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Donald Trump mit „furchterregenden Wutausbrüchen“ – Was dagegen hilft

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Von: Lukas Zigo

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Innerhalb seiner Amtszeit als US-Präsident kam es bei Trump zu regelmäßigen Wutausbrüchen. So oft, dass Mitarbeiter:innen auf besondere Mittel zurückgreifen mussten.

Washington D.C. – Die frühere Sprecherin des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Stephanie Grisham, hat in ihrem Enthüllungsbuch Interna aus dem Weißen Haus preisgegeben. Laut Vorabberichten in US-Medien schildert sie darin, dass es ungewöhnliche Jobs für die Lösung ungewöhnlicher Probleme gegeben haben soll.

Beispielsweise soll es einen „Music Man“ gegeben haben. Sein Job soll es gewesen sein, im Falle eines Wutausbruchs des Präsidenten beruhigende Musik zu spielen. Dieser, von seinen Kollegen „Music Man“ genannte Mitarbeiter, habe unter anderem auf ein Lied namens „Memory“ aus dem Erfolgsmusical „Cats“ gesetzt.

Donald Trump: Ex-Sprecherin berichtet von „furchterregenden Wutausbrüchen“

Die ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses berichtet in ihrem Buch „I´ll take your quesitons now“ (zu Deutsch „Ich nehme ihre Fragen jetzt entgegen“) ausführlich von Wutausbrüchen des Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten. Diese immer wiederkehrenden Wutausbrüche seien „furchterregend“ gewesen. Mehr als einmal habe es der damalige Rechtsberater des Weißen Hauses, Pat Cipollone, mit ihnen zu tun bekommen. Trump habe ihn angeschrien, weil Cipollone ein Vorhaben Trumps wiederholt als „unethisch oder illegal“ zurückgeweisen habe.

Donald Trump
Donald Trump, kurz bevor der die Air Force One betritt. (Archivfoto) © Brendan Smialowski/AFP

Einmal habe Trump Grisham von der Präsidentenmaschine der USA aus, der Air Force One, zu sich beordert. Der Anlass könnte für einen US-Präsidenten skurriler kaum sein. Der Grund waren Äußerungen der Porno-Darstellerin Stormy Daniels, denen sie entgegentreten sollte. Daniels hatte behauptet, Trumps Penis habe die Form eines „Pilzes“. Laut New York Times antwortete Grisham darauf mit „Äh, okay, Sir“.

Zeichen von „Schwäche“ – Donald Trump lehnte Anästhesie ab

Überhaupt sei Trumps Ego des Öfteren ein Problem gewesen. Grisham schreibt, Trump habe sich bei einem mysteriösen Krankenhausbesuch im Jahr 2019 lediglich einer „sehr gewöhnlichen Prozedur“ unterzogen und deutet an, es habe sich dabei um eine Darmspiegelung gehandelt.

Donald Trump
Ein Ballon in Gestalt von Donald Trump. © Gene Blevins/Imago Images

Eine Anästhesie habe der damalige US-Präsident aber verweigert. Der Grund sei gewesen, dass er dann die Amtsbefugnisse vorübergehend an seinen Stellvertreter Mike Pence hätte übergeben müssen. Das wäre Trumps Auffassung nach ein Zeichen der „Schwäche“ gewesen - und daher keine Option.

Donald Trump empört: Buch ist „voller Unwahrheiten“

Donald Trump weist die Schilderungen aus dem ab nächster Woche erhältlichen Buch zurück. Das Buch sei „voller Unwahrheiten“, und Grisham sei eine „verärgerte frühere Mitarbeiterin“. Weniger als ein Jahr lang war Grisham Trumps Sprecherin im Weißen Haus. Für Irritation sorgte sie damit, dass sie keine einzige Pressekonferenz leitete. Nach ihrer Zeit bei Trump wurde sie die Stabschefin und Pressesprecherin von First Lady Melania Trump.

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Auf die Frage, warum sie nie eine Presseunterrichtung im Weißen Haus abhielt, liefert sie in ihrem Buch folgende Erklärung: „Ich wusste, dass der Präsident früher oder später von mir verlangen würde, dass ich in der Öffentlichkeit etwas sage, das nicht wahr ist oder das mich wie eine Verrückte klingen lassen würde.“ (Lukas Zigo)

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