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Debatte in den USA

Donald Trump legt sich in Sachen Polizeigewalt mit LeBron James an

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wirft Basketball-Stars LeBron James wegen eines Tweets Rassismus vor.

Palm Beach, Florida – Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat sich in die Debatte um Polizeigewalt in den USA eingemischt. In einer Stellungnahme, über die mehrere US-amerikanische Medien berichten, griff er den Basketball-Star LeBron James verbal an.

Dieser solle sich „auf Basketball konzentrieren“ statt die Zerstörung der NBA voranzutreiben. Die nordamerikanische Basketball-Liga habe gerade eine der niedrigsten Einschaltquoten in ihrer Geschichte. Donald Trump fuhr in Richtung James fort: „Seine rassistischen Tiraden sind spaltend, böse, beleidigend und erniedrigend. Er mag ein großartiger Basketballspieler sein, aber er tut nichts, um unser Land zusammenzubringen.“

Debatte um Polizeigewalt in den USA: Donald Trump reagierte auf Tweet von LeBron James

Das Statement hatte Trump über seine neue Organisation namens „America First“ verbreiten lassen. Mit deren Hilfe will Donald Trump seinen Einfluss auf die politische Ausrichtung der Partei der Republikaner auch nach seiner Abwahl sicherstellen.

Mit seinem Rassismus-Vorwurf reagierte Donald Trump auf einen Tweet des Basketball-Stars. James hatte den Berichten zufolge am Dienstagabend auf die Erschießung der schwarzen Jugendlichen Ma‘Khia Bryant reagiert, indem er ein Foto des Polizisten postete, der die Schüsse abgefeuert haben soll. Dazu hatte LeBron James auf Twitter geschrieben: „Du bist der Nächste.“ Zusätzlich habe er den Hashtag „Accountability“ verwendet, was so viel bedeutet wie Verantwortung, Haftung oder auch Rechenschaft, und ein Sanduhr-Emoji.

Der Basketballer LeBron James von den Los Angeles Lakers bei einem Spiel. Donald Trump legt sich mit ihm wegen eines Tweets an.

Die 16-jährige Ma‘Khia Bryant war am Dienstag mit vier Schüssen getötet worden, nachdem sie ein anderes Mädchen mit dem Messer bedroht hatte. Ebenfalls am Dienstag war der ehemalige Polizist Chauvin im Prozess nach dem Tod von George Floyd in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Tötung des unbewaffneten 46-Jährigen vor knapp einem Jahr hatte in den USA zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt geführt.

LeBron James nach Trump-Angriff zur Debatte um Polizeigewalt: „Ich bin so verzweifelt“

LeBron James hat seinen ursprünglichen Tweet inzwischen gelöscht. „Ich bin so verdammt müde zu sehen, wie schwarze Menschen von der Polizei getötet werden“, schrieb James auf Twitter. Er habe den Tweet gelöscht, „weil er verwendet wird, um mehr Hass zu schaffen.“ Es gehe nicht um einen einzelnen Polizisten, sondern um das ganze System und darum, wie „immer wieder unsere Worte verwenden, um mehr Rassismus zu schaffen. Ich bin so verzweifelt.“ Der neue Tweet des Basketball-Stars endet mit der Forderung: „Für mehr Verantwortlichkeit!“. (Friederike Meier)

Rubriklistenbild: © Hans Gutknecht/Imago

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