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USA

Donald Trump Jr. attackiert Republikaner: „Sie wollen lieber mit Anstand verlieren“

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
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Donald Trump Junior greift auf Fox News die Republikanische Partei an und kritisiert ihre Reaktion auf Donald Trumps Wahlniederlage.

  • Donald Trump Junior wirft Lehrkräften vor, die Rückkehr zum Präsenzunterricht in den USA zu verhindern.
  • In einem Video bezeichnet Trump Junior die Regierung von Joe Biden als inkonsequent.
  • Der Inhalt des Videos wird davon überschattet, dass der Sohn von Donald Trump vor mehreren Waffen sitzt.

Update vom 26.02.2021, 07.25 Uhr: Weder die Niederlage seines Vaters gegen Joe Biden, noch die anhaltenden Gerichtsprozesse gegen die Unternehmen der Familie können ihn offenbar stoppen. Donald Trump Junior sucht weiter jede Gelegenheit, Attacken auf politische Gegner oder ehemalige Verbündete zu starten.

Auf Fox News kritisiert er nun die Republikaner dafür, die Wahlniederlage seines Vaters Donald Trump anerkannt zu haben. „Es gibt keinen natürlichen Widerstand. Die Republikaner wollen das nicht tun.“ Die Partei habe über die Jahrzehnte gezeigt, dass sie „lieber mit Würde verlieren“, sagte Donald Trump Junior. Anschließend lobte er die Reaktion seines Vaters auf die Wahlniederlage: „Donald Trump hat gezeigt, dass man das nicht tun muss. Man kann sich tatsächlich wehren.“

Donald Trump Jr. im Angriffsmodus: Wutanfall vor Waffenarsenal

Update vom 24.02.2021, 13:20 Uhr: Donald Trump Junior legt nach und scheint eine neue Heimat im Internet gefunden zu haben. Seit guter einer Woche ist er mit einem eigenen Kanal auf der Video-Plattform „Rumble“ vertreten. Dort wetterte Don Jr., wie sich der älteste Sohn von Donald Trump in seinen Videos bezeichnet, gegen Lehrer:innen in den USA und warf ihnen Versagen bei der Erziehung der Kinder vor. Im Hintergrund waren mindestens sechs bedrohlich wirkende Gewehre zu erkennen.

In seinem neuen Video auf „Rumble“ findet Donald Trump Jr. zurück zu den Klassikern. Die Ermittlungen gegen Donald Trump in New York City seien die „größte Hexenjagd in der Geschichte der USA“, politisch motiviert und würden Steuergelder verschwenden. Der Staatsanwalt und mit ihm der „Supreme Court“, der dessen Einsatz bestätigt hatte, seien parteiisch.

Die „politische Strafverfolgung“ seines Vaters verglich Donald Trump Jr. mit Praktiken des kommunistischen Chinas. Um das eindeutig zu machen, nannte der gebürtige New Yorker seinen Heimatstaat die „Volksrepublik New York“. Gleichzeitig warnte er sein Publikum vor der Allgegenwärtigkeit der Rechtsstaatlichkeit: „Wenn sie das mit Donald Trump machen können, dann können sie das mit jedem von Euch machen.“

Donald Trump Junior wettert in einem Video gegen Lehrer:innen. Im Hintergrund hängen mehrere Waffen.

Donald Trump Junior attackiert Lehrkräfte per Video mit Schusswaffen im Hintergrund

Erstmeldung vom 23.02.2021: „Die Lehrergewerkschaft hat den Fortschritt aufgehalten, Schulen daran gehindert, zu öffnen.“ In einem Video klagt Donald Trump Junior Lehrkräfte an, weil sie sich gegen die Rückkehr von Schulen zum Normalbetrieb ausgesprochen haben. Weiter führt der Sohn von Donald Trump aus: „Die Lehrergewerkschaft und die, die sie vertreten, sind definitiv bei der Erziehung unserer Kinder gescheitert.“

Das Video zeigt Donald Trump Junior vor einer Wand mit haufenweise Waffen. Er postete das Video zuerst am Samstag (20.02.2021) auf der Plattform Rumble und anschließend auf Twitter. Die Verknüpfung der beiden Themen Schule und Waffen sorgte bei den Twitter-Nutzern für Empörung. Auch hat ein US-amerikanischer Journalist in einem Tweet darauf hingewiesen, dass das Video aussehe, als stammte es von einem Extremisten und sei in einem Bunker aufgenommen worden.

Donald Trump Junior verknüpft die Themen Schulen und Waffen – Kritik bei Twitter

Andere Nutzer:innen weisen darauf hin, dass die Reaktionen auf so einen Beitrag ganz anders ausfallen würden, wenn ein Moslem oder ein Schwarzer sich vor einer Menge Waffen gefilmt hätte. Eine Unterstützerin von Präsident Joe Biden prangert die rassistische Doppelmoral in den USA an: So ein Video sei nicht okay, nur weil Donald Trump Junior weiß ist. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Junior mit Waffen posiert. Im letzten Monat hat er ein Bild von sich geteilt, wie er grinsend ein AR-15-Gewehr hält, mit einem Bild von Hillary Clinton hinter Gittern auf dem Magazin.

Bei der Diskussion um Rassismus und Waffen in den USA rückt der Inhalt des Videos etwas in den Hintergrund. Dass sich Donald Trump Junior abschätzig gegenüber anderen äußert, ist nichts Neues. Zuletzt nutzte er einen emotionalen Beitrag der Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez über ihre Angst während der Erstürmung des Kapitols als Witzvorlage. Nun wettert Trump Junior nicht nur gegen die Lehrergewerkschaft, sondern auch gegen Präsident Biden. Er wirft der Regierung von Joe Biden vor, inkonsequent vorzugehen. Biden würde sich nur an seine eigens gesetzte Richtlinie „follow the science“ – also den Erkenntnissen der Wisschenschaft in der Corona-Pandemie zu folgen – halten, wenn es ihm gerade passe.

Donald Trump Junior, Sohn des ehemaligen US-Präsidenten

Donald Trump Junior wettert gegen Lehrer, Joe Biden verwirrt mit Widersprüchen

Anfang dieses Monats unterstützten die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten die Wiedereröffnung von Schulen in den USA und veröffentlichten strenge Richtlinien für die sichere Wiedereröffnung. Einige Lehrergewerkschaften haben sich jedoch gegen diese Idee ausgesprochen. Donald Trump Junior wütet nun laut der Website „Indy100“ gegen die Lehrkräfte, da sie sich trotz eines vorhandenen Corona-Impfstoffs weigerten, zum Präsenzunterricht zurückzukehren. Es sähe für ihn so aus, „als würden sie alles tun, um ein Zurück zu vermeiden“, wirft Trump Junior der Lehrergewerkschaft vor.

Das Thema Bildung ist in den USA in der Tat umstritten und die Biden-Administration hat sich tatsächlich teilweise inkonsistent verhalten. Der Präsident hat mehrfach erklärt, sein Ziel sei, die Schulen bis zu seinem 100. Tag im Amt (30. April) wiederzueröffnen. Kürzlich hat er jedoch klargestellt, dass er sich nur auf Schüler bis zur 8. Klasse beziehe. Auch ist nicht klar, für wie viele Tage in der Woche die Schulen wieder geöffnet werden sollen. Bidens Pressesprecherin Jen Psaki sprach von einem, Joe Biden selbst fünf Tagen in der Woche. (Theresa Ricke)

Rubriklistenbild: © John Minchillo/dpa

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