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„Russiagate“: Welche Dokumente das FBI bei Donald Trump suchte

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Von: Constantin Hoppe

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Nach der Durchsuchung von Donald Trumps Anwesen in Florida kommen weitere Details an die Öffentlichkeit. Das FBI erklärte nun, welche Dokumente gesucht wurden.

Washington – Die Razzia des FBI in Donalds Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida diente alleine dazu, ein „persönliches Versteck“ Trumps zu finden. Dort soll der frühere US-Präsident Dokumente der US-Regierung versteckt haben. Das erklärten zwei ranghohe Beamte des FBI gegenüber dem Nachrichtenmagazin Newsweek.

Unter diesen Dokumenten befinden sich Geheimdienstangelegenheiten, Informationen zu Atomwaffen und Material, dass sich mit dem sogenannten „Russiagate“ im Jahr 2016 befassen.

Gefundene Dokumente in Trump-Anwesen: Verstieß der Präsident gegen das Spionagegesetz?

Als Donald Trump im Januar 2021 das Weiße Haus verließ, wurden viele der normalen Übergangsprozesse nicht eingehalten, insbesondere weil der Präsident nicht zugeben wollte, dass er die Wahl verloren hatte oder dass er sein Amt aufgeben würde. Infolgedessen wurden, etwa 27 Kisten mit Dokumenten nach Mar-a-Lago versandt: offizielle Dokumente nach US-Recht, die nun das Nationalarchiv in Verwahrung nehmen und katalogisieren sollte.

Mar-a-Lago
Das Trump-Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. © Greg Lovett/The Palm Beach Post/AP/dpa

Damit verstieß Trump möglicherweise gegen mehrere Gesetze, auch das US-Spionagegesetz. Der FBI-Liste zufolge fanden die Agenten auch Dokumente der Geheimhaltungsstufe „Top Secret/SCI“, die nur in besonderen Regierungseinrichtungen eingesehen werden dürfen.

Durchsuchung in Trump Anwesen: Dokumente über Atomwaffen und „Russiagate“

US-Medien berichtete zuvor, dass sich die Dokumente mit Atomwaffen befassten. Dem widersprachen die beiden Beamten gegenüber Newsweek teilweise: Zwar befassten sich einige der Dokumente durchaus mit Atomwaffen in unterschiedlichen Ländern, wie Russland, Nordkorea und China, dies sei jedoch nicht das Hauptaugenmerk der Akten.

Vielmehr hätte sich Trump für Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem sogenannten „Russiagate“-Skandal und zur Affäre um den privaten E-Mail-Account Hillary Clintons. Die Ermittler glauben, dass Trump plante, diese Dokumente als Teil einer erneuten Kandidatur für die Präsidentschaft im Jahr 2024 zu verwenden.

Razzia in Trump-Anwesen: Durchsuchung ging monatelanger Streit voraus

Das FBI hatte am 8. August das Trump-Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach durchsucht, nachdem sich in den vergangenen 18 Monaten Trump und die Regierungsarchive ein Hin und Her über die Rückgabe der Dokumente geliefert hatten.

Die Entscheidung, Mar-a-Lago zu durchsuchen, wurde durch die Sorge ausgelöst, dass die Dokumente im Laufe der Verhandlungen an andere Orte verschoben werden könnten oder dass der ehemalige Präsident Trump sie benutzen könnte, um Geheimnisse zu enthüllen. (con)

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