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Trump über Mob am 6. Januar: „Mein größtes Publikum jemals“

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump tanzt in Nevada zur Freude seiner Fans.
Donald Trump tanzt in Nevada zur Freude seiner Fans. © Justin Sullivan/afp

Auf einer Veranstaltung in Nevada prahlt Donald Trump mit der Größe des Mobs, den er am 6. Januar in Washington DC versammelt hatte.

Minden (Nevada) - Wenn Donald Trump an den 06. Januar zurückdenkt, dann erinnert er sich vor allem an die Größe des Publikums, das sich zu seiner Rede in Washington DC versammelt hatte. So geschehen zuletzt am Samstag (8. Oktober) auf einer seiner mittlerweile traditionellen Wahlkampfveranstaltungen, diesmal in einem kleinen Dorf namens Minden im US-Bundesstaat Nevada.

Dort versammelte Donald Trump seine Anhängerschaft zu einer seine mittlerweile traditionellen Veranstaltungen, um die in der MAGA-Welt beliebten Hits zu spielen. Die Medien in den USA seien „korrupt“ und würden nie zeigen, wie viele Leute zu seinen Partys kommen würden. Kurz darauf erinnerte Trump an den 06. Januar. Also an den Tag, an dem ein Mob das Kapitol in der Hauptstadt Washington DC stürmte, die Polizei attackierte und sich schließlich Zugang zu den Parlamentsgebäuden der USA verschaffte. Fünf Menschen starben infolge der Ereignisse, hunderte weitere wurden verletzt. Der entstandene Schaden beläuft sich laut Angaben des US-Justizministeriums auf rund 2,7 Millionen US-Dollar.

Donald Trump in Nevada: „Das größte Publikum jemals“

Donald Trump aber lenkte die Aufmerksamkeit auf einen anderen Aspekt des Aufstands am 06. Januar. „Wisst Ihr, was das größte Publikum war, das ich je gesehen habe? Das am 06. Januar. Aber das hört man niemals [in den Medien]. Es war das größte“, so der ehemalige Präsident über die Menschen, die in Washington DC mit selbstgebauten Galgen in der Hand damit drohten, Trumps eigenen Vizepräsidenten Mike Pence zu erhängen. Laut Trump hatten die Leute aber ein ganz anderes Ziel: „Sie kamen größtenteils, um gegen die korrupte, manipulierte und gestohlene Wahl zu demonstrieren.“

Am Freitag (07. Oktober) zuvor hatten sich wie schon am 06. Januar erneut Anhängerinnen und Anhänger Donald Trumps in Washington DC versammelt. Auch sie hatten gegen den angeblichen Wahlbetrug bei Joe Bidens Sieg gegen Trump demonstriert - im Vergleich zum 6. Januar aber eher unspektakulär. Gerade mal 27 Menschen sollen sich an der Demonstration beteiligt haben.

Donald Trump vor den Midterms auf Stimmenfang für die Republikaner

Dass Donald Trump trotz seiner kolportierten Fähigkeit, die Massen zu mobilisieren, ausgerechnet nach Minden gekommen war, eine Stadt mit rund 3.000 Einwohner:innen, hat einen Grund: Anfang November entscheiden die Wahlberechtigten in den USA in den Midterms über die politischen Kräfteverhältnisse in den nächsten zwei Jahren.

Nevada spielt dabei für die Republikaner laut einem Bericht von CNN eine besondere Rolle. Die Partei hofft sowohl im Senat mit ihrem Kandidaten Adam Laxalt auf einen Sieg wie auch im Rennen um das Amt des Gouverneurs, für das Joe Lombardo kandidiert. Ob Trump aber der richtige für den Stimmenfang im „Silver State“ ist, bleibt fraglich: Sowohl 2016 als auch 2020 hatte er den Staat gegen die Demokraten Hillary Clinton und Joe Biden verloren. (Daniel Dillmann)

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