1. Startseite
  2. Politik

„Hängt Pence“: Trump soll Gesängen zugestimmt haben

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helena Gries

Kommentare

Beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 gab es Morddrohungen gegen den damaligen Vizepräsidenten Mike Pence. Donald Trump soll diesen zugestimmt haben.

Washington D.C. – Der Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 forderte mehrere Menschenleben. Der frühere US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Vorfall jedoch als „friedliche“ Versammlung.

Der Ausschuss des Repräsentantenhauses, der den Angriff auf das Kapitol untersucht, hat jetzt allerdings Berichte über die Äußerungen des ehemaligen Präsidenten der USA gehört, als er die Ausschreitungen im Fernsehen verfolgte und Hunderte von Randalierern im Kapitol anfingen, „Hang Mike Pence!“ zu singen.

USA: Morddrohungen gegen Mike Pence beim Sturm auf das Kapitol

Wie die New York Times berichtet, soll der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, seinen Kollegen am 6. Januar 2021 mitgeteilt haben, dass Präsident Donald Trump sich darüber beschwerte, dass der Vizepräsident Mike Pence in Sicherheit gebracht worden war. Laut Meadows soll Trump etwas in der Art gesagt haben, dass Pence vielleicht gehängt werden sollte. Dies geht aus einem Bericht hervor, der dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zur Verfügung gestellt wurde.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump soll den Morddrohungen gegen Mike Pence beim Sturm auf das Kapitol zugestimmt haben. (Archivbild)
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump soll den Morddrohungen gegen Mike Pence beim Sturm auf das Kapitol zugestimmt haben. (Archivbild) © Evan Vucci/dpa

Als Trumps Anhänger am 6. Januar 2021 das Kapitol stürmten und „Hang Mike Pence!“-Gesänge anstimmten, soll Präsident Trump vor dem Fernseher gesessen haben und anerkennend über die Gesänge seiner Anhänger gesprochen haben. Anschließend soll Trump mit Meadows und anderen Helfern darüber diskutiert haben. Laut New York Times geht dies aus den Zeugenaussagen hervor, die dem Untersuchungsausschuss vorliegen. Pence, der am 6. Januar 2021 früher im Kapitol angekommen war, soll aufgrund der Aufstände in einer Tiefgarage in Sicherheit gebracht worden sein.

USA: Extremer Bruch zwischen Trump und seinem Vizepräsidenten

In welchem Ton die Aussage von Donald Trump getätigt wurde, ist unklar. Berichten der New York Times zufolge wird aufgrund dieser Bemerkung jedoch deutlich, wie extrem der Bruch zwischen Trump und seinem Vizepräsidenten geworden war. Zudem wird dadurch deutlich, dass Trump sich mit der Meinung der Randalierer gegenüber Pence zu identifizieren schien, heißt es im Bericht der New York Times.

NameMike Pence
Geboren7. Juni 1959
ParteiRepublikaner
ÄmterVizepräsident 2017 bis 2021, Gouverneur von Indiana 2013 bis 2017, Repräsentant 2001 bis 2013

Taylor Budowich, ein Sprecher von Trump, soll die Arbeit des Ausschusses kritisiert haben. Vage und anonyme Aussagen würden demnach beweisen, dass es sich nur um eine Erweiterung der Hetzkampagne der Demokraten handelt. „Die Amerikaner haben die demokratischen Lügen und Scharaden satt, aber leider ist es das Einzige, was sie zu bieten haben.“ (hg)

Die Untersuchungen zum Kapitolsturm vom 6. Januar 2021 stehen vor dem Abschluss. Jetzt soll es Donald Trump in sechs Anhörungen an den Kragen gehen.

Auch interessant

Kommentare