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Trump büßt bei Republikanern an Beliebtheit ein – Bidens Werte steigen bei Frauen

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Von: Johanna Soll

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Donald Trump
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident. © Mary Altaffer / AP / dpa

Bei den Zustimmungswerten von Donald Trump und Joe Biden tut sich etwas: Der US-Präsident holt bei Wählerinnen auf, Trump schmiert in seiner Partei ab.

Washington, D.C. – Lange erweckte es den Anschein, als könne nichts dem Beliebtheitswert von Donald Trump etwas anhaben. Was auch geschah, Trump war bei der republikanischen Wählerschaft gefragt, aber das ändert sich möglicherweise. Auch der Zustimmungswert von US-Präsident Joe Biden schien sich auf niedrigem Niveau eingependelt zu haben. Doch er verbessert sich, zumindest unter Frauen. Zwei aktuelle Erhebungen ergeben neue Trends.

Einer Umfrage von ABC News und der Washington Post zufolge ist Donald Trumps Beliebtheit stark zurückgegangen im Vergleich zu dem Zustimmungswert, den er 2020 als Amtsinhaber und Präsidentschaftskandidat der Republikaner hatte. Die Umfrage mit einer Fehlerquote von 3,5 Prozent ergibt, dass 47 Prozent der Wählerschaft, die republikanisch wählen oder als Wechselwähler:innen zu den Republikanern tendieren, Trump bei der US-Wahl 2024 als republikanischen Präsidentschaftskandidaten wollen. 46 Prozent sind dagegen. ABC News zufolge ist dies ein Rückgang von 20 Prozentpunkten im Vergleich zu 2020.

Umfrage: 50 Prozent für Anklage Donald Trumps

Eine weitere Umfrage ergibt, dass Donald Trump und Joe Biden, sollten sie derzeit gegeneinander antreten, in etwa gleichauf liegen würden. Ebenfalls rund 50 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Donald Trump sollte wegen eines Verbrechens angeklagt werden sollte. Ein Wert, der sich seit dem Sturm aus das US-Kapitol am 6. Januar 2021 kaum verändert hat.

Für Joe Biden verbessert sich seine Ausgangssituation. Zwar sind derzeit laut dem Durchschnitt der Umfragen, den Fivethirtyright ermittelt, lediglich rund 43 Prozent mit ihm zufrieden und 53 Prozent unzufrieden, doch im Vergleich zu seinem Beliebtheitstief von rund 37 Prozent Ende Juli liegt eine Verbesserung vor.

Joe Biden: Supreme-Court-Urteil Ursache für steigenden Zustimmungswert

Seit Juli verzeichnete Joe Biden laut einer Umfrage des Emerson College einen Beliebtheitszuwachs bei Wählerinnen um 10 Prozentpunkte, von 39 Prozent auf 49 Prozent. Der Beginn der steigenden weiblichen Zustimmung für den Präsidenten fiel mit dem äußerst kontroversen Urteil des Supreme Courts zusammen, mit dem der Oberste Gerichtshof der USA das bundesweite Recht auf Abtreibung kippte. Daraufhin erließen Parlamente in mehreren republikanisch regierten Bundesstaaten drastische Einschränkung des Rechts auf Abtreibung bis hin zum Komplettverbot.

Im Midterm-Wahlkampf der Demokraten versprach Joe Biden, ein USA-weites Recht auf Abtreibung als Gesetz zu verabschieden. Dazu benötige er als Ergebnis der Midterm-Wahlen zwei weitere demokratische Senator:innen. „Die Macht, Dinge hinzukriegen, liegt in den Händen der amerikanischen Bevölkerung, insbesondere der Frauen da draußen“, sagte Joe Biden. „Ich glaube nicht, dass die MAGA-Republikaner eine Ahnung von der Kraft amerikanischer Frauen haben. Lassen Sie mich Ihnen etwas sagen: Sie sind dabei es herausfinden.“ (Johanna Soll)

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