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Donald Trump Jr. beschimpft Republikaner: „ahnungsloser, witziger Kerl“

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Von: Nail Akkoyun

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Donald Trump Jr. hat gegen Senator Lindsey Graham und die Republikanische Partei geschossen. (Archivfoto)
Donald Trump Jr. hat gegen Senator Lindsey Graham und die Republikanische Partei geschossen. (Archivfoto) © Robin Rayne/Imago

Selbst loyale Unterstützer:innen bleiben nicht von harscher Kritik der Trump-Familie verschont. Jetzt schießt Donald Trump Jr. gegen die republikanische Partei.

Washington – Auch wenn Donald Trump seit geraumer Zeit nicht mehr Präsident der USA ist, gilt er nach wie vor als die leitende Figur in der Republikanischen Partei. Da ist es weniger verwunderlich, dass viele Politiker:innen noch immer von Wahlbetrug bei der US-Wahl 2020 sprechen oder den Sturm auf das Kapitol als „Meinungsäußerung“ bezeichnen.

Letzteres ging Lindsey Graham, Senator von South Carolina und üblicherweise treuer Gefolgsmann Trumps, aber dann doch zu weit. So bezeichnete Graham die Pläne von Trump, die Aufständischen vom 6. Januar 2021 zu begnadigen, als „unangemessen“ – offenbar ein waschechter Affront unter den Republikanern. Denn neben dem früheren Präsidenten, der behauptete, Graham habe keine Ahnung, „wovon zum Teufel er eigentlich redet“, beschwert sich auch dessen Sohn Donald Trump Jr. über das illoyale Verhalten Grahams.

Donald Trump Jr.: Brauchen Republikaner:innen, „die nicht umkippen und sterben“

Als Donald Trump Jr. am Donnerstag (03.02.2022) beim rechtskonservativen US-Nachrichtensender Newsmax auftrat, erklärte er, dass er Lindsey Graham möge und er „ein witziger Kerl“ sei. Doch „im Senat ist er ein RINO“, so Trump Jr. Die Abkürzung (Republican In Name Only) steht für Mitglieder der Republikaner, die – laut Meinung einer Minderheit – lediglich den Namen der Partei statt deren Werte vertreten.

„Er wird dort jedes Mal umkippen. Und das ist bedauerlich, denn wir werden in solchen Fragen immer richtig liegen und so viele Republikaner und schwache Establishment-Republikaner werden allesamt jedes Mal umkippen“, sagte Trump Jr. und bezog sich auf die Arbeit im Kongress. „Wir müssen aber Leute wählen, die das nicht tun.“ Leider sei der Senat mittlerweile voll mit genau dieser Art von Republikanerinnen und Republikanern. Man brauche jedoch Personen, die für „konservative Werte kämpfen“ und nicht solche, sie sich im entscheidenden Moment einfach tot stellen würden.

Kein richtiger Republikaner? Lindsey Graham lässt Kritik der Trump-Familie kalt

Geht es nach Donald Trump Jr., handelt es sich bei Lindsey Graham nicht um einen richtigen Republikaner, da dieser Blanko-Begnadigungen für Teilnehmende eines Aufstands, der fünf Tote und mehrere Verletzte zur Folge hatte, für keine gute Idee hält. Graham selbst scheint die Kritik an der eigenen Person allerdings wenig zu stören.

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Zuletzt erklärte der Republikaner in einem Interview, dass er ein „komplettes Wochenende“ mit Donald Trump verbringen werde. Zudem hoffe er darauf, dass Trump 2024 erneut für das Präsidentschaftsamt antreten werde. „Er wird 2024 der Nominierte sein, wenn er denn will. Bleiben Sie dran!“, sagte Graham. „So wie ich das sehe, ist da niemand, der Donald Trump besiegen würde, falls er antreten sollte.“ Eine Vorstellung, die dem früheren US-Präsidenten durchaus imponieren dürfte – plant Trump laut eigener Aussage doch selbst, in zwei Jahren vielleicht erneut anzutreten. (nak)

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