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Kapitol-Sturm

Donald Trumps seltsames Treffen mit Mike Pence – Ivanka muss plötzlich schlichten

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Nach dem Aufruhr im Kapitol kommt es zu einem unangenehmen Treffen zwischen Donald Trump und Mike Pence. Ivanka Trump und Jared Kushner müssen vermitteln.

Washington D.C. – Seit dem Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 gilt das Verhältnis zwischen Donald Trump und Mike Pence als gestört. Nur wenige Tage nach den Ausschreitungen in Washington soll es zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und seinem Vize ein unangenehmes Treffen gegeben haben.

Einem Bericht der US-Tageszeitung „Washington Post“ nach sollen sich Donald Trump und Mike Pence nach dem Angriff bei einem Meeting getroffen haben, welches merkwürdig ablief. Am 11. Januar 2021, fünf Tage nach der Attacke auf das Kongressgebäude, empfing der damalige Machthaber seinen Vize im Oval Office. Laut offizieller Mitteilung des Weißen Hauses habe es „ein gutes Gespräch“ gegeben.

Donald Trump – Merkwürdiges Treffen mit Ex-Vize Mike Pence

Mehrere Personen, die mit dem Treffen vertraut sind, sagten der Zeitung jedoch, dass die Begegnung in Wirklichkeit unangenehm und gekünstelt gewirkt habe. Donald Trumps Tochter Ivanka Trump und Schwiegersohn Jared Kushner, zu dem Zeitpunkt hochrangige Berater im Weißen Haus, sollen als Vermittler zwischen dem US-Präsidenten und seinem Vize fungiert haben. Ivanka forderte ihren Vater demnach auf, sich Pence anzunähern und sich mit ihm zu vertragen.

Treffen zwischen Donald Trump und Mike Pence laut Jared Kushner „schwierige Situation“

Jared Kushner beschrieb das Treffen laut einer anonymen Quelle später als schwierige Situation. Scherzhaft soll er es sogar mit seinen Bemühungen verglichen haben, Frieden in den Nahen Osten zu bringen.

Trotz des Treffens blieb Mike Pence Donald Trump loyal. In den Tagen nach dem Angriff – als einige Demokrat:innen Pence öffentlich dazu aufriefen, den 25. Verfassungszusatz zu berufen, um den Präsidenten aus dem Amt zu entfernen – soll Pence zu keinem Zeitpunkt den Vorschlag in Erwägung gezogen haben, Donald Trump des Amtes zu entheben. Aber: Der Riss, der sich zwischen Donald Trump und seinem Vize aufgetan hat, werde wahrscheinlich nie ganz heilen, heißt es aus dem Umfeld von Mike Pence.

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Ein Vertrauter beschrieb Mike Pence der „Washington Post“ gegenüber als frustriert über das Verhalten von Donald Trump. Seine Aktionen vor und während der Ausschreitungen in der Bundeshauptstadt hätten die Beziehung der beiden unwiderruflich und für immer verändert. Der Vertraute fügte jedoch hinzu, dass Pence nicht die Feindseligkeit oder Wut teile, die einige seiner ehemaligen Mitarbeitenden für den Präsidenten übrig hätten.

Pence vertrete vielmehr die Ansicht, dass Donald Trump schlechte Ratschläge von einigen seiner leitenden Mitarbeitenden bekommen habe. Darunter die unbegründeten Behauptungen über Manipulationen bei der Präsidentschaftswahl im November 2020.

Aus der von Donald Trump aufgestachelten Menge erklang der Sprechchor „hängt Mike Pence“

Am Mittwoch (13.02.2021) hatten die Ankläger:innen im Impeachment-Prozess gegen Donald Trump erschütternde Aufnahmen von der Gewalt am 6. Januar gezeigt, darunter bislang unveröffentlichte Aufzeichnungen von Überwachungskameras des Kongresses. Diese zeigten auch, wie Mike Pence und Senatoren wie der Demokrat Chuck Schumer und der Republikaner Mitt Romney nur knapp dem gewalttätigen Mob entkamen.

Eine Abgeordnete aus dem Anklage-Team sagte, die Trump-Anhänger:innen hätten Jagd auf einzelne Politiker:innen gemacht, unter anderem auf Pence und die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. An den Türen des Kapitols skandierte der aggressive Mob: „Hängt Mike Pence!“. (Tim Vincent Dicke)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon

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