhebung.

Besonders spannend gilt dabei, wie sich die langjährigen Mitarbeiter Donald Trumps verhalten werden, namentlich Allen Weisselberg und Matthew Calamari. Beide gelten gegenüber Trump als äußerst loyal. Besonders Weisselberg galt zeitweise als Kandidat, der sich gegen Trump wenden und aussagen könnte. Doch laut dem US-Nachrichtenportal Bloomberg News ist das eher unwahrscheinlich. Zwar drohen dem 74 Jahre alten Geschäftsmann auf dem Papier bis zu 15 Jahre Haft. Doch laut juristischen Fachleuten bei Bloomberg dürfte eine realistische Strafe eher zwischen einem und 4 Jahren liegen. Ob das genug ist, um sich gegen die Familie Trump zu stellen, bleibt abzuwarten.

Eric Trump ist frustriert: „Eine Vorladung nach der nächsten“

Dass die Flut an Klagen gegen Donald Trumps Firmenkonglomerat eine gewisse Wirkung erzielt, beweist die Reaktion seines zweitältesten Sohnes. Im Interview mit Maria Bartiromo, ultrakonservative Stimme bei Fox News, zeigte sich Eric Trump „frustriert“ ob all der Klagen. „Jeden Tag, seit mein Vater gewählt wurde, gibt es eine Untersuchung. Wir erhalten eine Vorladung nach der nächsten“, so ein sichtlich erregter Eric, derzeit Vizepräsident der Trump Organization.

Schuld daran sind laut Eric Trump nicht die Taten seines Vaters, auch nicht das Verhalten der Trump Organization oder ihrer hochrangigen Angestellten. Schuld sind die Demokraten. Sie würden „alles zu einer Waffe machen“, die Justiz, das politische System und sogar das Militär.

Glaubt man Adam Kaufmann, dürften sich tatsächlich weitere Aspekte in eine Waffe verwandeln, deren scharfes Ende auf die Trump Organization zielt. Der ehemalige Leiter der Ermittlungsabteilung der Staatsanwaltschaft von Manhattan sagte gegenüber NPR: „Die Tatsache, dass das Verfahren weiter vor der Öffentlichkeit verborgen bleibt, deutet darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft möglicherweise weitere Anklagen oder Angeklagte erwägt.“ (Daniel Dillmann)

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