Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ehemaliger US-Präsident

Donald Trump über Kim Jong-un: Habe seine Aggressionen gestoppt

  • VonMirko Schmid
    schließen

Donald Trump rühmt sich dafür, die Aggressionen des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un gegenüber Südkorea „gestoppt“ zu haben. Nun sei er „leider nicht mehr da“.

Palm Beach - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump spricht wieder einmal über eines seiner Lieblingsthemen: Nordkorea. In einem Interview mit der „New York Times“ behauptet Trump, dass dessen Machthaber Kim Jong-un den Präsidenten Südkoreas, Moon Jae-in, „nie respektiert“ habe. Er selbst sei immer derjenige gewesen, „der die Aggression nach Süden gestoppt hat.“ Trump fügt mit Hinweis auf seine Wahlniederlage gegen Joe Biden hinzu: „Aber leider bin ich für Sie nicht mehr da.“

Kim Jong-un und Donald Trump: Zwei Männer, die sich mögen. (Archivbild)

Der ehemalige US-Präsident beschreibt Moon als „schwachen Führer und als Verhandlungsführer“ und malt das Bild einer südkoreanischen Administration, die seit der Übernahme der Biden-Regierung mit Blick auf die Aufteilung militärischer Kosten „den ganzen Weg bis zur Bank lachen“ würde.

Nordkorea: Donald Trump revanchiert sich für „Times“-Interview des südkoreanischen Präsidenten Moon

Politische Kommentatoren in den USA sehen in Trumps Worten eine Art Retourkutsche für ein Interview mit der „New York Times“, in dem Moon Trumps Nordkorea-Politik als „gescheitert“ bilanziert. Trump habe mit Kim Jong-un um den heißen Brei herumgeredet und es nicht vermocht, dem nordkoreanischen Diktator konkrete Fortschritte hinsichtlich der Denuklearisierung der kommunistischen Autokratie abzuringen.

NationNordkoreaSüdkorea
StaatsschefKim Jong-unMoon Jae-in
StaatsformKommunistische DiktaturDemokratie
HauptstadtPjöngjangSeoul
Bevölkerung25,67 Millionen (2019)51,71 Millionen (2019)

Im gleichen Interview würdigt Moon Jae-in die Erfolge des ehemaligen US-Präsidenten hinsichtlich einer Entspannung im Binnenverhältnis zwischen den USA und Nordkorea. „Ich glaube, wenn wir auf dem aufbauen, was Präsident Donald Trump erreicht hat, werden wir diese Bemühungen unter Bidens Führung zum Abschluss bringen“, so Moon.

Weiterhin verteidigt der südkoreanische Präsident den Abbruch der Verhandlungen seiner Delegation mit den Zuständigen der Trump-Administration im Ringen um die Aufteilung militärischer Kosten zur Sicherung des Staates vor nordkoreanischen Aggressionen. Trumps Berechnungen hätten „eine vernünftige und rationale Basis“ gefehlt. Mit Joe Biden hingegen sei vor einem Hintergrund der Kompetenz zu verhandeln.

Nordkorea-Experte nennt Donald Trump „psychopathisch“ und kritisiert Moon Jae-in

Daniel Pinkston, Dozent für internationale Beziehungen an der Troy University mit Sitz in Seoul nennt sowohl die Einlassungen Moons als auch die Reaktion von Donald Trump „sinnbildlich für das, was den diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und Nordkorea gefehlt“ habe. Es sei „seltsam“, dass Nordkorea und die nordkoreanische Innenpolitik „so häufig aus der analytischen Gleichung herausfallen“.

Unsere Themenseiten

Alle Neuigkeiten zu Nordkorea und Kim Jong-un finden Sie auf der FR-Themenseite Nordkorea News.

News zu Kim Jong-un: Hier finden Sie alle Hintergrundinformationen über den nordkoreanischen Machthaber.

Informationen und Hintergründe zum 46. US-Präsidenten finden Sie auf unserer Themenseite Biden-News.

Alle Neuigkeiten rund um den 45. Präsidenten der USA lesen Sie in den Trump-News.

Nordkorea unter Kim Jong-un nämlich, so Pinkston, sei „bemerkenswert konsequent in seinen Präferenzen und seinem Engagement für die Weiterentwicklung seiner Waffenprogramme“. Während er Donald Trumps Äußerungen als „psychopathisch“ bezeichnet, stellt er auch Moon Jae-in kein gutes Zeugnis aus. Dessen Einlassungen im Rahmen des „Times“-Interviews seien zumindest „seltsam“.

„Moon sollte es besser wissen“, bilanziert der Korea-Experte, „ich frage mich, ob er das, was er sagt, wirklich glaubt, oder es Wunschdenken ist, oder ob er das aus politischen Gründen falsch darstellt und sagt.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © White House, via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare