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Russlands Krieg: „Trump hat es Putin in der Ukraine leicht gemacht“

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Von: Lukas Zigo

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John Bolton und Donald Trump in Weißen Haus
Donald Trump (l), Ex-Präsident der USA, schüttelt die Hand von John Bolton, Ex-US-Sicherheitsberater im Kabinettsraum des Weißen Hauses. © Susan Walsh/dpa

Donald Trumps ehemaliger nationaler Sicherheitsberater ist der Meinung, Trumps Verhalten gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj könnte Putin ermutigt haben.

Washington D. C. – Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, TV-Star Donald Trump, lässt auch die aktuelle Situation nicht verstreichen, ohne die Schuld dafür bei US-Präsident Joe Biden zu suchen. Auf der CPAC-Konferenz 2022 hatte er noch betont, unter ihm wäre Wladimir Putin nicht in die Ukraine einmarschiert. Doch ein Interview mit dem ehemaligen obersten nationalen Sicherheitsberater der USA von Vice News wirft ein neues Licht auf die möglichen Ursachen des Ukraine-Konflikts.

John Bolton, nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus unter Donald Trump, ist der Meinung, sein alter Chef habe den Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine während seiner Amtszeit „großen Schaden“ zugefügt. Er stellt die Annahme auf, Trumps Verhalten gegenüber des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe den russischen Staatschef Putin gar ermutigt.

USA-Ukraine: Trumps Verhalten gegenüber Selenskyj ermutigte Putin

So habe Donald Trump im Jahr 2019 die Militärhilfe für die Ukraine verzögert, um den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter Druck zu setzen. Trumps Ziel dabei sei gewesen, Schmutz über den damaligen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden zu erhalten. Dies habe Putin deutlich gemacht, wie wenig Trump sich tatsächlich für die Ukraine interessiere.

„Er hat offensichtlich gesehen, dass Trump nur Geringschätzung für die Ukrainer übrig hatte. Ich denke, das hatte einen Einfluss“, so Bolton am Dienstag (01.03.2022) gegenüber Vice-News.

Bolton kämpfte innerhalb der Trump Administration für die Ukraine

John Bolton ist ein führender amerikanischer Außenpolitiker der Republikanischen Partei. Er war schon als Botschafter von Präsident George W. Bush bei den Vereinten Nationen tätig. Innerhalb der Trump Administration kämpfte er dafür, dass die von Trump zurückgehaltene Militärhilfe trotz der Proteste von Trumps Lakaien schließlich freigegeben wurde – und trat dann prompt von seinem Amt zurück.

Er bedauere es nicht, dass er bei Trumps erstem Amtsenthebungsverfahren nicht ausgesagt hatte, so Bolton. Diese hatte ein mögliches Quid pro quo Trumps in der Ukraine untersucht. Bolton ist jedoch der Meinung, dass eine umfassendere Untersuchung „zu einem Amtsenthebungsverfahren hätte führen können“. (lz)

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