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Donald Trumps Familie rückt ins Visier des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das Kapitol.
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Donald Trumps Familie rückt ins Visier des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das Kapitol.

Untersuchungsausschuss

„Erst der Anfang“: Familie von Donald Trump durchleuchtet

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump steht im Kreuzfeuer des Untersuchungsausschusses zum 06. Januar 2021. Nun sollen neue tausende Dokumente angefordert werden – über seine Familie.

Washington D.C. – Die Untersuchungen gegen Donald Trump nehmen ein neues Ausmaß an. Konkret soll ein Untersuchungsausschuss klären, inwiefern der ehemalige US-Präsident in den Sturm auf das Kapitol am 06. Januar 2021 verstrickt war. Die Ausschreitungen rund um das US-Kapitol hat fünf Menschen das Leben gekostet, unzählige andere wurden verletzt und traumatisiert.

Der Untersuchungsausschuss zur Klärung von Trumps Rolle hat nun Dokumente von rund „700 Leuten“ angefordert, berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Der Vorsitzende January 6th Select Committee, Bennie Thompson, tätigte diese Aussage. „Das ist die Liste von Individuen, die wir kontaktieren wollen.“ Es gehe darum, die Gespräche des Präsidenten mit Vertrauten und Angehören nachvollziehen zu wollen, um seine Rolle während des angeblichen Wahlbetrugs in den USA und dem Sturm auf das Kapitol zu klären.

Donald Trump: Untersuchungsausschuss kontaktiert acht US-Behörden

Die offizielle Anfrage des Komitees wurde an acht offizielle Behörden der USA gesandt, so CNN. Darunter das Department of Justice, das FBI und die National Archives. Die nationalen Archive könnten sich dabei als wertvolle Informationsquelle herausstellen. Der Untersuchungsausschuss soll der US-Behörde eine zwölfseitige Forderungsliste geschickt haben.

Darin werden unter anderem Aufzeichnungen aus dem Weißen Haus über Donald Trumps Familie gefordert. Untersucht werden sollen die Terminkalender von Ehefrau Melania Trump, seinem Schwiegersohn Jared Kushner sowie Donald Trumps Kindern Donald Trump Jr., Eric Trump und Ivanka Trump. Auch Unterlagen zu Trumps Anwalt Rudy Giuliani sollen herausgegeben werden.

Donald Trump: Diese Personen stehen im Visier des Untersuchungsausschusses

  • Melania Trump: Ehemalige First Lady und Ehefrau von Donald Trump.
  • Ivanka Trump: Tochter und Beraterin des ehemaligen US-Präsidenten.
  • Donald Trump Jr.: Ältester Sohn des US-Präsidenten und CEO der Trump Organization.
  • Eric Trump: Sohn von Donald Trump und Vizepräsident der Trump Organization.
  • Jared Kushner: Schwiegersohn und Berater von Donald Trump, Ehemann von Ivanka Trump.
  • Lara Trump: Ehefrau von Eric Trump, ehemalige Wahlkampfberaterin von Donald Trump.
  • Kimberly Guilfoyle: Freundin von Donald Trump Jr. und Unterstützerin des ehemaligen US-Präsidenten.
  • Steve Bannon: Berater und ehemaliger Chefstratege im Weißen Haus unter Donald Trump.
  • Michael Flynn: Ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump.
  • Rudolph „Rudy“ Giuliani: Anwalt von Donald Trump.
  • Roger Stone: Berater der Trump-Präsidentschaftskampagne

Der Untersuchungsausschuss soll außerdem Anfragen an verschiedene Kommunikationsunternehmen geschickt haben, um Handyaufnahmen des 06. Januar 2021 verschiedener Leute weiterzugeben, unter anderem von Kongressabgeordneten. „Wir werden tun, was nötig ist, um die Informationen so bekommen“, so Bennie Thompson.

Untersuchung zu Donald Trump: „Das ist erst der Anfang“

Die demokratische Abgeordnete Zoe Lofgren sagte: „Das ist erst der Anfang. Wir versuchen, herauszufinden, was am 06. Januar 2021 geschah. Die Gründe und die Verantwortlichen. Wir wollen alles herausfinden, das ist der Grund, warum wir diese Anfragen senden.“ Laut CNN gebe es auch eine Anfrage über die „mentale Stabilität“ von Donald Trump. Allerdings wollte Lofgren keine Angaben dazu machen, was der Grund für diese Anfrage war. Erst kürzlich war von Donald Trumps „geistigem Verfall“ die Rede.

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Eine Hürde muss die Anfrage des Untersuchungsausschusses allerdings überwinden. Der amtierende Präsident Joe Biden muss zustimmen, dass derlei Dokumente über seinen Vorgänger Donald Trump weitergegeben werden dürfen. Unabhängig von der Entscheidung Bidens könnte Trump die Herausgabe der Dokumente anfechten, was zu einem längerfristigen Justizkonflikt führen könnte, vermutet CNN. (Marvin Ziegele)

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