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Neue Umfrage vor Midterms aufgetaucht: Will Donald Trump Jr. in den Senat?

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Von: Lukas Zigo

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Donald Trump Jr. spricht auf der „Conservative Political Action Conference 2022“ in Orlando, Florida.
Donald Trump Jr. spricht auf der „Conservative Political Action Conference 2022“ in Orlando, Florida. © Brian Cahn via www.imago-images.de

Donald Trump Jr. liegt in einer durchgesickerten Umfrage im „hypothetischen“ Rennen um den Senatsposten Floridas weit vor Senator Rick Scott.

Tallahassee – Wer sich je mit Donald Trump Jr. auseinandersetzten durfte, der weiß, der Name ist Programm. Stets versucht der als Don Jr. bekannte Sohn Donald Trumps seinem Vater zu gefallen. Spiegelt seine Mimik, Gestik und Rhetorik. Nun könnte er ihm auch in einem anderen Bereich nacheifern – der Politik.

Don Jr. ist kein unbekannter auf der sprichwörtlichen politischen-Bühne, sprach er doch mehrfach auf Wahlkampfveranstaltungen und politischen Konferenzen wie der „Conservative Political Action Conference 2022“ in Orlando, Florida. Welche politischen Ambitionen Donald Trumps ältester Sohn tatsächlich hat, ist unklar. Laut einer aktuellen Umfrage liegt er in den republikanischen Vorwahlen für einen Senatssitz in Florida deutlich vor Senator Rick Scott.

Umfrage: Donald Trump Jr. liegt weit vor amtierendem Senator

Jonathan Swan von der US-amerikanischen Nachrichtenwebsite Axios twitterte eine Folie aus der Präsentation des Meinungsforschers Tony Fabrizio. Aus dieser geht hervor, dass Donald Trump Jr. in einem theoretischen Duell mit dem amtierenden Senator einen deutlichen Vorsprung von 56 Prozent zu 32 Prozent hat.

Fabrizio führt viele interne Umfragen für den ehemaligen Präsidenten durch. Somit könnte das scheinbar absichtliche Durchsickern dieser Folie leicht als Schuss vor den Bug des Senators Rick Scott angesehen werden. Laut Swan sei die Umfrage jedoch nicht von Don Jr. oder seinen Verbündeten in Auftrag gegeben worden.

USA: Sabotieren die Trumps einen möglichen Präsidentschaftskonkurrenten?

Hierbei stellt sich jedoch die Frage, warum die Trump-Kampagne einer Person, die seit langem als politischer Verbündeter gilt, eine solche Botschaft übermitteln will. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Rick Scott einen 11-Punkte-Plan zur „Rettung Amerikas“ vorgelegt hat, der unter anderem eine konkrete Forderung nach Steuererhöhungen enthält.

Viele politische Beobachter und Analysten sahen in Scotts Plan ein klares Signal für Ambitionen auf das Weiße Haus. Dieser Plan kollidiert sicherlich mit der angeblichen Rolle des ehemaligen Präsidenten als Parteiführer und klarem Favoriten für die Nominierung der Republikaner im Jahr 2024, sollte er sich auch offiziell für eine Kandidatur entscheiden.

USA: Donald Trump Jr. nicht der erste Trump mit Senatsambitionen

Bereits im Jahr 2021 keimten Gerüchte um ein politisches Engagement eines weiteren Mitglieds des Trump-Clans auf, Trumps Schwiegertochter Lara Trump. Sie galt lange als diejenige mit den besten Aussichten auf einen politischen Posten. Lange wurde angenommen, Laura Trump würde eine Kandidatur für den Senatssitz in ihrem Heimatstaat North Carolina kandidieren. Doch es kam anders.

Obwohl Donald Trump sie auf Reden in Mar-a-Lago in den Himmel lobte, verzichtete sie auf eine Kandidatur, ließ jedoch eine Hintertür offen. „Ich würde aber gerne irgendwann zurückkommen und eine Kandidatur in meinem Heimatstaat in Erwägung ziehen“, so Lara Trump während ihrer Rede.

Midterms in den USA: Das wird bei den Vorwahlen gewählt

Die Midterms in den USA werden stets zwei Jahre nach der Präsidentschaftswahl durchgeführt. Bei der auch als Kongresswahlen bekannten Abstimmung werden alle 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der 100 Senatorinnen und Senatoren neu gewählt.

Das Präsidentenamt ist von den Zwischenwahlen ausgenommen, denn der US-Präsident wird in einem Zyklus von vier Jahren gewählt und darf dabei maximal zwei Amtszeiten absolvieren. (Lz)

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