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Auch Donald Trumps Lieblingssender Fox News wandte sich nach den unbelegten Vorwürfen des Wahlbetruges ab.
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Donald Trumps Lieblingssender Fox News wandte sich zunächst nach den unbelegten Vorwürfen des Wahlbetruges ab – jetzt zeichnet sich eine Wende ab.

US-Wahl

Missbrauchsskandal und sinkende Quoten – für Fox News geht es nach Donald Trumps Niederlage bergab

  • Daniel Seeger
    vonDaniel Seeger
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In Donald Trumps ehemaligem Haus-und-Hof-Sender Fox News rumort es gewaltig. Neben sinkenden Quoten geht es auch um den Vorwurf der sexuellen Belästigung einer Moderatorin.

  • Immer mehr Trump-Unterstützer wandten sich nach der US-Wahl vom konservativen Nachrichtensender Fox News ab und kritisierten dessen Berichterstattung.
  • Der Sender reagiert nun mit einer Welle von Entlassungen.
  • Trump-News: Alle Neuigkeiten zum abgewählten US-Präsidenten auf der Themenseite der FR.

New York – Viel Wirbel gibt es derzeit im einst beliebtesten News-Sender der USA. Fox News kämpft mit einbrechenden Quoten und eine Mitarbeiterin zieht wegen eines Kollegen vor Gericht, der sie sexuell belästigt haben soll.

Seit der US-Wahl verliert Fox News Zuschauer. Unter Konservativen war der Sender, der bekannt für die Verbreitung von falschen Informationen ist, lange Zeit sehr populär. Von dieser Zielgruppe wurde er zumeist als Gegengewicht zu vielen aus ihrer Sicht hauptsächlich den Demokraten nahestehenden anderen Sendern wahrgenommen. Die ebenfalls rechtsgerichteten Mitbewerber „One America News“ und „Newsmax“ verzeichnen derweil einen Anstieg der Zuschauer.

Nach der Abwahl von Donald Trump: Fox News will zukünftig noch mehr Meinung statt Nachrichten

Nun hat Fox News reagiert und am letzten Amtstag Donald Trumps mehrere Angestellte entlassen. Darunter prominente Redakteure wie Chris Stirewalt aus dem Politikressort. Bereits in der Wahlnacht hatte dieser die Entscheidung von Fox News verteidigt, den Wahlsieg Joe Bidens in Arizona bekanntzugeben. Andere Sender hatten damit teils noch mehrere Tage gewartet. Das stieß bei Donald Trump und vielen seiner Anhänger auf wenig Sympathie.

Außerdem wurde eine ganze Reihe an Online-Redakteuren entlassen, die sich um die Inhalte der sendereigenen Website kümmern. Der Rausschmiss sei Teil einer grundsätzlichen Bestrebung von Fox News gewesen, die Inhalte der eigenen Website weg vom journalistischen Überbringen von Nachrichten hin zu einer reinen rechtsgerichteten Meinungsplattform zu verschieben. Das äußerten einige der gefeuerten Mitarbeiter nun gegenüber der US-Website „The Daily Beast“. Auf dem populären Sendeplatz zwischen sieben und acht Uhr lief bislang eine Nachrichtensendung. Diese wurde im Zuge der Umstrukturierung nun gegen ein weiteres Meinungsformat ausgetauscht.

Fox News: Besitzer Rupert Murdoch mischt sich stärker ein

Am vergangenen Montag (18.01.2021) trat Bill Sammon, ein leitender Redakteur und Vize-Chef des Senders, zurück. Wie die Washington Post berichtet, nehme Rupert Murdoch, Chef der Muttergesellschaft von Fox News, im Zuge der US-Wahl wieder stärkeren Einfluss auf den Sender. Dass Fox News Arizona so früh Joe Biden zugeschlagen hatte, habe den Ruf des Senders beschädigt und die Ansicht mancher Trump-Unterstützer bestätigt, dass der Sender sich gegen Trump stelle, soll der Medienmogul geäußert haben.

Sexuelle Belästigung bei Fox News: Moderatorin erhebt Vorwürfe

Bereits im Jahr 2019 erhob die Co-Moderatorin der Sendung „Un-PC“, Britt McHenry, Vorwürfe gegenüber ihrer Kollegen. Dieser soll die 34-Jährige mehrfach per Textnachricht sexuell belästigt haben. Fox News scheint weiterhin hinter dem Beschuldigten, dem Ex-Wrestler George Murdoch, besser bekannt als Tyrus, zu stehen. Der tritt regelmäßig in der „Greg Gutfield Show“ und verschiedenen anderen Programmen auf Fox News auf – und bestreitet die Vorwürfe McHenrys.

Britt McHenry, die seit Monaten nicht mehr auf Sendung war, zog gegen Tyrus vor Gericht. Der versuchte das Gericht zur Einstellung des Verfahrens zu bewegen und scheiterte damit. Im Gegensatz zu McHenry bekommt der Beschuldigte Tyrus derzeit regelmäßig Sendezeit auf Fox News. Das von McHenry angestrengte Verfahren richtet sich aber nicht nur gegen Tyrus, sondern auch gegen den Sender und einige leitende Angestellte. So soll ihr Vorgesetzter die Beschwerden der Moderatorin nie weiter verfolgt haben. Stattdessen habe man ihr mitgeteilt, dass die ersetzbar sei und dass sie bei ihrer Einstellung ohnehin nicht die erste Wahl von Fox News gewesen sei, berichtet McHenry gegenüber „The Daily Beast“. (Daniel Seeger)

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