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„Vermisst ihr mich schon?“: Donald Trump ist nicht mehr US-Präsident, der Bewunderung seiner Fans tut das aber keinen Abrruch.
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„Vermisst ihr mich schon?“: Donald Trump ist nicht mehr US-Präsident, der Bewunderung seiner Fans tut das aber keinen Abrruch.

TV-Interview

Donald Trump sagt Ende der USA in drei Jahren voraus

  • VonMirko Schmid
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Im Interview mit dem extrem rechten TV-Sender Newsmax lässt Donald Trump seinen Verschwörungsmythen freien Lauf. Im Zentrum seiner Kritik steht Joe Biden.

„Die Menschen in unserem Land lieben uns. Sie lieben unser Land. Und sie wollen, dass unser Land erfolgreich ist. Und unser Land ist wirklich den Berg runtergegangen in den letzten acht Monaten, wie es niemals jemand zuvor gesehen hat. Wenn ihr euch diese Wahlen anschaut, die vor uns liegen im Jahr 2022 und 2024 – wir haben kein Land mehr übrig. Die Wahlen waren manipuliert. Und wir werden kein Land mehr übrig haben in drei Jahren.“

Donald Trump ist im Wahlkampf. Im Interview mit dem TV-Sender Newsmax ließ der 45. Präsident der Vereinigten Staaten nun Luft ab und beschwerte sich mit drastischen Worten über den Zustand der USA nach rund acht Monaten Amtszeit seines Rivalen Joe Biden.

Im „Interview“ (das im Grunde daraus bestand, dass Donald Trump einen wütenden Monolog hielt und sein ehemaliger Pressesprecher Sean Spicer andächtig nickte) im extrem rechten und Verschwörungsmythen nahe stehenden Fernsehsender warf Trump Biden außerdem zunächst vor „schlimmer als Obama“ zu sein, bevor er im selben Atemzug ergänzte: „Natürlich leitet Obama wahrscheinlich diese Regierung, wie viele meinen.“

Nicht nur bei Newsmax: Donald Trump drängt zurück auf die öffentliche Bühne

Selbst Sean Spicer schien von Trumps kreativen Vorwürfen überrumpelt und beendete die Live-Schalte im Anschluss mit den Worten: „Sie sind sehr großzügig mit Ihrer Zeit umgegangen, vielen Dank dafür.“ Dabei passt die neuste Tirade des Republikaners perfekt in seine Agitation der letzten Wochen. Seit er mit Wucht zurück auf die mediale Bühne drängt, flutet er TV-Studios und Redaktionen mit Interviews und Pressemitteilungen, in denen er ein einziges Ziel verfolgt: Joe Biden und dessen Regierung verächtlich zu machen.

Doch während sich Kommentator:innen etablierter Medienanstalten inzwischen kopfschüttelnd bis herablassend über Donald Trump und dessen ungebremsten Furor geben, geben ihm rechte und konservative Netzwerke wie Fox News, OAN und eben Newsmax weiter eine Bühne. Dabei schreckt Newsmax auch nicht davor zurück, dass sich der Kabelsender einer Verleumdungsklage gegenübersieht, an deren Ende eine Strafzahlung von bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar stehen könnte. Exakt diese Summe nämlich fordert der Wahlmaschinenhersteller Dominion, nachdem Newsmax Trumps Wahlbetrugsvorwürfe über Wochen reproduziert hatte.

NameSean Spicer
TV SenderNewsmax
Alter49 Jahre (23. September 1971)
GeburtsortManhasset, New York, USA

Newsmax fährt seither die Linie, sich lediglich auf „Anschuldigungen bekannter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“ berufen zu haben – namentlich also vor allem auf Donald Trump. In dieser Hinsicht konsequent, überlässt Newsmax Trump auch weiterhin Sendezeit, um über seine politischen Gegner herzuziehen. Sean Spicer, der Trump während seiner Amtszeit als Regierungssprecher unter anderem bewundernd als „Rockstar“, „Duracell-Hase“ und „Einhorn“ bezeichnet hatte, gilt darüber hinaus als einer der dankbarsten Abnnehmer für Trumps Wuteskapaden.

Newsmax-Gastgeber Sean Spicer spielt den Stichwortgeber für Donald Trump

Und so gab sich Spicer auch als Stichwortgeber, als er Donald Trump auf die Personalpolitik des amtierenden US-Präsidenten Joe Biden ansprach. Biden nämlich hatte kürzlich die Entlassung mehrerer Dozenten staatlich geführter Akademien in die Wege geleitet, die kurz vor Ende der Amtszeit seines Vorgängers installiert worden waren. Spicer fragte Trump also: „Mister Biden hat versucht, elf der von Ihnen Ernannten in Dienstakademien zu entlassen, auch ich sollte als Dozent der US Naval Academy gefeuert werden. Sollten Sie erneut für das Präsidentenamt kandidieren und gewinnen, würden Sie dann abseits aller rechtlichen Grundlagen all jene feuern, die von Biden ernannt wurden?“

Donald Trump blieb allerdings trotz dieser Vorlage Spicers seiner Linie treu, sich noch nicht offen zu einer erneuten Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu bekennen. Stattdessen behauptete er: „Wir haben großartige Leute in den Gremien, die gerade rausgeworfen werden – das ist noch nie passiert.“ Über die Biden-Regierung sagte Trump. „Das sind bösartige Leute, darin sind sie gut. Sie setzen überall Staatsanwälte ein, örtliche Staatsanwälte, Bundesanwälte. Was sie tun, ist schrecklich. Das sind alles großartige Leute, einschließlich dir, Sean. Das ist unserem Land gegenüber sehr respektlos.“ (Mirko Schmid)

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