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Trump opfert seinen wichtigsten Mann

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Von: Lucas Maier

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Das Unternehmen von ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump steht in New York vor Gericht. Viele warten gespannt auf die Aussage langjährigen Finanzchef. Was wird er aufdecken?

New York – Wegen Steuerbetrugs steht die Unternehmensgruppe Trump in New York seit Montag (1. November) vor Gericht. In einem ersten Schritt sind die Eröffnungsplädoyers vorgetragen worden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Donald Trump und Allen Weisselberg
Allen Weisselberg (l.) und Donald Trump (r.). © Fotos: Stephanie Keith / Getty Images / AFP, José Luis Villegas / AP / dpa

Kopf des Trump-Konzerns war lange Zeit der ehemalige US-Präsident Donald Trump, Teil des Verfahrens soll er nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht sein. Die Anklage gegen den Trump-Konzern erfolgte bereits im vergangenen Jahr (2021). Der langjährigen Finanzchef Allen Weisselberg wird sich im Prozess besonders verantworten müssen.

Trump-Unternehmen vor Gericht: Finanzchef hat sich bereits 2021 für schuldig bekannt

Bereits im Juni 2022 trat Weisselberg von seinem Posten zurück. In der Folge hatte er sich bereits in 15 Anklagepunkten für schuldig bekannt, was ihm eine mögliche Haftstrafe von bis zu 15 Jahren ersparte. Der 75-Jährige versicherte zudem im Prozess gegen das Trump-Unternehmen aussagen zu wollen.

Während viele mit Spannung auf die Aussage des Mannes warten, der immerhin rund fünfzig Jahre der Trump-Familie loyal gedient hat, soll bereits im Eröffnungsplädoyer auf die Schuldfrage eingegangen worden sein, wie Vice berichtet.

Trump-Prozess: Weisselberg soll seine „Insidergeschichte“ vor Gericht aufdecken

Vonseiten der Verteidigung hieß es lautVice: „Geben Sie Trumps langjährigem Top-Geldmann Allen Weisselberg die Schuld – und zahlen Sie ihm weiterhin einen Teil davon, während Sie ihn als unzuverlässigen Verbrecher in die Luft jagen sein einst verschwenderisches Jahresgehalt von 1 Million Dollar.“

„In diesem Fall geht es um Gier und Betrug – Steuerhinterziehung. Die Trump Corporation und die Trump Payroll Corporation bezahlten ihre bereits hoch bezahlten Führungskräfte noch mehr, indem sie ihnen halfen, Steuern zu hintergehen“, sagte Hoffinger laut Vice am Montag vor den Geschworenen. Zudem soll sie Weisselberg versprochen haben, seine „Insidergeschichte“ über das wahre Vorgehen in dem Unternehmen von Trump aufzudecken. Wenn für Weisselberg alles wie geplant läuft, wird er nach Vice-Angaben lediglich 100 Tage im Gefängnis verbringen müssen.

Doch nicht nur die Firma des Ex-Präsidenten ist in einen Fall von Steuervergehen verwickelt, auch der Sohn vom amtierenden Präsidenten Joe Biden droht eine Anklage. (lm)

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