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Donald Trump Jr. auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump 2016.

Familie Trump

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Das ist Donald Trump Jr.

Der älteste Sohn von Donald Trump tritt nicht nur in Bezug auf den Namen in die Fußstapfen seines Vaters. Ein Porträt von Donald Trump Jr.

  • Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn von Donald Trump
  • Er leitet das Familienunternehmen „The Trump Organization“
  • Auch politisch engagiert er sich im Sinne der Familie Trump

Donald Trump Junior ist der älteste Sohn von Donald Trump, 45. Präsident der Vereinigten Staaten, und seiner ersten Frau Ivana Trump. Er wurde am 31.12. 1977 in New York, USA geboren. Nach einem Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Universtity of Pennsylvania, USA stieg Donald Trump Jr. in das Familienunternehmen „The Trump Organization“ ein.

Gemeinsam mit seinem Bruder Eric Trump übernahm er im Zuge der Präsidentschaft seines Vaters die Unternehmensleitung der „Trump Organization“. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Mischkonzern, der Immobilienprojekte entwickelt und Golfplätze baut. Im Wahlkampf von Donald Trump im Jahr 2016 nahm Trump Jr. darüber hinaus häufig an Wahlkampfauftritten und Presseterminen seines Vaters teil.

Donald Trump Jr. hat fünf Kinder mit seiner Ex-Frau Vanessa Haydon, die sich 2018 von ihm scheiden ließ. Er lebt in einer Beziehung mit Kimberly Guilfoyle, einer ehemaligen Moderatorin des konservativen und republikanischen Nachrichtensenders Fox News.

Donald Trump Jr.: Buchveröffentlichung „Triggered“

Im Jahr 2019 veröffentlichte Donald Trump Jr. ein Buch mit dem Titel „Triggered: How the Left Thrives on Hate and Wants to Silence Us“. In den USA erschien es im November 2019 im Center Street Verlag. Im Buch kritisiert Trump Jr. die politische Korrektheit und unterstellt, die politische Linke in den USA würde an einem „Opferkomplex“ leiden. In Wirklichkeit, so Trump Jr., sei jedoch seine Familie das Opfer. Die Familie Trump sehe sich vielen Attacken ausgesetzt und müsse große Opfer bringen. So habe sie beispielsweise die Geschäfte im Ausland aufgegeben, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass Familienunternehmen profitiere von der Präsidentschaft Donald Trumps. Dieser Darstellung widersprechen mehrere Medienberichte, laut denen die Trump Organization nach wie vor Geschäfte im Ausland macht.

Ein Tweet von Präsident Trump, in dem er schrieb, er habe das Buch seines Sohnes gelesen und es sei sehr gut, wurde vielfach kommentiert. User*innen mokierten und fragten, ob Trump überhaupt lesen könne und ob er das tun würde, wenn er es könnte. Außerdem wurde in Frage gestellt, ob Trump Jr. das Buch überhaupt selbst geschrieben habe. Auf Twitter entstanden außerdem Parodien des Buches und es wurde ins Lächerliche gezogen.

Donald Trump Jr. tötet seltenes Tier

In die Kritik geriet Donald Trump Jr., als er auf einer Reise in die Mongolei ein seltenes Wildschaf tötete. Erst nach seiner Abreise erhielt er dafür die nötige Genehmigung durch die mongolische Regierung. Insgesamt habe es in der Region lediglich drei Genehmigungen für den Abschuss des Wildschafes gegeben. Bei dem Tier handelt es sich um das Argali-Schaf, welches in der Mongolei als nationales Kulturgut angesehen wird. Die Vergabe der Genehmigung hängt von Geld, Verbindungen und der Politik ab und wird dementsprechend als undurchsichtig kritisiert.

In den letzten Jahrzehnten ist die Population der Argali-Schafe deutlich zurückgegangen - sie sank von 50.000 Exemplaren im Jahr 1985 auf 18.000 Tiere im Jahr 2009. Laut Befürworter*innen der Jagd, wird die Anzahl des bedrohten Wildschafs durch die Jagd unter Kontrolle gehalten und dient damit dem Erhalt der Argali-Schafe. Außerdem würden mit der Gebühr für die Jagd-Genehmigung die örtlichen Gemeinden unterstützt, die auch das Fleisch weiterverarbeiten dürfen. Tierrechtler*innen und Naturschützer*innen entgegnen, dass durch die Jagd das Ökosystem zerstört würde. Donald Trump Jr. wurde im Internet heftig für die Jagd des Argali-Schafs kritisiert.

Donald Trump Jr.: Verstrickung in Russland-Affäre

Im Kontext der Ermittlungen zu unerlaubten Russland-Verbindungen von Donald Trump im Wahlkampf 2016, geriet sein Sohn Trump Jr. im Juli 2017 in den medialen Fokus. Es wurde bekannt, dass er sich im Juni 2016 mit russischen Vertretern im Trump Tower traf. Bei dem Treffen waren außerdem sein Schwager Jared Kushner und Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort anwesend. Zuvor ausgetauschte Mails beweisen, dass das Treffen stattfand, nachdem die russische Anwältin Natalja Wesselnizkaja Trump Jr. belastendes Material über Hillary Clinton in Aussicht gestellt hatte. Hillary Clinton war im Wahlkampf um die Präsidentschaft 2016 gegen Donald Trump angetreten. Mit diesen Mails und dem daraufhin stattfindenden Treffen wurde nachgewiesen, dass das Wahlkampfteam von Donald Trump unerlaubt zum Nachteil Dritter Kontakt zu Russland hatte. 

Im Juli 2017 musste Donald Trump Jr. in geheimer Sitzung vor dem Justizausschuss des Senats in den USA aussagen. Im Mai 2019 wurde berichtet, Trump Jr. solle erneut vor dem Geheimdienstausschuss als Zeuge zur Russland-Affäre aussagen. Er habe dafür eine rechtlich verbindliche Vorladung erhalten - eine sogenannte Subpoena - was darauf hindeute, dass er nicht freiwillig vor dem Geheimdienstausschuss aussagen wollte.

Von Josephine von der Haar

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