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Donald Trump gegen Mike Pence: Greift der frühere Vize nach dem Thron?

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Von: Nail Akkoyun

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In den USA bahnt sich ein Showdown zwischen Donald Trump und Mike Pence an. Offiziell hat aber noch keiner der beiden Ambitionen für die US-Wahl angekündigt.

Washington – Obwohl im Herbst die Midterms 2022 in den USA anstehen, dominiert innerhalb der Republikanischen Partei nur ein Thema: die Präsidentschaftswahl in zwei Jahren, und die damit einhergehende Kandidatur von Donald Trump – falls er denn antreten sollte. Denn bislang badet sich der einstige US-Präsident lediglich im Verlangen seiner Fans.

Am 22. Juli wird Trump zunächst in Arizona auf seinen früheren Vize, Mike Pence, treffen. Die beiden Republikaner wollen für zwei rivalisierende Kandidatinnen für die Midterms werben, kommende Woche wird das Ganze dann in Washington wiederholt. In Arizona stärkt Pence der Republikanerin Karrin Taylor Robson den Rücken, Trump hingegen macht sich für Kari Lake stark – eine ehemalige Nachrichtensprecherin, die liebend gern Trumps skurrile Behauptungen weitergibt und sich zu Nutzen macht.

Die Treffen ereignen sich in einer interessanten Phase, da Pence sich inzwischen von Trump abgewendet hat und diesen sogar öffentlich kritisierte. Ein Schritt, der viele in der Partei erzürnte. Fachleuten zufolge könnte der ehemalige Vize aber noch einen Schritt weitergehen und für die US-Wahl 2024 kandidieren.

In Regierungszeiten häufig zusammen unterwegs: Mike Pence und Donald Trump. (Archivfoto)
In Regierungszeiten häufig zusammen unterwegs: Mike Pence und Donald Trump. (Archivfoto) © Evan Vucci/dpa/AP

USA: Mike Pence tastet sich an Präsidentschaftskandidatur heran

„Das ist wohl eine Fortsetzung der größeren Botschaft, die Pence hier zu verkörpern versucht, nämlich dass die Republikanische Partei in die Zukunft blicken sollte“, sagte der Parteistratege Scott Jennings der britischen Zeitung The Independent. „Dies wird die existenzielle Frage für die Republikaner sein: Werden wir auf eine etwas andere Sichtweise als die von Donald Trump hören?“

Am 25. Juli plant Pence seinem Beraterteam zufolge, seine politische Agenda in einer Rede vor der konservativen Heritage Foundation zu erläutern. Zu erwarten ist ein Kontrast zu Donald Trump, der noch immer über den angeblichen Betrug bei der US-Wahl 2020 lamentiert. Pence hingegen will in die Zukunft schauen und der Partei ein anderes Gesicht geben.

DeSantis hat bessere Chancen als Pence – doch Donald Trump überflügelt alle

Pences Schachzug kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Trump noch überlegt, eine dritte Kampagne für das Weiße Haus zu starten. Die Umfragen sprechen jedenfalls für Trump, der dort derzeit seine Konkurrenz überflügelt, ob Joe Biden oder Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Diesem werden allerdings bessere Chancen gegen Trump eingeräumt als Mike Pence. Unter Konservativen ist DeSantis durchaus beliebt und könnte sogar die Nachfolge von Donald Trump antreten – allerdings erst in einigen Jahren. Ihn dürfte Trump auch eher als ernsteren Rivalen sehen als Pence. (nak)

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