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Donald Trump sauer auf FBI: Frau Melania nach Razzia „sehr verletzt“

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Von: Tim Vincent Dicke

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Donald Trump und Ehefrau Melania
Donald Trump und Ehefrau Melania: Von der FBI-Razzia auf ihrem Anwesen haben sich beide wohl noch nicht erholt. (Archivbild) © Brendan Smialowski/AFP

Donald Trump beschwert sich über die FBI-Razzia auf seinem Anwesen. Besonders Ehefrau Melania habe der Einsatz sehr mitgenommen.

Mar-a-Lago – Die FBI-Razzia auf Donald Trumps Anwesen in Florida hat offenbar Spuren bei Familie Trump hinterlassen. Der frühere Präsident hat sich bei einem einschlägig bekannten rechten TV-Sender über den Einsatz beschwert – und fühlt sich zu Unrecht von der Sicherheitsbehörde verfolgt.

Der Republikaner gab dem US-Sender Newsmax am Dienstag (20.09.2022) ein Interview. Danach gefragt, wie es Melania Trump nach der Razzia gehe, sagte der Politiker und Unternehmer: „Sie fühlte sich sehr verletzt. Das ist eine schreckliche Sache. Sie gehen in ihren Kleiderschrank, durchwühlen ihre Kleider und wer weiß, was noch alles.“

Donald Trump: FBI-Razzia „ist eine Schande“

Das FBI sei sehr grob vorgegangen, beschwerte sich Trump. Die Ermittler:innen hätten das Anwesen in Mar-a-Lago nicht so hinterlassen, wie es davor gewesen sei. „Ich bin nicht in mein Zimmer gegangen und habe gesagt: Oh, das ist so schön. So, wie sie es hergerichtet haben. Ich denke, es ist eine Schande, dass so etwas passieren konnte“, so der 76-Jährige.

Donald Trump bekam die Frage nach dem Befinden seiner Frau nicht von irgendwem gestellt, sondern von Richard Grenell. Er fungierte früher als Botschafter in Deutschland, fiel dort mit umstrittenen Aussagen auf. Beliebt ist Newsmax bei rechtskonservativen Republikaner:innen, denen selbst Fox News zu seicht ist. Viele Trump-Fans wandten sich nach der Präsidentschaftswahl 2020 dem Sender zu, da dort die unbelegten Wahlbetrugsvorwürfe des Republikaners geteilt wurden. Im Nachhinein musste sich der Kanal für die Verbreitung der Fake-News und Verschwörungserzählungen entschuldigen.

Donald Trump will nichts falsch gemacht haben

Trump wird vorgeworfen, sensible Regierungsdokumente nach dem Ende seiner Amtszeit mitgenommen zu haben – das ist in den USA strengstens verboten. Sämtliche Korrespondenz des Präsidenten muss archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden.

Wie das FBI mitteilte, wurden in 14 Kisten, die sich auf dem Anwesen befanden, Dokumente mit streng geheimen Informationen gefunden. Insgesamt seien etwa 11.000 Papiere sichergestellt worden, 100 davon „top secret“, hieß es von der Behörde. Unter den Papieren habe man sogar Atomwaffen-Informationen entdeckt, so ein US-Medienbericht.

Doch der ehemalige Bewohner des Weißen Hauses sieht kein Vergehen seinerseits. „Wir haben nichts Falsches gemacht. Ich habe nichts Falsches gemacht“, verteidigte sich Donald Trump bei Newsmax. Die Razzia sei keine normale Ermittlung gewesen, sondern vielmehr politisch motiviert. „Sie versuchen, eine so große Sache daraus zu machen, weil sie alles politisieren wollen“, sagte Trump bei. „Alles muss Politik sein.“ (tvd)

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