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Donald Trump betritt das Trump International Hotel. 
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Donald Trump betritt das Trump International Hotel – gut laufen die Geschäfte dort nicht mehr.

Kaum noch Gäste

Donald Trump: Luxushotel in Schieflage – und keiner mag seine Steaks essen

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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In Donald Trumps Luxushotel in Washington will kaum noch jemand übernachten. Nicht nur die Gäste gehen verloren – auch die Reputation.

Washington D.C. – Seit seinem Abschied aus dem Weißen Haus läuft es für Donald Trump nicht mehr prächtig. Insbesondere sein Luxushotel in Washington steckt offenbar in einer tiefen Krise.

Wie der britische „Guardian“ berichtet, leidet das Trump International Hotel in Washington, das zuerst von der Coronavirus-Pandemie und dann von der Wahlniederlage seines republikanischen Besitzers heimgesucht wurde, unter enormen Umsatz- und Reputationsverlusten. „Früher war es der Mittelpunkt der Trump-Welt, aber ich kann mir nicht vorstellen, wer jetzt dorthin geht“, sagte die Journalistin Sally Quinn der Tageszeitung.

Donald Trump: Hotel in Washington war regelrecht ein zweites Weißes Haus

Die opulente Lobby des Trump-Hotels war vier lange Jahre gefüllt mit Diplomat:innen, Lobbyist:innen, Trump-Loyalist:innen und Familienmitgliedern des ehemaligen US-Präsidenten – Donald Trump benutzte die Übernachtungsresidenz regelrecht als zweites Weißes Haus. Nur an wenigen Orten konnte man mehr Mützen mit der Aufschrift „Make America Great“ sehen.

Doch die guten Zeiten sind offenbar vorbei. Das „Washington Life“-Magazin bezeichnete das Trump International bereits als leeres Geisterhotel. „Wir haben noch nicht einmal Touristen in Washington. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die meisten Leute dort übernachten, wenn sie herkommen. Ich kenne niemanden, der dort hingeht oder hingegangen ist“, schildert Sally Quinn die Situation.

Das Hotel in Washington hat dem „Guardian“ zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatz von nur 15 Millionen US-Dollar erwirtschaftet – ein Rückgang von mehr als 60 Prozent gegenüber 2019. Donald Trumps Niederlage bei der US-Wahl gegen Joe Biden sowie die Erstürmung des Kapitols sorgten zusätzlich für einen großen Verlust der Reputation.

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Luxushotel in Schieflage: Sohn von Donald Trump will davon nichts wissen

Auch das Hotelpersonal bestätigt, dass die Zahl der Besucher:innen sichtbar zurückgegangen ist. Ein Mitarbeiter des Trump-Hotels, der anonym bleiben wollte, sagte dem US-Nachrichtensender CNN, dass seit knapp einem Monat immer mehr Gäste wegbleiben würden. Das Geschäft „hat sich wirklich verlangsamt.“

Doch bei Familie Trump will man von den Problemen nichts hören. Auf die Frage nach den aktuellen Belegungs- und Umsatzzahlen des Hotels lobte Eric Trump, Sohn des ehemaligen Präsidenten und Vizepräsident der Trump Organization, das Hotel in einem Statement, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen: „Unsere Lage ist unübertroffen und wir sind unglaublich stolz darauf, das beste Hotel in der Hauptstadt unserer Nation zu haben“, sagte er. Das Hotel befindet sich genau zwischen dem Weißen Haus und dem Kapitol. „Besser geht es einfach nicht“, so Eric Trump.

Kevin Chaffee, ein leitender Redakteur des „Washington Life“-Magazins, sagte dem „Guardian“: „Das Trump-Hotel hat schon eine ganze Weile zu kämpfen“. Und ohne Donald Trump sei eine Übernachtung dort für viele noch unattraktiver. „Einige Botschaften hatten ihre Veranstaltungen dort und das müssen sie jetzt nicht mehr tun.“

Auch Donald Trumps Steaks stehen nicht mehr hoch im Kurs

Und auch Donald Trumps Steaks wollen offenbar nur noch wenige Gäste essen – obwohl es in der Corona-Krise eigentlich noch ganz gut lief. „Ich meine, wir waren sehr beschäftigt“, erklärte Shawn Matijevich, der ehemalige Chefkoch des Hotel-Steakrestaurants, gegenüber CNN. „Mit so vielen Gästen jeden Tag, wissen Sie, es wurde manchmal fast überwältigend – wie viele VIPs und Mitglieder unserer Regierung alle zusammen am selben Ort waren.“ Doch nun bleiben die meisten Tische leer.

Donald Trump liebt Steaks. Seine will offenbar aber kaum jemand noch essen.

Trotzdem scheinen einige Fans Donald Trump weiterhin die Treue zu halten. Bei einem Besuch des Fernsehsenders CNN sagte eine Frau den Reporter:innen unaufgefordert in der Lobby: „Gott segne Donald Trump. Ich meine, was kann man sonst noch tun? Wir kommen hierher und wir unterstützen ihn.“ (Tim Vincent Dicke)

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