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Donald Trump und Ehefrau Melania: Fröhliche Gesichter zum Weihnachtsfest. (Archivbild)
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Donald Trump und Ehefrau Melania: Fröhliche Gesichter zum Weihnachtsfest. (Archivbild)

Früherer Präsident im Interview

Donald Trump lobt Melanias Dekoration und rettet eigenhändig Weihnachten

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Nach seiner Abwahl bemüht sich Donald Trump weiter um mediale Aufmerksamkeit. Dafür scheint ihm fast jede Behauptung recht zu sein.

USA - Es war für Donald Trump ein Ausflug in bekannte Gefilde. Der ehemalige US-Präsident traf zum Interview mit dem ultrarechten Fernsehsender Newsmax TV dessen Moderator Mike Huckabee. Die beiden älteren weißen Herren saßen gemeinsam auf noch älter anmutenden Stühlen an einem edlen Tischchen in einem Salon-artigen Raum. Dort sprachen sie über die guten alten und die schlechten neuen Zeiten.

Untermalt von Piano-Musik durfte Donald Trump dort über seine Errungenschaften in vier Jahren Präsidentschaft sprechen. Laut dem heute 75 Jahre alten ehemaligen Staatsoberhaupt der USA waren das so einige. Vor allem aber eins: Donald Trump hat Weihnachten gerettet.

Donald Trump rettet Weihnachten, weil er es den „Leuten versprochen“ hat

Früher, in der Zeit vor Joe Biden und Barack Obama und all diesem „Woke“-Getue, habe man in den Vereinigten Staaten noch „Frohe Weihnachten“ gesagt. Doch auf einmal habe das aufgehört. „Die Leute sagen nur noch ‚Happy Holidays‘“, beschwerte sich der Newsmax-Moderator, und Donald Trump reagierte: „Das war Teil meiner Kampagne. Damals war es für Geschäfte peinlich, Frohe Weihnachten zu sagen. Sie wollten dein Geld, aber sie wollten dir nicht frohe Weihnachten wünschen. Sie haben Rot und Weiß und Schnee benutzt, aber sie wollten es nicht sagen.“

Doch dann kam Donald Trump. Er machte es laut seinen Worten bereits im Jahr 2015, als er anfing, sich um die Präsidentschaft zu bewerben, zu seinem Hauptanliegen, dass die Leute wieder Frohe Weihnachten sagen. „Ich habe es den Leuten versprochen“, so Trump bei Newsmax TV. „Und jetzt sagen es die Leute wieder.“ Das gelte übrigens nicht nur für den Weihnachtsgruß. Die Menschen in den USA hätten auch die Namen vergangener Präsidenten wie George Washington (der erste), Thomas Jefferson (der dritte) und Abraham Lincoln (der 16.) nicht mehr in den Mund genommen, bis eben Donald Trump (der 45.) kam. Bis dahin wären deren Namen „ausgelöscht“ worden. „Aber ich sage Ihnen: Wir brachten es schnell wieder zurück.“

Donald Trump bringt „Frohe Weihnachten“ zurück

Dass es so schnell ging, mag vielleicht daran gelegen haben, dass man in den USA zu keinem Zeitpunkt aufgehört hat, „Frohe Weihnachten“ zu sagen. Häufig wurde in den vergangenen Jahren der Spruch aber tatsächlich erweitert um den Zusatz „Happy Holidays“ (frohe Ferien). Ein Beispiel ist der Song der einst beliebten Boyband N‘Sync, damals noch mit Justin Timberlake, namens: „Merry Christmas and Happy Holidays“.

Tatsächlich ist in den USA aber in den vergangenen Jahren eine Art Kulturkampf über Begrifflichkeiten entstanden. Während man ursprünglich Leuten (zumeist Christen), die Weihnachten feiern, „fröhliche Weihnachten“ wünschte, benutzte man in Gesprächen mit anderen Gruppen (Juden, Moslems oder Hindus) den Spruch „Happy Holidays“. Mittlerweile orientiert sich die Verwendung aber nicht mehr am Adressaten, sondern am Sender. „Die primäre Funktion von beiden Grüßen ist es nun, den Sprechenden zu charakterisieren. Sie dienen als Erkennungsmarke für eine bestimmte Gruppierung“, so Melissa Mohr, Sprachwissenschaftlerin und Buchautorin in einem Gastbeitrag für die Internetseite des Senders NBC.

Donald Trump lobt Melania Trump, doch seine Erinnerung spielt ihm einen Streich

Nach all dem Gerede über die eigenen Leistungen wurde es bei Newsmax dann nochmal besinnlich. Wie er, Donald Trump, denn mit seiner Familie Weihnachten feiern würde, fragte Moderator Huckabee. Ganz unterschiedlich, so die Antwort. In New York sei es sehr schön gewesen, auch in Washington DC habe man gefeiert. Seine Frau Melania Trump habe einen „wunderbaren Job“ geleistet, als sie in den vergangenen vier Jahren das Weiße Haus für das Fest geschmückt hatte. Das habe sie hervorragend gemacht. „Selbst die ultraliberalen Medien gaben ihr gute Rezensionen!“

Da wiederum scheint Donald Trump die Erinnerung aber einen Streich zu spielen. Melania Trumps blutige Weihnachtsbäume sorgten bestenfalls für Kopfschütteln, eine Weihnachtskarte der Trumps wurde als Fotomontage enttarnt. Die First Lady selbst offenbarte in einem Telefonat mit ihrer damaligen Freundin Stephanie Winston Wolkoff, dass sie Weihnachten ohnehin nicht viel abgewinnen könne. „Who gives a fuck about Christmas stuff?“, fragte Melania damals, frei übersetzt: Wer zur Hölle interessiert sich überhaupt für Weihnachtszeug? Die Antwort: ihr eigener Ehemann, der das Fest eigenhändig gerettet hat. (Daniel Dillmann)

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