Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Immer nur telefonieren, ist langweilig. Deshalb will Donald Trump seinen Twitter-Account zurück. (Archivbild)
+
Immer nur telefonieren, ist langweilig. Deshalb will Donald Trump seinen Twitter-Account zurück. (Archivbild)

USA

Donald Trump kämpft jetzt vor Gericht um seinen Twitter-Account

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

Ein Gericht in Florida soll dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump dabei helfen, endlich wieder twittern zu dürfen.

Palm Beach - Donald Trump will endlich wieder twittern. Nun kämpft der ehemalige US-Präsident vor Gericht um die Freigabe seines Twitter-Accounts. Am Freitag reichte Trump Klage gegen seine Verbannung von der Plattform des Kurznachrichtendiensts ein. Die Klage erreichte ein Gericht in Florida, wo das einstige Staatsoberhaupt der USA seit seiner Niederlage bei der US-Wahl 2020 residiert.

Trump und Twitter, das war über Jahre eine enge Beziehung, die mit dem Sturm aufs Kapitol in Washington D.C. am 06. Januar 2021 ein jähes Ende fand. Zu diesem Zeitpunkt erreichte der Reality-Star, Immobilienmakler und US-Präsident 88,7 Millionen Abonent:innen. Doch als Trumps Anhängerschaft das Regierungsgebäude in der Hauptstadt stürmte, wurde es dem Social Media Unternehmen offensichtlich zu viel. Trumps Tweets widersprächen den Richtlinien des Unternehmens gegen die Verherrlichung von Gewalt, sein Konto wurde gesperrt. Andere Plattformen wie Facebook und Youtube folgten dem Beispiel.

Donald Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen Twitter

Donald Trump versuchte daraufhin umzusatteln. Einem Intermezzo auf der mittlerweile abgeschalteten rechten Plattform Parler folgte die Ankündigung einer eigenen Social Media Seite. Die kam aber nie über den Status eines Blogs hinaus. Gelegentlich lässt Trump auch Vertraute seine Mitteilungen via Twitter verbreiten.

Das reicht aber offenbar nicht mehr. Nun schlägt Donald Trump persönlich zurück. Angekündigt hatte er das bereits vor mehreren Wochen. Dem Kurznachrichtendienst Twitter wirft er nun vor, „ein Maß an Macht und Kontrolle über den politischen Diskurs“ in den USA auszuüben. Das sei „unermesslich, historisch beispiellos und zutiefst gefährlich für eine offene demokratische Debatte“.

Donald Trump vergleicht sich selbst mit den Taliban

Als Argument für seine These vergleicht Donald Trump sich mit den radikalislamischen Taliban. Die neuen Machthaber in Afghanistan sind tatsächlich nach wie vor auf Twitter aktiv, ihr Konto wurde im Gegensatz zu Trumps nicht gesperrt. Die Taliban sind in den USA immer noch als Terrorgruppe eingestuft, was Trump aber nicht davon abgehalten hatte, Vertreter der Islamisten in Camp David treffen zu wollen. Dazu kam es nicht, Verhandlungen zwischen seiner Administration und den Taliban hat es aber gegeben.

Wie nun die Erfolgsaussichten Donald Trumps im Kampf gegen Twitter aussehen, mag noch niemand abschätzen. Eine Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP beim Kurznachrichtendienst zur Causa Trump blieb bislang unbeantwortet. In der Vergangenheit hatten sich Vertreter des Social Media Unternehmens gegenüber dem US-Magazin Politico aber deutlich und schwer zu übersetzen geäußert: „There‘s not a chance in hell he gets back on Twitter. Really, I mean that.“ (Es gibt keine Chance, dass er zurückkommt. Wirklich, das meine ich so.) (Daniel Dillmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare