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Donald Trump wollte Tochter Ivanka zur Weltbankchefin machen – und wurde gerade noch gestoppt

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Von: Max Schäfer

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Donald und Ivanka Trump.
Donald und Ivanka Trump am Rednerpult. (Archivfoto) © Tami Chappell/Imago Images

Donald Trump machte seine Tochter Ivanka fast zur Weltbankchefin, wurde jedoch kurz davor davon abgebracht.

Washington D.C. – Donald Trump wollte seine Tochter Ivanka zur Präsidentin der Weltbank machen.

Sie sei die erste Person gewesen, die dem ehemaligen US-Präsidenten in den Sinn kam, als der bisherige Weltbankchef Jim Young Kim 2019 seinen Rückzug und Wechsel in die Wall Street verkündetet hatte, berichtet das Nachrichtenportal The Intercept unter Berufung auf zwei interne Quellen.

„Sehr gut mit Zahlen“: Donald Trump wollte Ivanka zur Weltbankchefin machen

Donald Trump sah die freie Stelle an der Spitze der Weltbank offenbar als Gelegenheit, die internationale Finanzinstitution nach seinen Wünschen neu zu formen, so der Bericht. Dazu wünschte er sich seine Tochter Ivanka Trump als Präsidentin. Sie wäre als Weltbankchefin großartig, weil sie sehr gut mit Zahlen sei, sagte Donald Trump bereits 2019 in einem Interview mit dem US-Magazin The Atlantic.

Auch Jessica Ditto, ehemalige Sprecherin des Weißes Hauses, verkündete ebenfalls, Ivanka Trump sei für die Position der Weltbankchefin qualifiziert, weil sie mit dem „Ivanka Fonds“ eine Intiative für das Finanzinstitut geschaffen habe. Sie habe dazu zwei Jahre lang eng mit der Führung der Weltbank zusammengearbeitet.

Donald Trump wünschte sich seine Tochter Ivanka als Weltbankchefin: „Kolossal kontraproduktiver Plan“

Donald Trumps Pläne wurden schließlich durch Steven Mnuchin vereitelt, berichten die beiden Quellen des Nachrichtenportals The Intecept. Der ehemalige Finanzminister der USA blockte demnach Ivanka Trumps Aufstieg in die Führungsposition. Mnuchin soll sich immer wieder zwischen Donald Trump und seine „kolossal kontraproduktiven“ Pläne gestellt haben.

Seine Zeit als Produzent in Hollywood soll ihm dabei geholfen haben, weil er dadurch in seiner Verhandlungsposition gestärkt war, weil sich Donald Trump um seine Anerkennung sehnte.

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Ivanka Trump fühlte sich als Beraterin ihres Vaters wohl

Ivanka Trump wurde jedoch dennoch bei der internen Suche nach Kandidierenden eingebunden. Sie selbst hatte offenbar auch keine großen Probleme damit, dass die Initiative ihres Vaters, sie zur Weltbankchefin zu machen, blockiert wurde. Sie sei mit ihrer Arbeit als wichtige Beraterin des US-Präsidenten zufrieden. Als David Malpass, der ehemalige Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im Finanzministerium, zum neuen Präsidenten der Weltbank ernannt wurde, veröffentlichte sie eine Stellungnahme und erklärte Malpass wäre ein „außerordentlicher Führer der Weltbank“. (Max Schäfer)

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