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Donald Trump Jr. ereifert sich 13 Minuten lang über die Klage gegen seinen Familienkonzern.
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Donald Trump Jr. ereifert sich 13 Minuten lang über die Klage gegen seinen Familienkonzern.

Ermittlungen gegen Trump-Organization

Donald Trump Jr. „wie Putin“: Wut-Video verbreitet

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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New York erhebt Anklage gegen die Trump Organization. Geschäftsführer Donald Trump Jr. lässt sich darüber aus.

New York - Die Anklage gegen die Trump Organization ist erhoben. In 15 Punkten wirft die Staatsanwaltschaft in New York dem Konzern von Donald Trump Rechtsbruch vor. Es geht um Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Geldwäsche. Laut Fachleuten der Organisation „New Civil Rights Movement“ könnte ein Urteil sogar das Ende des Konzerns bedeuten. Auch Allen Weisselberg, der Finanzvorstand des Konzerns, ist angeklagt.

Diese Aussichten gefallen Donald Trump Jr. als Geschäftsführer des Familienunternehmens ganz und gar nicht. Der Sohn des 45. Präsidenten der USA veröffentlichte ein Video auf seiner Facebook-Seite. Es sei „ein trauriger Tag für Amerika“, beginnt der 43 Jahre alte Junior. Allen Weisselberg habe nichts getan außer 48 Jahre hervorragende Arbeit geleistet und vielleicht die eine oder andere Steuer vergessen. „Das passiert ja sonst nirgendwo“, relativiert Trump Jr. mit dem Versuch der Ironie.

Donnald Trump Junior: „Mein Vater ist einfach ein guter Mensch“

Doch damit ist Donald Trump Jr. längst nicht fertig. In seinem 13-minütigen Video gibt der Sohn Donald Trumps dessen Vergehen faktisch zu. Sein Vater habe die Schulgebühren der Enkelkinder von Weisselberg bezahlt, aber nur, weil Donald eben „ein guter Mensch“ sei, der sich um „seine Angestellten kümmert“. In diesem Fall um den Finanzvorstand eines Multimillionen-Dollar-Konzerns, dessen Enkelkinder die feinsten Privatschulen New Yorks besuchen. Im Anschluss stellt Junior eine sehr kreative Rechnung auf, die aus dem Vorwurf des 15 Jahre dauernden Steuerbetrugs ein Versäumnis macht, bei dem es in der Summe um 5000 Dollar an nicht bezahlten Abgaben geht.

Einmal in Fahrt hörte Donald Trump Jr. auch nicht auf mit den Vorwürfen. Es sei „politisch motivierte Strafverfolgung“, die eigentlich gegen seinen Vater gerichtet sei. „Das ist nicht, wofür Amerika steht. Das ist, was Russland macht. Das ist genau dasselbe, was Putin mit seinen Gegnern macht. [...] Das ist, was China macht.“ Donald Trump Jr. dürfte damit auf die Inhaftierungen von politischen Persönlichkeiten wie Alexej Nawalny in Russland oder die Unterdrückung der Uiguren in China anspielen - und die steuerrechtlichen Ermittlungen gegen seinen Konzern mit genannten Beispielen gleichsetzen.

Donald Trump Jr., Ivanka Trump und Eric Trump kommen wohl davon

Donald Trumps ältester Sohn selbst dürfte in den Ermittlungen mit einem blauen Auge davonkommen. Bislang müssen weder er noch seine ebenfalls ins Familienunternehmen involvierten Geschwister Ivanka Trump und Eric Trump mit Anklagen rechnen. Den Kopf hinhalten muss bislang nur der stets loyale und laut Junior „seit 50 Jahren treue Buchhändler“ Allen Weisselberg. (Daniel Dillmann)

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