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Donald Trump Jr. auf illegaler Bärenjagd? Jagdführer vor Gericht

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Von: Lukas Zigo

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Donald Trump Jr., hier auf einer Veranstaltung in Orlando, ist begeisterter Großwildjäger.
Donald Trump Jr., hier auf einer Veranstaltung in Orlando, ist begeisterter Großwildjäger. © Brian Cahn/Imago Images

Donald Trump Jr. soll bei einer Jagd in Utah einen Bären mit illegalen Jagdmethoden erlegt haben.

Utah – Einem professionellen Jagdführer in Utah droht eine Strafanzeige, weil er Donald Trump Jr. geholfen haben soll, während einer geführten Jagdexpedition illegal einen Bären zu erlegen. Wegen der am 18. Mai 2018 geführten Jagd im Carbon County in den USA drohen Jagdführer Wade Lemon nun fünf Jahre Haft. Der bekannte Jagdführer habe jedoch nicht den Abzug betätigt – Donald Trump Jr. tat es, so das Utah Department of Nautral Resources (DNR).

Donald Trump Jr., Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, wird in der kürzlich eingereichten Klage nicht persönlich erwähnt. Das DNR bestätigte aber seine Identität als die Person, die in der Strafanzeige als Lemons „Kunde“ für besagte Jagd genannt wird. Die Staatsanwaltschaft betonte, es gebe keine Beweise, dass Trump Jr. von den angeblichen Hetzjagden gewusst habe. Ohne Trump Jr. zu nennen, sagte der Staatsanwalt, dass der Jäger in diesem Fall „tatsächlich ein Opfer und jetzt ein möglicher Zeuge in einem betrügerischen Vorgang war, um den Jäger glauben zu lassen, dass es sich um eine legitime Wildwest-Jagd handelte.“

Donald Trump Jr.: „Große Kunden erlegen großes Wild“

Der Anklage zufolge habe Lemon den Bären mit „einem Haufen Getreide, Öl und Gebäck“ geködert. Der illegale Köder wurde mit einer direkt darauf gerichteten Kamera entdeckt, auf der „WLH“ (für Wade Lemon Hunting) und Lemons eigene Telefonnummer stand, gefunden, so die Gerichtsunterlagen.

Für Jagdführer, die die wohlhabende Elite bedienen, steht viel auf dem Spiel. Sie müssen eine erfolgreiche Jagd gewährleisten. Diese Unternehmen beschäftigen Jäger, die Wälder, Wüsten, Berge und Täler nach dem größten Wild auskundschaften, um sicherzustellen, dass diese hochrangigen Kunden die größten Chancen auf eine erfolgreiche Jagd haben. Es gilt die Maxime: „Große Kunden erlegen großes Wild“.

Donald Trump Jr. unterstützt die Hunter Nation

Donald Trump Jr. sei auf der Jagd gewesen, um die Hunter Nation zu unterstützen, wie die Salt Lake Tribune berichtete. Die Organisation fördert die Jagd und setzt sich für Waffenrechte ein. Später gründete sie eine PAC (Political Action Comittee), das während des Wahlkampfes von Donald Trump im Jahr 2020 fast 100.000 Dollar für Anti-Demokraten-Werbung ausgab.

Sollte Lemon für schuldig befunden werden, drohen ihm fünf Jahre Gefängnis, da gegen seine Jagdorganisation bereits mindestens achtmal wegen kriminellen Verhaltens ermittelt wurde. Er sagte der Tribune, dass er von den Vorwürfen überrascht sei. „Soweit ich wusste, war alles einwandfrei“, sagte er. (lz)

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