Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Donald Trump steht an einem Rednerpult im Weißes Haus. Mike Pence steht rechts von ihm.
+
Donald Trump und Mike Pence: Am Ende ihrer Regierungszeit bröckelte die Freundschaft. Das zeigen jüngste Enthüllungen. (Archivfoto)

US-Wahl 2020

Donald Trump und Mike Pence im Streit: „Ich will nicht mehr dein Freund sein“

  • VonMax Schäfer
    schließen

Donald Trump versuchte alles, um Präsident der USA zu bleiben. Mike Pence sollte das Wahlergebnis kippen. Ein Buch enthüllt nun weitere Details.

Washington D.C. – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump konnte seine Niederlage bei der US-Wahl 2020 nicht akzeptieren. Er versuchte alles, um noch im Amt zu bleiben. Er sprach von Wahlbetrug und klagte in mehreren Bundesstaaten gegen das Wahlergebnis. Trump selbst rief sogar den Wahlleiter in Georgia an und verlangte einer Änderung des Ergebnisses. Außerdem setzte er seinen damaligen Vize-Präsidenten Mike Pence unter Druck, das Ergebnis bei der formellen Bestätigung am 6. Januar 2021 zu kippen.

Donald Trump und Mike Pence: Buch enthüllt Details über bedeutendes Treffen am 5. Januar

Mike Pence brach mit Donald Trump und akzeptierte das Wahlergebnis. Die US-amerikanische Bevölkerung solle wissen, dass die republikanische Partei der Verfassung immer treu sein werde, selbst wenn es politisch zweckmäßig wäre, es nicht zu tun, erklärte Pence. Mike Pence fiel die Entscheidung jedoch schwer, sich gegen Donald Trump zu stellen. Das zeigt jetzt das Buch „Peril“ von Bob Woodward und Robert Costa. Die Journalisten werteten Kalender, Tagebücher, E-Mails, Sitzungsnotizen, Abschriften und weitere Dokumente aus dem inneren Kreis der Trump-Regierung aus.

Steve Bannon, ehemaliger Berater von Donald Trump, drängte den damaligen Präsidenten demnach unter Druck, Mike Pence einzubeziehen, damit dieser die Wahlergebnisse kippt. „Wir werden Biden am 6. Januar beerdigen“, soll Bannon gesagt haben. Im Buch „Peril“ wird das darauffolgende Treffen von Trump und Pence am 5. Januar 2021 beschrieben. Beim Treffen hörten diese offenbar Trumps demonstrierende Fans auf der nahe des Weißen Hauses gelegenen Pennsylvania Avenue.

Donald Trump bricht mit Mike Pence: „Ich will nicht mehr dein Freund sein“

„Wenn diese Menschen sagen, dass du die Macht dazu hast, würdest du es machen“, fragte Donald Trump seinen Vize-Präsidenten. Er würde nicht wollen, dass irgendeine Person diese Macht hat, entgegnete Mike Pence laut „Peril“. „Aber wäre es nicht cool, diese Macht zu haben“, erwiderte Trump. Pence lehnte ab. Er habe alles getan, was in seiner Macht stünde, aber er konnte keinen Weg finden. „Es ist einfach nicht möglich“, so der Vize-Präsident der USA.

Mike Pence blieb also standhaft und konnte das Wahlergebnis nicht ändern. Trump war dennoch fest davon überzeugt, dass der Vize-Präsident dazu in der Lage sei. Es kam zum Bruch. „Du verstehst das nicht, Mike. Du kannst das. Ich will nicht mehr dein Freund sein, wenn du das nicht mehr machst“, schrie Trump seinen Vize-Präsidenten an.

Donald Trump im Streit mit Mike Pence: „Du wirst noch schwach werden“

Am Morgen des 6. Januar, dem Tag des Sturms auf das Kapitol, rief Trump erneut seinen Vize-Präsidenten Mike Pence zu sich. Laut den ausgewerteten Aufzeichnungen von Bob Woodward und Robert Costa war Trumps Wut für alle Anwesenden sichtbar. Er habe sich 2017 den falschen Mann ausgesucht, wenn Pence das Wahlergebnis nicht kippen werde, soll Trump gesagt haben. „Du wirst noch schwach werden.“

Mike Pence tat es nicht und stellte sich gegen seinen langjährigen Vertrauten. Zuvor holte er jedoch den Rat von Dan Quayle, dem Vizepräsidenten von George H.W. Bush, ein. Es gebe keinen anderen Weg, sagte dieser laut „Peril“ und gab eine klare Anweisung: „Du hörst auf die Parlamentarier. Das ist alles, was du tust. Du hast keine Macht.“ Mike Pence blieb also auf der Seite der US-Verfassung und erkannte Joe Biden als Wahlsieger an. (Max Schäfer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare