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Donald Trump Junior: Beschwerde über Soldatentraining sorgt für Wirbel

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Von: Vincent Büssow

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Donald Trump Jr.
Donald Trump Jr. hat sich darüber beschwert, dass Navy SEALs bei der Ausbildung mehr Zeit „mit Diversitätstraining als mit Schließen“ verbringen. (Archivbild) © Matt York/dpa

Donald Trump Jr. beschwert sich über „Diversitätstraining“ in der Ausbildung von Soldaten in den USA – und löst eine heftige Debatte aus.

Washington D.C. – Donald Trump Jr. hat mit einem Kommentar über die Ausbildung von US-Streitkräften für Wirbel gesorgt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung kritisierte der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten, dass die Spezialeinheiten der Navy SEALs zu viel Zeit für ein Training in Diversität aufbringen müssten. In den sozialen Medien erntet er dafür Spott – aber auch Anerkennung.

„Ich habe Freunde in SEAL-Teams, die mir sagen, dass sie mehr Zeit im Diversitätstraining verbringen als mit Schießen.“ Eine Videoaufnahme vom Donnerstag (18. August) zeigt Donald Trump Jr. auf einer Bühne, als er diesen Satz sagt. Das Video wurde auf einer Wahlkampfveranstaltung für die Republikanerin Carolina Amesty aufgenommen, die im Staat Florida als Abgeordnete kandidiert. Bei dem konservativen Publikum vor Ort kam die Aussage gut an – im Internet allerdings weniger.

Diversität statt Schießen: Donald Trump Jr. in der Kritik

Insbesondere auf Twitter wurde die Aussage von Trump Jr. auf verschiedene Weise kritisiert. So machte der US-Journalist Kurt Eichenwald, der zu Donald Trumps Kritikern gehört, darauf aufmerksam, dass „Schießen“ nur ein minimaler Teil der Ausbildung von Navy SEALs sei. Andere Internetnutzer lenkten den Fokus auf die lange Geschichte der Familie Trump, sich dem militärischen Dienst zu entziehen, wie das Portal Newsweek berichtet. Donald Trump selbst soll gefallene Soldaten außerdem als „Loser“ bezeichnet haben.

Donald John Trump Jr.
Geburtsort31. Dezember 1977
GeburtsdatumNew York
BerufCEO der Trump Organization
ParteiRepublikaner

Diskussion über US-Soldatenausbildung: Ex-Navy SEAL unterstützt Donald Trump Jr.

Trump Jr. erhielt allerdings auch Unterstützung für seine Behauptung. Robert O‘Neill, selbst ehemaliger Navy SEAL, schrieb auf Twitter: „Er sagt die Wahrheit.“ O‘Neill tritt regelmäßig in konservativen Kreisen auf, seit er im Jahr 2013 behauptete, für die Tötung von Osama Bin Laden verantwortlich zu sein. Laut ihm sei der Fokus auf Diversität ein Problem bei der Rekrutierung sowie der Beibehaltung von Soldaten in den USA.

Erst vor Kurzem war Donald Trump Jr. das Ziel von Spott, als Nachrichten öffentlich gemacht wurden, in denen er den Film „Der Pate“ zitiert. (vbu)

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