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Donald Trump schimpft über Fox News: „Gehört nun zur dunklen Seite“

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Von: Christian Stör

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Donald Trump tritt bei einer Veranstaltung der radikal-konservativen Organisation „Turning Point USA“ in Florida auf.
Donald Trump tritt bei einer Veranstaltung der radikal-konservativen Organisation „Turning Point USA“ in Florida auf. © Jefferee Woo/Imago

Donald Trump scheint einen mächtigen Freund verloren zu haben. Der frühere US-Präsident hat nun offenbar Wut im Bauch.

Washington D.C. – Donald Trump tobt. Mal wieder. Grund ist diesmal ein TV-Sender, auf dessen Unterstützung der frühere US-Präsident bislang immer zählen konnte. Doch inzwischen scheint sich Fox News von ihm abzuwenden. Das nervt Donald Trump, der nun mit Wut im Bauch über die Morgensendung „Fox & Friends“ hergezogen ist. Und das will was heißen, gehörte die Show doch einst zu Trumps Lieblingssendungen.

„Diese Show war schrecklich“, tobte Trump auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. Und dann verwies er auf einmal sogar auf Star Wars und behauptete kühn, dass „Fox & Friends“ von nun an zur „‚dunklen Seite“ gehöre – was er wohl nicht als Lob verstanden wissen wollte.

Donald Trump schäumt wegen „Fox & Friends“

Trumps Ärger resultiert aus der Berichterstattung über eine Umfrage, die ihn noch immer als uneingeschränkten Herrscher der Republikaner auszuweisen scheint. Bei einer Veranstaltung der radikal-konservativen Organisation „Turning Point USA“ in Florida sagten laut Fox News nicht weniger als 78,7 Prozent der Anwesenden, dass sie auch 2024 wieder für Trump stimmen würden. Das Problem ist nur, dass diese Erhebung unter den rechten Aktivistinnen und Aktivisten völlig unwissenschaftlich war.

Seriöse Umfragen weisen dagegen auf das Gegenteil hin. Demnach hofft eine beträchtliche Anzahl von Republikanern darauf, dass Trump bei der US-Wahl 2024 nicht noch einmal kandidiert. Diese Diskrepanz fiel auch Co-Moderator Steve Doocy auf: „Das ist ein bisschen anders als bei ein paar anderen Umfragen, die wir in den vergangenen Wochen gesehen haben.“ Er verwies dann auf eine Erhebung, die Trumps innerparteilichen Rivalen Ron DeSantis vorne sah.

Das aber stieß Trump sauer auf. Doocy und seine Co-Hosts Ainsley Earhardt und Brian Kilmeade hätten mal wieder alles „vermasselt, zweifellos absichtlich“. Und Trump hatte auch gleich den Schuldigen dafür ausgemacht. Der große böse Mann ist für Trump nämlich der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan, der nun im Vorstand der Muttergesellschaft von Fox News sitzt. Ausgerechnet dieser RINO (Republikaner nur dem Namen nach), der „einer der schwächsten und schlechtesten Redner aller Zeiten“ sei, müsse dort nun an der Spitze sitzen.

Donald Trump: Freunde wenden sich von ihm ab

Tatsächlich scheint sich Fox News in letzter Zeit deutlich von Trump zu distanzieren. So verzichtete Trumps früherer Haus-und-Hof-Sender zum Beispiel am 22. Juli darauf, eine Kundgebung aus Arizona zu übertragen und strahlte stattdessen ein Interview mit DeSantis aus. Zudem strahlte der Sender kürzlich bei einer Rede Trumps einen Disclaimer aus, der dessen Wahlbetrugsvorwürfen widersprach.

Fox News gehört zum Imperium des Medientycoons Rupert Murdoch, der Donald Trump nun fallen zu lassen scheint. Zuletzt hatten zwei seiner Zeitungen redaktionell darauf hingewiesen, dass Trump nicht mehr für ein Amt geeignet sei. (cs)

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