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Nach Trump und Biden: Auch Pence hortet Geheimpapiere – „Versehentlich eingepackt“

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Von: Jannis Gogolin

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Auch im Wohnhaus des früheren US-Vizepräsidenten Mike Pence finden sich geheime Regierungsdokumente aus seiner Amtszeit.

Washington, D.C. – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Nachfolger und heutigen US-Regierungschef Joe Biden recht wenig gemeinsam. Doch in einer Sache gleichen sie sich: in der Existenz von geheimen Regierungsdokumenten in deren privaten Wohnstätten. Jüngst gesellte sich eine dritte Person in den Bund. Bei Mike Pence, Vizepräsident unter Trump und mittlerweile dessen politischer Gegner, fanden sich ebenfalls als geheim eingestufte Unterlagen.

Nach Trump und Biden: Auch Pence hortet Geheimpapiere

Eingegangen ist die Meldung über den Fund beim Nationalarchiv der Vereinigten Staaten von Mike Pence selbst, genauer dessen Anwalt. Wie das Medienportal Deutsche Welle berichtet, hat der Jurist im Auftrag des Republikaners Pence dessen private Gemächer und Büroräume im Bundesstaat Indiana durchsucht. Eine direkte Reaktion, nachdem Trump und jüngst Biden sich wegen Geheimpapieren ernste Skandale eingehandelt hatten. Zum Leidwesen von Pence fand dessen Anwalt vergangene Woche nun eine „kleine Zahl“ delikater Dokumente, berichtet merkur.de.

Mike Pence mit Mikrofon neben einem Archiv-Schrank
Zuständig für die Verwahrung von Regierungsdokumenten ist das US-Nationalarchiv, nicht das private Büro. Nach Trump und Biden muss das nun auch früherer Vize-Präsident Mike Pence lernen. © Brian Cahn/imago, Panthermedia/imago

„Top-Secret“-Akten bei Pence gefunden: CNN geht von ungefähr einem Dutzend aus

Mit der Abwahl Trumps im Januar 2021 verlor auch Pence sein Amt als Vizepräsident der Vereinigten Staaten. In der chaotischen Zeit des Machtwechsels habe er, so die Deutsche Welle, die Akten „versehentlich eingepackt“. Über die Menge an Dokumenten – bei Trump waren es fast 22.00 Seiten – seien noch keine genaueren Details bekannt. Der Nachrichtensender CNN spricht indessen von ungefähr einem Dutzend. Nach Angaben der Deutschen Welle sind die „Top-Secret“-Papiere mittlerweile in der Hand der US-Bundespolizei FBI.

Derweil leidet insbesondere der amtierende Präsident Biden unter dem Skandal. Sogar mehrfach wurden bei ihm Unterlagen und Akten gefunden, die empfindliche Informationen aus seiner Amtszeit als Stellvertreter unter Barack Obama enthalten. Seine Popularität liegt nach einer Umfrage des Center for American Political Studies mittlerweile hinter Trump. Ein erneuter Kampf um die Präsidentschaft zwischen dem aktuellen Amtsinhaber und dessen Vorgänger erscheint möglich. (Jannis Gogolin)

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