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Donald Trump macht ein wütendes Gesicht.
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Donald Trump verhandelte mit den Taliban über den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan. Nach der Machtübernahme der Miliz kritisiert er Joe Biden scharf. (Archivfoto)

Afghanistan-Krieg

Afghanistan: Donald Trump wirft Joe Biden „Schwäche und Inkompetenz“ vor

  • VonMax Schäfer
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Donald Trump findet nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan deutliche Worte für seinen Nachfolger Joe Biden.

Washington D.C. – Der Afghanistan-Krieg war wohl eines der wenigen Themen, bei dem sich Donald Trump und Joe Biden einig waren: Die USA sollten sich aus dem 20 Jahre andauernden Konflikt zurückziehen. Mit dem Vormarsch der Taliban, deren Machtübernahme und dem chaotischen Rückzug der letzten amerikanischen Soldat:innen und Botschaftsmitarbeitenden endet der Einsatz bereits Wochen vor dem ursprünglich von Joe Biden anvisierten Termin. Der US-Präsident steht weiterhin hinter seiner Entscheidung, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen.

Donald Trump: „Joe Biden irrt sich jedes Mal“

Joe Biden scheint es Donald Trump jedoch nicht recht gemacht zu haben, denn der ehemalige Präsident attackierte seinen Nachfolger. „Joe Biden irrt sich jedes Mal, wenn es um Außenpolitik und viele andere Themen geht“, schreibt er in einer Stellungnahme, die seine Sprecherin Liz Harrington am Samstag (14.08.2021 Ortszeit) auf Twitter veröffentlicht hat. Jeder hätte gewusst, dass Biden mit dem Druck nicht umgehen könne, so Trump weiter.

Seine Regierung habe einen Plan hinterlassen, der die Amerikaner:innen und das Eigentum der USA im Land geschützt hätte. Die Taliban hätten nicht davon träumen können, die US-Botschaft einzunehmen oder eine Basis für Angriffe gegen die USA aufzubauen. Aber anstatt den Plan zu befolgen wäre Joe Biden aus Afghanistan geflohen, schreibt Trump weiter.

Donald Trump attackiert Biden nach Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

Donald Trump nutzte außerdem die Gelegenheit, um seine eigene Leistung zu würdigen. Er behauptete, ISIS ausgeschaltet zu haben und hätte damit eine glaubwürdige Abschreckung geschaffen. Die sei jetzt verloren. Die Taliban hätten keine Angst und keinen Respekt mehr vor den USA oder deren Macht, so Trump. „Das ist ein komplettes Versagen wegen Schwäche, Inkompetenz und strategischer Inkohärenz“, resümiert Donald Trump. Am Sonntag (15.08.2021) forderte Trump Joe Biden zum Rücktritt auf. Es sei an der Zeit, „in Schande“ zurückzutreten.

Die damals von Donald Trump geführte US-Regierung hatte 2018 in Katar die ersten direkten Gespräche mit den Taliban geführt. Die Verhandlungen führten am 29. Februar 2020 zu einer Vereinbarung zwischen den USA und den Taliban, die den Zeitplan des Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan regeln sollte. Unter Joe Biden begann der Abzug schließlich im Mai 2021. Auch andere Nato-Truppen, darunter die Bundeswehr, verließen das Land.

Der Abzug der USA sei an eine Reihe von Bedingungen gebunden gewesen, die die Taliban erfüllen mussten, so Mike Pompeo. Die Biden-Regierung habe dabei versagt, sagte der ehemalige Außenminister unter Donald Trump am Sonntag (15.08.2021) und teilte damit Trumps Ansicht. (Max Schäfer mit afp)

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