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Trump tappt in die Falle, die ihm „das Leben zur Hölle machen“ soll

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Von: Daniel Dillmann

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Das Dinner von Donald Trump mit Kanye West und Nick Fuentes soll laut eines weiteren Teilnehmers nur ein Trick gewesen sein, um den einstigen Präsidenten dumm dastehen zu lassen.

Mar-a-Lago - Es bleibt ein Treffen, das auch Tage danach noch die Gemüter erregt. Zunehmend wird das Dinner zwischen Donald Trump, Kanye West, Nick Fuentes und Milo Yiannopoulos zum politischen Albtraum für den ehemaligen Präsidenten. Was als private Zusammenkunft geplant war, wurde zum öffentlichen Politikum, das auch die Chancen Trumps auf eine Kandidatur bei den Republikanern mindern dürfte. Doch war all das nur eine clevere Falle, in die Donald blindlings getreten ist?

Laut eines Berichts des US-Nachrichtensenders NBC war es der Plan des Trios aus dem rappenden Antisemiten West, dem holocaust-leugnenden Ultranationalisten Fuentes und des rechtshippen Internet-Trolls Yiannopoulos, Donald Trump dumm dastehen zu lassen. Laut Fuentes lief das Ganze folgendermaßen ab: „Wir sahen, wie alle im Speisesaal aufstanden und zu applaudieren begannen, und dann trat der Präsident ein. Er begrüßte uns, und er lud Ye zum Abendessen ein. Ye sagte, dass er uns mit an den Tisch bringen wolle. Also gingen wir hinein und Ye machte ein paar Fotos mit einigen Gästen im Speisesaal und dann setzten wir uns an den Tisch.“

Donald Trump in Mar-a-Lago, wo er auch Kanye West und Nick Fuentes empfing. (Archivbild)
Donald Trump in Mar-a-Lago, wo er auch Kanye West und Nick Fuentes empfing. (Archivbild) © IMAGO/Thomas Cordy

Donald Trump und Kanye West treffen sich mit Nick Fuentes

Ein anonym bleibender Berater des Ex-Manns von Kim Kardashian führte den Plan aus, den West und Konsorten offenbar ausgeheckt hatten. „Der Meistertroll wurde getrollt“, sagte der Berater gegenüber NBC. „Kanye hat Trump angeschmiert.“ Noch deutlicher wurde Yiannopoulos. Man habe „auch eine Botschaft an Trump senden“ wollen. Der ehemalige Präsident der USA habe in der Vergangenheit genau jene Menschen „systematisch immer wieder vernachlässigt, ignoriert und missbraucht“.

Dieses Verhalten Donald Trumps räche sich nun. Yiannopoulos sagte, man habe das Abendessen nur arrangiert, „um Trumps Leben zur Hölle zu machen“. Von Anfang hätte man im Team Kanye West darauf gebaut, dass das Abendessen öffentlich werden und dass Trump sich im Nachgang mit seiner Reaktion darauf blamieren würde – ein lang gehegter Racheplan also, der Donald Trump diskreditieren sollte?

Nick Fuentes: „Ich liebe Donald Trump“

Genau dieser Behauptung widersprach Nick Fuentes. Der 24 Jahre alte Ultranationalist schrieb im Kurznachrichtendienst Telegram: „Meine Absicht war es nicht, Trump durch die Teilnahme am Abendessen zu verletzen, das sind Fake News. Ich liebe Donald Trump.“

Ob nun Absicht oder nicht, das Treffen mit berüchtigten Antisemiten wie Nick Fuentes und Kanye West dürfte Donald Trump das politische Leben erschweren. Der republikanische Senator Mitch McConnell sagte gegenüber dem US-Nachrichtenportal Newsweek zu dem Treffen Trumps: „Es ist meiner Meinung nach höchst unwahrscheinlich, dass jemand, der sich mit Leuten trifft, die [antisemtische] Standpunkte vertreten, jemals zum Präsidenten gewählt wird.“

Donald Trump und Kanye West wollen beide Präsidenten werden

Doch genau das wollen bekanntlich sowohl Kanye West als auch Donald Trump. Beide hatten vor kurzem bekannt gegeben, für die Präsidentschaftswahl 2024 zu kandidieren. Trump muss sich dafür bei den Republikanern gegen namhafte Konkurrenz wie Floridas Gouverneur Ron DeSantis durchsetzen. Kanye West hat nicht mal Teile einer Partei hinter sich. (Daniel Dillmann)

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