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Kondome und Bier: Trump-Produkte sollen in Deutschland auf den Markt kommen

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Von: Nail Akkoyun

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Donald Trump während eines Staatsbesuchs zu seiner Zeit als US-Präsident. (Archivfoto)
Donald Trump während eines Staatsbesuchs zu seiner Zeit als US-Präsident. (Archivfoto) © Alex Edelman/Imago

Ein deutscher Geschäftsmann will Produkte unter dem Trump-Namen auf den Markt bringen – darunter auch Kondome. Schon jetzt droht ein bizarrer Rechtsstreit.

Palm Beach/Berlin – Schon vor seiner Präsidentschaft, als Donald Trump langsam aber sicher zur neuen Ikone der amerikanischen Rechten wurde, füllte Trump-Merchandise immer mehr Regale. Von Wackeldackel-Figuren mit dem orangefarbenen Kopf des Ex-Präsidenten, bis hin zu T-Shirts, Flaggen und der berüchtigten roten „Make America Great Again“-Mütze.

Vieles davon dürfte selbst bei der passenden politischen Orientierung nicht unbedingt den Geschmack der Anhänger:innen treffen, doch der deutsche Geschäftsmann Frank Lindner glaubt offenbar, eine Marktlücke entdeckt zu haben – und das ausgerechnet in Deutschland. Informationen von Politico zufolge plant Lindner, neben passender Kleidung auch Bier, Sekt und Kondome auf den deutschen Markt zu bringen.

Wie genau ein Trump-Kondom aussehen würde, bleibt der Fantasie überlassen. Dem Politico-Bericht zufolge ist der Geschäftsmann von seiner Idee jedoch überzeugt. Tatsächlich ist es Lindner so ernst, dass er bereits einen Antrag beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) eingereicht hat.

Donald Trumps Konterfei auf Kondomen? „Es besteht keine Verwechslungsgefahr“

Ob die vermeintlich brillante Idee des Deutschen sich in die Realität umsetzen lässt, hängt dementsprechend von der Entscheidung des EU-Amts ab. Bevor die fragwürdigen Produkte in den Geschäften landen, könnte es aber bereits zu einem bizarren Rechtsstreit – es wäre nicht der Erste im Leben von Donald Trump – kommen. Da der Name Trump bereits als Marke geschützt ist, könnte die Umsetzung der Idee jedenfalls schwierig werden.

Denn wie aus Dokumenten der EUIPO hervorgeht, plant die DTTM Operations LLC, die viele Trump-Marken verwaltet, dem Vorhaben einen Riegel vorzuschieben. Der Trump-Rechtsbeistand argumentiert, es bestehe eine „Verwechslungsgefahr in der Öffentlichkeit“, da es in Europa bereits Hotels, Bars und Restaurants gebe, die den Namen Trump verwenden.

Frank Lindners Anwalt sieht das aber anders: „Es besteht keine Verwechslungsgefahr zwischen Golf- und Hoteldienstleistungen einerseits und Kondomen, Alkohol und alkoholfreien Getränken andererseits“, wird der Jurist in einem der Dokumente zitiert. Warum der deutsche Geschäftsmann die Produkte unbedingt hierzulande einführen möchte, ist unklar. Die Tatsache, dass Trump deutsche Vorfahren hat, könnte zumindest eine Rolle spielen – Trumps Großvater Friedrich wanderte im Jahr 1885 in die USA aus. (nak)

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