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Donald Trump auf den Treppen seines Hotels in Washington DC. Der Konzern musste die Pacht für das Gebäude nun verkaufen. (Archivbild)
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Donald Trump auf den Treppen seines Hotels in Washington DC. Der Konzern musste die Pacht für das Gebäude nun verkaufen. (Archivbild)

Familienkonzern braucht Geld

Donald Trump verkauft Luxus-Hotel in Washington DC an Konkurrenz

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Donald Trump ist längst nicht mehr US-Präsiddent. Künftig betreibt er auch kein Luxus-Hotel in Washington DC mehr.

Washington DC - Donald Trump hat der Hauptstadt längst den Rücken gekehrt. Gemeinsam mit seiner Frau Melania Trump und dem gemeinsamen Sohn Barron Trump wohnt er seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus in familieneigenen Luxus-Golf-Resort Mar-a-Lago, gelegen im sonnigen Palm Beach in Florida. Nun zieht sich auch der Familienkonzern der Trumps aus Washington DC zurück und verkauft die Pacht am „Trump International Hotel“ - die Trump Organization verliert damit eines ihrer berühmtesten Aushängeschilder ihrer Hotelkette.

Laut zahlreicher US-Medien soll Donald Trumps finanziell strauchelnder Konzern dadurch rund 375 Millionen US-Dollar verdienen. Diese Summe hatte zuerst das Wall Street Journal gemeldet. Den Pachtvertrag für das Luxus-Hotel in Washington DC übernimmt demnach die CGI Merchant Group, ein kanadischer, multinational tätiger IT-Dienstleister. Laut der französischen Nachrichtenagentur afp hat CGI bereits einen weiteren Vertrag mit dem Hilton-Konzern geschlossen. Die Kette will das legendäre Hotel in der Hauptstadt der USA über seine Tochterfirma Waldorf Astoria weiter betreiben.

Donald Trump verkauft Hotel in Washington DC - Verluste seit 2016

Das Gebäude, in dem Donald Trumps Hotel bislang residierte, stammt aus dem 19. Jahrhundert und liegt weniger als knapp einem Kilometer von der Haustür des Weißen Hauses in Washington DC entfernt. Errichtet worden was es einst als Hauptsitz der nationalen Postbehörde. Im Jahr 2013 übernham die Trump Organization die Pacht des Gebäudes.

Da war die Freude noch groß und Donald noch kein Präsident: die Trumps 2016 bei der Eröffnung ihres Hotels in Washington DC.

Doch in den vergangenen Jahren hatte der Konzern in dem Hotel in Washington DC schwere finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Fast 200 Millionen US-Dollar soll allein die Renovierung gekostet haben. Laut Untersuchungsberichten des US-Repräsentantenhauses hatte das Hotel seit Inbetriebnahme 2016 bis Ende August 2020 ein Minus von mehr als 71 Millionen Dollar erwirtschaftet. Nach Trumps Wahlniederlage gegen Joe Biden im November 2020 soll das Hotel zeitweise wie ausgestorben gewirkt haben.

Donald Trump und sein Hotel in Washington DC - Interessenskonflikte vorprogrammiert

Im Jahr 2016, nach seinem Wahlsieg, hatte Donald Trump das Hotel in einen Ort umgewandelt, in dem sich Abgeordnete der Republikaner ungestört mit Lobbyisten und anderen Interessensvertretern treffen konnten. Auch ausländische Staatsgäste wurden bei ihren Reisen nach Washington DC immer wieder in den „Trump International Hotel“ untergebracht. Ein Untersuchungsausschuss beschäftigt sich aktuell damit, inwieweit Trump damit einem Interessenskonflikt zwischen seiner Rolle als Geschäftsmann und seiner Rolle als Regierungschef unterlag. Auch beim Sturm auf das Kapitol am 06. Januar spielte das Hotel eine tragende Rolle. Viele der Rädelsführerinnen und -führer hatten in dem Hotel genächtigt.

Der Hotelmanager und Ex-Präsident Donald Trump verliert mit seiner Zweigstelle in Washington DC nicht nur eines seiner größten und bekanntesten Hotels. Er gibt auch seine letzten geschäftlichen Verbindungen in die Hauptstadt der USA auf. Sollte er nun einmal von Florida in den District of Colombia reisen, er müsste wohl bei seinem größten Konkurrenten, der Hilton-Gruppe, ein Hotel-Zimmer buchen. (Daniel Dillmann mit afp)

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