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Ermittlungen gegen Trumps Konzern

Trump Organization setzt angeklagten Weisselberg vor die Tür

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Allen Weisselberg arbeitet nicht mehr für Donald Trump. Der Finanzchef wurde nach fast 50 Jahren Betriebszugehörigkeit von seinen Posten entlassen.

New York – Die Trump Organization reagiert auf die Anklage der Staatsanwaltschaft New York. Allen Weisselberg, ebenfalls angeklagt, ist nicht länger Finanzvorstand des Konzerns. Das berichten die New York Times und das Wall Street Journal. Der 73 Jahre alte Weisselberg arbeitete seit dem Jahr 1973 für das Unternehmen, welches Fred Trump, Vater von Donald Trump, einst gegründet hatte.

Neben seiner Funktion als Finanzvorstand bei der Trump Organization verliert Weisselberg laut der US-Zeitung auch seine Führungspositionen in mehr als 40 Tochterunternehmen des Konzerns in mehreren Ländern, darunter die USA und Schottland. Die Entscheidung wurde dem Geschäftsmann Ende vergangener Woche mitgeteilt. Weisselberg muss sich aktuell vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil wirft ihm und der Trump Organization Steuerbetrug und Bilanzfälschung vor. Insgesamt soll Trumps Vertrauter mehr als 1,7 Millionen US-Dollar hinterzogen haben.

Ermittlungen gegen Donald Trumps Konzern laufen

Mit der Absetzung von Allen Weisselberg dürften die Trump Organization das Ziel verfolgen, sich von den Vorwürfen gegen ihren Finanzvorstand zu distanzieren. Ob dieser Schritt aber tatsächlich einen Wechsel in der Führung des Konzerns bedeutet, der aus endlosen Firmen, Tochterunternehmen und Agenturen besteht, ist eher zu bezweifeln. Die Entscheidungen im Trump-Universum treffen seit jeher Donald Trump selbst, dazu Allen Weisselberg und die Kinder Donalds aus erster Ehe.

Allen Weisselberg (Mitte), Finanzchef der Trump-Organisation, muss sich wegen seiner Rolle in Donald Trumps Konzern vor Gericht verantworten.

Die hatten sich seit Bekanntwerden der Anklage mehrheitlich und öffentlich hinter Allen Weisselberg gestellt. Donald Trump Jr. nannte ihn einen „verdienten Mitarbeiter“, den seit Vater habe belohnen wollen, als er Weisselbergs Enkelkindern das Schulgeld bezahlte und Familienmitglieder kostenlos in Firmenwohnungen wohnen ließ. Eric Trump mokierte sich, dass sich die Staatsanwaltschaft für Dienstwagen interessiere, die Weisselberg von der Trump Organization erhalten habe, ohne dass sie als geldwerter Vorteil irgendwo aufgetaucht seien. Nur Ivanka Trump, das dritte Kind Donalds, das eine Führungsrolle im Familienkonzern innehatte, hat sich bislang weder zu den Ermittlungen noch zu Allen Weisselberg geäußert.

Wendet sich Allen Weisselberg jetzt gegen Donald Trump?

Die Staatsanwaltschaft in New York hofft laut den Berichten zahlreicher US-Medien nach wie vor darauf, dass Weisselberg sich während des Prozesses gegen seinen Arbeitgeber wendet und als Kronzeuge auftritt. Bislang hat der Geschäftsmann aber keinerlei Anzeichen gemacht, mit den Behörden kooperieren zu wollen.

Donald Trump selbst erklärte die Anklage gegen seinen Konzern als eine Fortführung der politisch motivierten „Hexenjagd“ gegen seine Person. Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist selbst bislang nicht angeklagt. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © John Minchillo/dpa

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