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Donald Trump tobt: FBI besetzt Anwesen in Mar-a-Lago

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Von: Helena Gries

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Die Bundespolizei hat sich Zugang zu dem Haus von Donald Trump in Florida verschafft. Der Ex-Präsident schäumt vor Wut.

Washington – Das FBI hat nach Angaben von Ex-US-Präsident Donald Trump dessen Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht. „Mein wunderschönes Zuhause, Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, wird derzeit von einer großen Gruppe von FBI-Agenten belagert, durchsucht und besetzt“, schrieb Trump am Montagabend (8. August) auf dem von ihm mitbegründeten Netzwerk „Truth Social“. Der Vorgang stehe im Zusammenhang mit Trumps Umgang mit Akten und Dokumenten aus seiner Zeit im Weißen Haus, heißt es in verschiedenen Medienberichten.

„Diese unangekündigte Razzia in meinem Haus war weder notwendig noch angemessen“, schrieb Trump weiter. Es sei „sogar“ sein Safe geöffnet worden. Trump nannte den Vorgang „politische Verfolgung“ und eine Attacke der „radikal linken Demokraten“. Er verglich die Durchsuchung mit dem Watergate-Skandal, der 1974 den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon zum Rücktritt zwang. Medien berichteten, dass das FBI am Montagabend die Durchsuchung beendet hatte. Während der Aktion soll Trump nicht zu Hause gewesen sein.

Razzia in Trumps Anwesen: Ex-Präsident soll Dokumente mitgenommen haben

Die Durchsuchung von Trumps Anwesen in Florida scheint jedoch nicht mit den Anhörungen des Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Attacke in Verbindung zu stehen. Trump war bereits im Winter vorgeworfen worden, Akten und Dokumente aus seiner Zeit im Weißen Haus zurückgehalten zu haben. Die New York Times-Journalistin Maggie Haberman berichtete sogar, dass Trump während seiner Präsidentschaft Dokumente die Toilette heruntergespült habe. Trump wies das zurück. Am Montag waren schließlich Fotos aufgetaucht, die das belegen sollen.

Trump soll Dokumente, die mutmaßlich als Verschlusssache gekennzeichnete Informationen zur nationalen Sicherheit enthielten, mit nach Mar-a-Lago genommen haben. In den USA müsse jedoch eigentlich jede Korrespondenz des Präsidenten archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Trump allerdings soll nach seiner Amtszeit 15 Kisten voll mit Regierungsdokumenten, Erinnerungsstücken, Geschenken und Briefen aus dem Weißen Haus in sein Haus in Florida gebracht haben.

Trump hatte schließlich mehrere Dokumente an die Nationale Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen übergeben und dies damals auch selbst bestätigt. Die Justiz soll allerdings eine Untersuchung eingeleitet haben. Für eine Durchsuchung des Eigentums eines Ex-Präsidenten braucht es eine Genehmigung auf höchster Ebene des Justizministeriums. Beamte des Justizministeriums lehnten es ab, sich zu irgendeinem Aspekt des Durchsuchungsbefehls zu äußern, wie die New York Times schrieb.

Polizisten regeln den Verkehr vor einem Eingang zum Mar-a-Lago-Anwesen von Donald Trump. Das FBI hat nach Angaben des Ex-US-Präsidenten dessen Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht.
Polizisten regeln den Verkehr vor einem Eingang zum Mar-a-Lago-Anwesen von Donald Trump. Das FBI hat nach Angaben des Ex-US-Präsidenten dessen Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht. © Terry Renna/dpa

Donald Trump: Spekulationen um Präsidentschaftswahlen 2024

Trump nahm am Montagabend noch an einer geplanten Veranstaltung mit der ultrakonservativen ehemaligen Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin per Telefon teil. Sie will bei den Kongresswahlen in den USA im Herbst als Abgeordnete in das US-Repräsentantenhaus gewählt werden. „Ein weiterer Tag im Paradies“ und „Das war ein seltsamer Tag“ war der Zeitung zufolge alles, was Trump zu den Ereignissen sagte.

NameDonald John Trump
Geburtsdatum14.06.1946
GeburtsortNew York, USA
BerufUnternehmer, Entertainer, Politiker
Präsidentschaft2017 bis 2021

Trump hatte zuletzt immer wieder damit kokettiert, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 noch einmal anzutreten. Eine Kandidatur hat er aber bisher nicht verkündet. Beobachter hatten spekuliert, dass Trump eine Kandidatur bald ankündigen könnte, weil ihn die Untersuchungen des Kapitol-Ausschusses unter Druck setzen würden. Die Kandidatur wäre eine Möglichkeit, Ermittlungen gegen ihn als politisch motiviert abzutun. In seiner Mitteilung monierte er nun, dass die Demokraten unbedingt verhindern wollten, dass er 2024 noch einmal antrete. (hg/dpa)

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