US-Präsident im Wahlkampf

Donald Trump: „Ich könnte an einem Tag eine Milliarde sammeln“

  • vonMirko Schmid
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Donald Trump behauptet, er könne bei den Chefs der US-Wirtschaft anrufen und Millionen an Wahlkampfgeldern sammeln. Will er aber nicht, sagt er.

  • Donald Trump geht auf die Zielgeraden seines Wahlkampfes vor der Präsidentschaftswahl am 3. November.
  • Auf einer Wahlkampfveranstaltung behauptet Trump, dass er problemlos Millionen Dollar als Wahlkampfspenden sammeln könnte.
  • In den Trump News finden Sie alle Informationen und Nachrichten rund um den Präsidenten der USA.

USA - Donald Trump dreht wieder einmal das ganz große Rad. Im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung sagte der Präsident der USA, dass es für ihn kein Problem wäre, innerhalb kürzester Zeit Wahlkampfgelder in Millionenhöhe zu sammeln. Er spielte seinem Publikum dabei einen fiktiven Anruf vor, den er jederzeit tätigen könne.

Wahlkämpfer Donald Trump behauptet, Konzerne nach Belieben in seine Wahlkampfkasse einzahlen lassen zu können

Donald Trump behauptet, dass er von Exxon problemlos 25 Millionen Dollar für seinen Wahlkampf bekommen könnte

Mit seinem „Anruf“ versucht Donald Trump seine Behauptung zu untermauern, nach der er Führungskräfte von amerikanischen Großunternehmen einfach auffordern könnte, ihre Unternehmen für ihn spenden zu lassen. Er wählt für sein Beispiel den CEO des größten Mineralölkonzernes der USA, Exxon. „Vergesst nicht, ich bin sowieso nicht schlecht in diesem Zeug und ich bin Präsident. Also rufe ich einen Typen an, den Chef von Exxon. Ich rufe den Leiter von Exxon an. Ich weiß es nicht.“

Und dann legt Donald Trump los: „Wie geht es dir? Woher kommt dein Öl? Wann machst du eine Bohrung? Oh, du brauchst ein paar Genehmigungen?“ Trump deutet an, dass er den CEO von Exxon, Darren Woods, dessen Name ihm offensichtlich nicht geläufig ist, anschließend auffordern könnte, im 25 Millionen Dollar zu spenden und legt Woods direkt eine Antwort in den Mund: „Ja, Sir!“

Donald Trump: „Jeder Anruf ein Home Run“ - auf Twitter werden die Worte des Präsidenten als Korruption ausgelegt

Weiter behauptet Donald Trump, jeder einzelne seiner Anrufe wäre ein „Home Run“, er würde eine Milliarde an einem Tag einsammeln können - „will ich aber nicht.“ Der Präsident hat seinen Herausforderer Joe Biden im Sammeln von Spendengeldern vor der Präsidentschaftswahl am 3. November in den letzten zwei Wochen seiner Kampagne hinter sich gelassen, nachdem der ehemalige Vizepräsident seine Wahlkampfkasse zuletzt deutlich schneller und reicher füllen konnte.

In den USA verbietet Bundesgesetz das Sammeln von Wahlkampfgeldern im Austausch für bestimmte politische Entscheidungen oder andere Gegenleistungen. Trumps Kommentare verbreiteten sich schnell auf Twitter, wo sie unter dem Hashtag #QuidProQuo diskutiert werden. Exxon hat bereits reagiert. In einem eigenen Tweet erklärt das Unternehmen, das es von dem fiktiven Anruf wisse - und dass ein solcher Anruf nie stattgefunden habe. (Von Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN/afp

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