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Stichwahlen im Januar

Donald Trump: Prominenter Unterstützer ruft zum Boykott auf - Er will Senatoren verhaften lassen

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Der bekannte Pro-Trump-Anwalt Lin Wood ruft erneut zum Boykott der wichtigen Wahl in Georgia auf. Und er deutet an, republikanische Senatoren verhaften zu wollen.

  • Lin Wood, ein prominenter Unterstützer von Donald Trump, ruft weiterhin zum Boykott der Stichwahlen in Georgia auf.
  • Ein Post, den der Pro-Trump-Anwalt auf Twitter teilt, enthält wirre Theorien um Wahlbetrug.
  • Trump News: Alle Neuigkeiten zum scheidenden Präsidenten der USA auf unserer Themenseite

Atlanta – Die Stichwahlen am 5. Januar im US-Bundesstaat Georgia werden über die Kontrolle im Senat entscheiden. Im Sinne der Republikaner wäre es, ihre bestehende Mehrheit zu verteidigen, um Joe Biden und seinem künftigen Kabinett das Regieren schwerzumachen. Der Wahlkampf könnte also für mehr Zusammenhalt in der Partei sorgen – er bewirkt allerdings das genaue Gegenteil.

Die Niederlage von Donald Trump in der US-Wahl und die Vorwürfe um Wahlbetrug spalten die „Grand Old Party“ zusehends. Während ein Teil der Republikaner den Sieg des Demokraten Biden anerkennt, sind die Trump-Loyalist:innen noch mit der Aufarbeitung von angeblichen Ungereimtheiten am 3. November beschäftigt und bezichtigen den Rest der Partei des Verrats am Präsidenten. Ein prominenter Teil der Pro-Trump-Fraktion ist der Anwalt Lin Wood, der weiterhin an Theorien um Wahlbetrug festhält und sich für einen Sieg von Donald Trump einsetzt. Nachdem Lin Wood bereits mehrfach zu einem Boykott der Stichwahlen aufgerufen hatte, um vermeintlichen Betrug aufzudecken, deutet er nun an, die republikanische Regierung von Georgia sowie die Senator:innen David Perdue und Kelly Loeffler verhaften zu wollen.

US-Präsident Donald Trump weigert sich vehement einzugestehen, dass er die US-Wahl 2020 verloren hat. (Archivfoto)

USA: Trump-Anwalt deutet Verhaftung von Regierung und Senatoren in Georgia an

Ein republikanischer Boykott der Stichwahlen in Georgia würde nicht nur ihre Mehrheit im Senat sichern, sondern auch eine zweite Amtszeit von Donald Trump. Das steht zumindest in einer Infografik, die Lin Wood am zweiten Weihnachtstag auf Twitter teilte. Der Algorithmus von Wahlmaschinen der Firma Dominion sei nämlich so ausgelegt, dass republikanische Stimmen gestohlen und einige „Fake-Stimmen“ den Demokraten zugeschrieben werden.

Sollten die Stichwahlen „wie eine reguläre Wahl“ behandelt werden, würde das eine „sichere Niederlage“ und einen „Demokratisch kontrollierten Senat“ bedeuten, heißt es weiter. Der Algorithmus sei nicht dafür ausgelegt, dass republikanische Stimmen wegbleiben. Somit würde ihr Stimmanteil in mehreren sicher demokratischen Bezirken „ins Negative gehen“ und für „sonderbare Ergebnisse“ sorgen.

Der Anwalt Lin Wood ist ein treuer Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. (Archivfoto)

Lin Wood ruft zum Boykott in Georgia auf: Anwalt von Donald Trump hält an Wahlbetrug fest

„Der Betrug wird so offensichtlich sein, dass der US Supreme Court die Präsidentschaftswahl für ungültig erklären kann“, steht in der Infografik. Lin Wood scheint zudem zu glauben, dass sowohl die Staatsregierung von Georgia um Gouverneur Brian Kemp als auch die republikanischen Senator:innen Kelly Loeffler und David Perdue direkt am Wahlbetrug beteiligt sind: „Echte konservative Senatoren können dann nach den Verhaftungen von Kemp, Perdue und Loeffler ernannt werden“, steht geschrieben.

„Hören Sie auf Lin Wood und Sidney Powell und hören Sie ganz gut zu, was Präsident Trump sagt. Seine Worte haben IMMER eine tiefere Bedeutung“, heißt es zum Schluss. Donald Trump selbst scheint von den Boykott-Aufrufen in Georgia wenig zu halten. Er hat seine Fans selber dazu aufgefordert, für Kelly Loeffler und David Perdue zu stimmen. Nächste Woche wird er für einen Auftritt zur Unterstützung der „großartigen Senatoren“ in Georgia erscheinen.

Anwalt Lin Wood ruft zum Boykott der Stichwahl auf – Donald Trump reist dennoch nach Georgia

Am 5. Januar tritt Senator David Perdue (Republikaner) gegen den jungen Demokraten Jon Ossoff an. Der Demokrat Raphael Warnock fordert die republikanische Amtsinhaberin Kelly Loeffler heraus. Die Republikaner müssen lediglich einen dieser Sitze halten, um auch in den nächsten zwei Jahren die Mehrheit im Senat zu haben. „Ich bin kein Fan von einem der vier Kandidaten“, teilte Trump-Loyalist Lin Wood auf Twitter mit, der eine chinesisch-kommunistische Verschwörung hinter der US-Wahl vermutet. „Ich will nur eine EHRLICHE Wahl. Ihr nicht?“

Für vermeintlichen Wahlbetrug konnte das Rechtsteam von Donald Trump etwa acht Wochen nach der US-Wahl noch keine Beweise vorlegen. Mit ihren Klagen scheiterten Rudy Giuliani und Co. vor Gericht und mussten eine Niederlage nach der anderen hinnehmen. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Saul Loeb/AFP

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