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Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurde nach Saudi-Arabien entsandt.
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Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurde nach Saudi-Arabien entsandt.

USA und Iran

Donald Trump schickt Jared Kushner in den Nahen Osten und will „maximalen Druck“ ausüben

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Donald Trump schickt seinen Schwiegersohn Jared Kushner mit Diplomaten nach Saudi-Arabien. Laut Experten ist das eine Strategie des „maximalen Drucks“.

  • Seit der Tötung eines iranischen Atomphysikers ist die Spannung im Nahen Osten wieder greifbar.
  • Nach massiven Vorwürfen hat Iran neben Israel auch den USA eine Mitschuld gegeben.
  • Nun soll Jared Kushner, Berater von US-Präsident Donald Trump, die Spannungen wieder auflösen.

Update vom 02.12.2020, 11.35 Uhr: Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner verweilt seit Montag in Saudi-Arabien. Dort soll er zusammen mit US-Diplomaten für eine Beilegung des seit 2017 andauernden Katar-Konflikts sorgen. Saudi-Arabien und seine Verbündeten warfen Katar in der Vergangenheit vor, terroristische Gruppierungen in der Region zu unterstützen. Katar dementierte die Anschuldigungen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern wurde 2017 ausgesetzt und die Grenzen geschlossen. 

Jared Kushner soll israelische Interessen im Nahen Osten stärken und Druck ausüben

Kushner soll darüber hinaus das Ziel verfolgen, israelische Interessen im Nahen Osten zu verstärken und maximalen Druck auf den Iran auszuüben, wie das Nachrichtenportal Al Jazeera berichtet. „Jared Kushners Agenda soll israelische Interessen und Israels Position im Nahen Osten verstärken“, so William Lawrence, ein ehemaliger Offizieller des US-Außenministeriums unter Barack Obama gegenüber Al Jazeera. „Das impliziert, maximalen Druck auf den Iran auszuüben, indem versucht wird, die Katar-Krise zu lösen.“

In den vergangenen Monaten konnten die USA bereits diplomatische Erfolge zwischen Israel und den Golfstaaten erzielen. So will Saudi-Arabien israelischen Flugzeugen künftig erlauben, den saudischen Luftraum zu benutzen. Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner will in den kommenden Tagen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, treffen.

Nahost-Krise: Donald Trump schickt Jared Kushner - Schwiegersohn hat Verhandlungserfolg

Update vom 01.12.2020, 09:30 Uhr: Jared Kushner und ein Team aus US-Diplomaten sind inzwischen in Saudi-Arabien angekommen. Dort sollen sie als Schlichter des seit 2017 bestehenden Katar-Konfliktes und anderer Spannungen im Nahen Osten fungieren. Nun konnte das Team einen ersten Erfolg vermelden.

Saudi-Arabien will künftig israelischen Flugzeugen erlauben, den Luftraum über Saudi-Arabien zu nutzen, wie die Nachrichtenagentur Reuters und israelische Medien berichten. Jared Kushner und die Diplomaten Avi Berkowitz und Brian Hook sollen das Thema kurz nach ihrer Ankunft mit saudischen Offiziellen besprochen haben. „Uns ist es gelungen, das Problem beizulegen“, so ein US-Offizieller gegenüber Reuters.

Jared Kushner in Saudi-Arabien: Erster israelischer Flug genehmigt

Die Entscheidung wurde kurz vor dem ersten kommerziellen israelischen Flug in die Vereinigten Arabischen Emirate bekannt gegeben. Der Israir-Flug lief ohne ein Abkommen Gefahr, auszufallen. „Das sollte jegliche Probleme, die israelische Fluglinien beim Transport von Passagieren in die Vereinigten Arabischen Emirate und zurück nach Bahrain hatten, aus der Welt schaffen“, sagte der Offizielle des Weißen Hauses. Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner will in den kommenden Tagen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, treffen.

Erstmeldung vom 30.11.2020, 12.42 Uhr: Riad – Die Stimmung im Nahen Osten ist angespannt. Nicht zuletzt wegen der Ermordung eines hochrangigen iranischen Nuklearwissenschaftlers. Nun scheinen die USA als Reaktion auf die komplizierte Lage Jared Kushner, Ehemann von Präsidententochter Ivanka Trump und Chefberater des Weißen Hauses, in die Region entsenden zu wollen. Jared Kushner soll noch diese Woche nach Saudi-Arabien und Katar reisen, wie die Nachrichtenagentur Reuters und US-amerikanische Medien berichten.

Jared Kushner mit Diplomaten als Vermittler im Nahen Osten

In Saudi-Arabien will Jared Kushner den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in der Stadt Neom treffen. In den Tagen darauf ist ein Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, geplant. Jared Kushner soll vor allem die Regierungen Saudi-Arabiens und Katars dazu bringen, die seit 2017 bestehende Krise zwischen den beiden Golfstaaten zu beenden.

Gegenstand der Krise ist der Vorwurf Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten Ägypten, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass Katar terroristische Gruppen in der Region unterstützte. Katar dementierte die Anschuldigungen und klagte Saudi-Arabien und seine Verbündeten an, die Souveränität Katars untergraben zu wollen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern wurde 2017 ausgesetzt und die Grenzen geschlossen. 

Katar-Konflikt: Jared Kushner als Schlichter – „Eine Auflösung der Blockade scheint in Sicht zu sein“

„Eine Auflösung der Blockade scheint in Sicht zu sein“, so Nahost-Experte Sigurd Neubauer gegenüber dem arabischen Nachrichtensender „Al Jazeera“. „Wir wissen nicht, ob es passiert bevor Donald Trump das Weiße Haus verlässt oder erst dann, wenn Joe Biden Präsident ist. Aber eins ist klar: es geht nur um das wann, nicht um das ob.“ Begleitet wird Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner von den Nahost-Diplomaten Avi Berkowitz und Brian Hook sowie Adam Boehler, Geschäftsführer der US International Development Finance Corporation.

Jared Kushner und sein Team sollen in diesem Jahr bereits dazu beigetragen haben, die Beziehungen der Vereinigten Arabischen Emirate und Israel zu normalisieren. So verkündete US-Präsident Donald Trump, dass ihm mit einem Telefonat zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Bahrains König Hamad al-Khalifa ein „historischer“ außenpolitischer Erfolg gelungen sei. Auch Kushner stützte die Behauptung Trumps. Was dem US-Präsidenten gelungen sei, wäre „unvorstellbar“. Beide wurden dafür kritisiert, dass der tatsächliche Erfolg wesentlich kleiner sei, als Trump und Kushner darstellten. 

Jared Kushner in Saudi-Arabien: Donald Trumps Schwiegersohn soll auch Katar-Konflikt beilegen

Jared Kushner reist wenige Tage nach dem Attentat auf einen iranischen Atomphysiker in den Nahen Osten. Der Mord an Mohsen Fachrisadeh hat die Spannungen zwischen den Golfstaaten erneut hochkochen lassen. Der Iran hat nach massiven Vorwürfen gegen Israel auch den USA eine Mitschuld an dem Attentat auf Fachrisadeh gegeben. Präsident Hassan Ruhani bezeichnete Israel zudem am Samstag als „Söldner“ der USA. Das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei rief dazu auf, „die Täter und Verantwortlichen zu bestrafen“. Ex-CIA-Chef John Brennan verurteilte die Tötung des prominenten Wissenschaftlers Mohsen Fachrisadeh als „kriminellen Akt“.

Fachrisadeh war am Freitag bei einem gezielten Anschlag in der Nähe von Teheran getötet worden. Ruhani beschuldigte Israel, mit dem Attentat „Chaos“ schüren zu wollen.

Die „globale Arroganz“ - eine Bezeichnung des Irans für die Vereinigten Staaten - sei mit Israel „als Söldner“ für den Tod Fachrisadehs verantwortlich, erklärte Ruhani am Samstag auf seiner offiziellen Webseite. Wieder einmal seien ihre „rücksichtslosen Hände mit dem Blut eines Sohnes dieser Nation befleckt“. (Marvin Ziegele) 

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