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Donald Trump: Ermittlungen gegen Konzern werden doch fortgesetzt 

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Von: Marvin Ziegele

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Der Trump Tower, in dem die Trump Organization ihren Sitz hat.
Der Trump Tower, in dem die Trump Organization ihren Sitz hat. © SPENCER PLATT/AFP

Die Trump Organization soll Steuern hinterzogen haben. Nachdem der Prozess ausgesetzt wurde, soll er nun fortgesetzt werden. 

New York – Die Trump Organization soll über 15 Jahre lang mehr als 1,7 Milliarden Dollar in den USA hinterzogen haben. Das ist der Vorwurf, mit dem sich auch der ehemalige Präsident Donald Trump in New York konfrontiert sieht. Die Staatsanwaltschaft sammelte drei Jahre lang Beweise gegen die Trump Organisation. Im Februar jedoch kündigte Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg an, dass es keinen Prozess gegen die Trump Organization und ihren CFO Allen Weisselberg geben werde. Nun jedoch soll der Prozess doch stattfinden.

Alvin Bragg hat nun in einer 129 Seiten langen Gerichtsakte dem Richter, der den Fall um das Familienunternehmen von Donald Trump behandelt, mitgeteilt, dass er das Verfahren fortsetzen soll. Er sei auch bereit, Anklage gegen Allen Weisselberg zu erheben. Donald Trump selbst wird in dem Prozess nicht angeklagt.

Donald Trump: Prozess gegen Trump Organization soll fortgesetzt werden

„Dieser Fall ist im Kern ein gewöhnlicher Fall“, zitiert die New York Daily News den stellvertretenden Staatsanwalt Solomon Shinerock. „Er ergibt sich aus der Tatsache, dass Allen Weisselberg gegen das grundlegende Gebot verstoßen hat, dass alle New Yorker ihr Einkommen wahrheitsgemäß melden und versteuern müssen.“ Michael Cohen, ein ehemaliger Trump-Anwalt, hat mit der Staatsanwaltschaft gesprochen und Dokumente zur Verfügung gestellt.

UnternehmenThe Trump Organization
BrancheMischkonzern
SitzNew York City
LeitungDonald Trump (CEO), Eric Trump (VP)
Umsatz278 Mio. $

Weisselbergs Anwälte behaupten, dass alle Informationen, auf die sie sich stützen, von Lügen stammen, die Cohen den Bundesermittlern erzählt hat. Aber Braggs Büro erklärte, keiner der Staatsanwälte habe jemals „den Inhalt von Weisselbergs Aussage“ gegen Cohen gegenüber den Bundesbehörden gesehen oder sei darüber informiert worden.

Donald Trump: Ehemaliger CFO der Trump Organization unter Verdacht

„In der Tat ist die Behauptung, dass (Cohen) diese Untersuchung als Teil eines Rachefeldzuges ausgelöst hat, der aus Weisselbergs immunisierter Aussage resultiert, nicht korrekt“, heißt es in der Einreichung. „Und unabhängig von (Cohens) Gefühlen gegenüber Weisselberg sind die Ermittlungen, die zu dieser Anklage geführt haben, und die Informationen, die zur Erlangung dieser Anklage verwendet wurden, das Ergebnis von Quellen, die von (Cohen) völlig unabhängig sind.“ (marv)

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