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Donald Trump Jr. verkauft jetzt die Bibel und startet Video-Podcast

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump Jr. bietet nun auch die Bibel im Internt an. (Archivbild)
Donald Trump Jr. bietet nun auch die Bibel im Internt an. (Archivbild) © IMAGO/Brian Cahn

Selbst Republikaner kritisieren die neuen Geschäftspraktiken der Trumps. Der Familie scheint selbst das heilige Buch der Christen nicht mehr heilig.

Washington D.C. - Ein neues Geschäftsfeld tut sich für Donald Trump Jr. auf. Der älteste Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verkauft ab sofort die Bibel. Das heiligste Buch der Christen vertreibt Trump Jr. als sogenannte „We the People“-Bibel - eine Anspielung auf die ersten Worte, mit denen die Verfassung der USA beginnt. Laut dem Präsidentensprössling mit langer Karriere im Familienunternehmen verteidige die Bibelversion die „jüdisch-christlichen“ Werte Amerikas, die sich unter stetigen Attacken befinden würden.

Laut der Website, auf der die besondere Bibel erstanden werden kann, ist das Buch, dessen Entstehung auf das 5. Jhd. n. Chr. terminiert wird, mit vergleichbar modernen Inhalten angereichert. „Unsere Bibeln enthalten Kopien der Verfassung der Vereinigten Staaten, der Unabhängigkeitserklärung, der Bill of Rights und des Treuegelöbnisses“, heißt es dort. Die Bibeln gibt es in verschiedenen Versionen, im „Patriot-Bundle“ für rund 90 US-Dollar oder gleich im „Save America Bundle“ für stolze 125 Dollar.

Donald Trump Jr. erntet Kritik für Verkauf von Bibeln im Internet

Doch statt Lobpreisungen erntet Donald Trump Jr. harsche Kritik am Bibel-Vertrieb. Vor allem von der Fraktion der frommen Republikaner, die aktuell über ihren neuen Vorsitzenden im Repräsentantenhaus streiten. Der ehemalige Abgeordnete der Konservativen Adam Kinzinger forderte die Kirche sogar auf, sich von der Aktion zu distanzieren

Die Bibel ist derweil nicht das einzige Gut, mit dem Donald Trump aktuell versucht, Umsatz zu generieren. Der Sohn des ehemaligen Präsidenten hat nun laut eines Berichts des Nachrichtenportals Axios seinen eigenen Video-Podcast. Ausgestrahlt werden soll dieser auf Rumble, einer rechtsradikalen Videoplattform, die sich als konservative Alternative für Youtube inszeniert. Der Vertrag mit Donald Trump Jr. soll über mehrere Jahre angelegt sein und ihm Einnahmen im Millionenbereich garantieren. Laut Axios beläuft sich der Wert der Videoplattform auf rund zwei Milliarden US-Dollar. Der Deal mit Donald Trump Jr. soll Rumble, das auch mit Donald Trumps Social-Media-Plattform Truth Social in Verbindung steht, weitere Bekanntheit generieren.

Donald Trump Jr. startet Video-Podcast auf Rumble

Donald Trump Jr. veröffentlicht bereits seit längerem Videos auf Rumble, gerne mit zahlreichen, halbautomatischen Schusswaffen im Hintergrund. Laut Axios soll der neue Podcast ähnlich wie diese Videos aufgezogen sein und „hauptsächlich Trumps Kommentare zur Nachrichtenlage des Tages“ beinhalten. Mit dem Trump-Deal erhoffe man sich bei dem Unternehmen mit Sitz in Toronto (Kanada) den Start ins Abonnement-Geschäft. Bislang finanziert sich Rumble über Werbung. Mit der Hilfe von Donald Trump Jr. sollen nun auch Abonnenten dazu kommen. (Daniel Dillmann)

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