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Donald Trump
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Donald Trump im Jahr 2017 bei einem Pressestatement am Weißen Haus. (Archivfoto)

Fünf Todesfälle

„Liebe in der Luft“: Trump bezeichnet tödlichen Kapitol-Sturm als „friedliche“ Demonstration

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Bei dem Sturm auf das US-Kapitol starben fünf Menschen. Der ehemalige Präsident Donald Trump instrumentalisiert jetzt einen der Fälle – und verteidigt seine Fans.

Washington D.C. - „Die Liebe in der Luft, so etwas habe ich noch nie gesehen“: Das soll Donald Trump in einem Telefoninterview gegenüber Fox News über den Sturm auf das US-Kapitol gesagt haben. Die Tatsache, dass bei den Ausschreitungen fünf Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche weitere teils schwer verletzt wurden, instrumentalisierte der ehemalige US-Präsident nun für seine eigenen Zwecke.

Am Sonntag (11.07.2021) verkündete die Polizei in Washington D.C., dass die Schutzzäune rund um das US-Kapitol entfernt würden. Diese waren dort nach dem Sturm vom 6. Januar 2021 aufgebaut worden. Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen und der Ausschluss der Öffentlichkeit sollen jedoch auch zukünftig dort gelten, hieß es. Trump teilte daraufhin am Sonntagmorgen seine ganz eigene Geschichte der Vorgänge vom 6. Januar mit dem Sender Fox News.

NameDonald John Trump
US-Position45. Präsident der Vereinigten Staaten (2017 - 2021)
Politische ParteiMitglied der Republikaner
Geburtsdatum, -ort14. Juni 1946, New York City
Vermögen2,4 Milliarden USD (Quelle: 2021, Forbes)

Donald Trump verklärt tödlichen Sturm auf US-Kapitol

Der ehemalige Präsident der USA ist für seine kontroversen Aussagen bekannt. Nun verklärte er den tödlichen Sturm auf das US-Kapitol zu einer Versammlung friedvoller Fans seinerseits. Darüber hinaus machte er sich einen der Todesfälle zunutze, um eine politische Attacke gegen die Demokraten auszuführen.

Am 6. Januar 2021 stürmten Demonstrant:innen das US-Kapitol, um gegen die Anerkennung der Wahlergebnisse zu demonstrieren. In der Folge starben fünf Menschen, zahlreiche andere wurden verletzt. Die Ermittlungen zu den Identitäten der Angreifenden sind noch nicht abgeschlossen. Anklage wurde allerdings bereits gegen rund 500 Menschen erhoben, wie internationale Korrespondenten übereinstimmend berichten.

USA: Donald Trump stellt Kapitol-Sturm als friedvolle Versammlung dar

Trump sprach gegenüber Fox News von „friedlichen“ und „großartigen“ Menschen. Zu der Versammlung seien sie nur gekommen, weil sie das Gefühl gehabt hätten, die Wahl sei manipuliert worden. Was er vergisst zu erwähnen? Trump hatte zuvor in einer Rede exakt dieses Bild der Ereignisse gefördert – und seine Anhänger regelrecht aufgestachelt.

Im Interview mit Fox News griff er einen der Todesfälle auf: Ashli Babbitt starb an den Folgen einer Schusswunde, die ihr bei der Erstürmung des US-Kapitols zugefügt wurde. Von offizieller Seite hieß es, ein Polizist schoss auf Babbitt als diese versuchte, einen geschützten Bereich des Repräsentantenhauses gewaltsam zu betreten.

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Nach Sturm auf US-Kapitol: Donald Trump nutzt Todesfall für politischen Angriff

Trump zog diese Aussage in Zweifel – und attackierte mit seiner Version der Ereignisse die Demokraten. Laut dem ehemaligen Präsidenten war Babbitt eine „unschuldige, wunderbare, unglaubliche Frau“. Sie sei nicht durch den Schuss eines Polizisten, sondern durch den Leiter des Sicherheitspersonals eines „hohen demokratischen Beamten“ angeschossen worden, spekulierte Trump. Er drohte auch damit, dass die Wahrheit über den Vorfall ans Licht kommen werde.

Dem Vorwurf der Moderatorin von Fox News, Chuck Schumer sei in den Vorfall verwickelt, wich Trump aus. Schumer ist der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat und einer der größten Gegner Trumps. Er war maßgeblich an dem (gescheiterten) Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump beteiligt. (Jennifer Greve)

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